Das liebe Vieh

Im Hessischen Staatsarchiv gibt es noch Listen über den Tierbestand des Ortes aus den Jahren 1947 bis 1971.

Nach dem zweiten Weltkrieg war der Ort noch sehr landwirtschaftlich geprägt. Als Viehbestand wird angegeben:

  • 252 Schweine
  • 295 Rinder
  • 214 Schafe
  • 42 Pferde
  • 55 Ziegen
  • 478 Hühner
  • 16 Gänse
  • 2 Enten
  • 10 Trut- und Perlhühner
  • 19 Zwerghühner
  • 31 zahme Kaninchen
  • 70 Bienenstöcke
"Schweinerei" in einem Hof in der heutigen Schulstraße
"Schweinerei" in einem Hof in der heutigen Schulstraße

Die Tiere mussten natürlich täglich versorgt werden. Nachfolgend habe ich das typische Futter einiger der genannten Haustiere aufgeführt:

Pferde: Heu, Hafer , Dickwurz, Klee
Kühe / Ziegen: Grünfutter (Klee, Futtergras), Heu, Gesitt oder gehächseltes Haferstroh vermengt mit gemahlenen Kohlraben oder Dickwurz, Schrot (vor allem aus Hafer)
Schweine: Getränk (bestehend aus Schrot, gedämpften Kartoffeln, Magermilch), Dickwurz, Grünfutter
Hühner: Weichfutter (Schrot mit gedämpften Kartoffeln), Hafer, Weizen, Grünfutter

 

In den darauffolgenden Jahren variierte der Tierbestand je nach Bedarf. Mit zunehmenden Jahren aber wurde die Landwirtschaft, gerade was Kleinstbetriebe betraf, immer unlukrativer. Landwirtschaft lohnte nur noch im Nebenerwerb und die gut bezahlte Arbeit im Wiesbadener Umland lockte.

 

Die meisten der oben aufgeführten Tiere gab es lange Jahre nicht mehr hier im Ort. Mittlerweile besinnt man sich aber wieder mehr und mehr der "guten alten Zeit" und hält sich wieder einige dieser Haustiere als Hobby.

 

Quellen: Red. / Hessisches Staatsarchiv Wiesbaden / Das war ihr Leben, Helge Schmidt, 1985

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