Schultheiß

Der Schultheiß bezeichnet einen in vielen westgermanischen Rechtsordnungen vorgesehenen Beamten, der Schuld heischt: Er hatte im Auftrag seines Herren (Landesherrn, Stadtherrn, Grundherrn) die Mitglieder einer Gemeinde zur Leistung ihrer Schuldigkeit anzuhalten, also Abgaben einzuziehen oder für das Beachten anderer Verpflichtungen Sorge zu tragen. Früher wurde zwischen dem Stadtschulzen und dem Dorfschulzen unterschieden.

 

In der städtischen Gerichts- und Gemeindeverfassung war er ein vom städtischen Rat oder vom Landesherren Beauftragter zur Ausübung der Verwaltungshoheit und Rechtspflege.

Der Schultheiß war meist auch Richter der niederen Gerichtsbarkeit.

 

Die niedere Gerichtsbarkeit (Niedergerichtsbarkeit) ist ein Begriff aus dem mittelalterlichen Rechtswesen. Sie befasste sich in der Regel mit geringeren Delikten des Alltags, die mit Geldbußen oder leichteren Leibstrafen sühnbar waren. Dazu gehörten der

 

  • Pranger,
  • das Tragen des Lästersteins sowie
  • der Schandpfahl.
  • der Schandkorb
  • die Halsgeige
  • der Eselsritt
Diese gehörten zu den Ehrenstrafen.

 

Schand- oder Ehrenstrafen sind Strafen, die den Verurteilten demütigen und bloßstellen. Im Unterschied zu den Leibesstrafen wird der Verurteilte nicht oder nur gering körperlich geschädigt. Allerdings wurden Schandstrafen oft zusammen mit vorangehenden Rutenstrafen und Auspeitschungen verhängt.

 

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