Nichts zu meckern

 

                                                      "Also, als Ziegenbock in Strinz-
                                                            Margarethä hat man wirklich

                                                              nichts zu meckern.

                                                                Hier bin ich der Ziegenkönig!

                                                                  Warum?

                                                                    Lest mehr über meine
                                                                      Rechte als

                                                                         offizieller Liebhaber!"

 


Um die Fortpflanzung der Tiere im Dorf zu gewährleisten, wurde von jeder im Dorf vorhandenen Tierart ein männliches Exemplar gehalten.

Früher auf dem sogenannten Ochsengut, später in Einzelhaltung durch benannte Personen.

Aus dem Jahre 1913 ist ein Vertrag der Gemeinde mit dem Halter des Orts-Ziegenbockes erhalten geblieben, der auf das genaueste beschreibt wie der Ziegenbock zu halten ist.

Nachfolgend die Anforderungen an die Ziegenhaltung:

Anforderungen an den Bockhalter

  • Der Bockhalter hat die Ziegenböcke gut zu behandeln und zu pflegen, täglich zu putzen und muss mindestens einmal täglich frisches Streu geben.
  • Die Ziegenböcke sind täglich in freier Luft zu bewegen
  • Der Bockhalter hat die Ziegenböcke täglich 3mal und zwar morgens, mittags und abends ausreichend zu füttern und zu tränken. Zum Tränken muss gutes, frisches Wasser verwendet werden.
  • Der Bockhalter ist verpflichtet, alle Maßnahmen anzuwenden, welche geeignet sind, den Bockgeruch zu vermeiden oder zu dämpfen, besonders auch durch Verwendung von Desodorierungsapparaten.

Anforderungen an den stall

Höhe des Stalles mindestens 2,50

  • Genügend Lüftung durch Dunstschlote oder Rohre von 10 cm lichter Weite. Die Dunstrohre müssen unmittelbar unter der Stalldecke und an zwei verschiedenen Seiten des Stalles angebracht sein.
  • Beleuchtung durch Fenster in einer Größe von mindestens 1/20 der Grundfläche des Stalles.
  • Der Stall muß mit Backsteinen in Zementmörtel gepflastert sein mit einem Gefälle von 5% nach der Jaucherinne zu.
  • Zur Abführung der Jauche muß eine Rinne mit genügendem Gefälle vorhanden sein.
  • Die Wände müssen gut verputzt und geweißt sein. Sie müssen alljährlich mindestens einmal neu geweißt werden.
  • Im Stalle ist eine genügend große Holzkiste aufzustellen oder ein entsprechendes Holzgerüst anzubringen - etwas 1 m hoch - auf welches die Ziegenböcke klettern und sich trocken legen können.

Geregeltes Liebesspiel

Es ist dem Bockhalter verboten:

  • die Ziegenböcke früher zum Sprung zuzulassen, bevor sie als tauglich zur Nachzucht angekört und darüber schriftlicher Bescheid vom Landrat ergangen ist
  • durch die Ziegenböcke Ziegen aus anderen Gemeinden decken zu lassen
  • durch den Ziegenbock mehr als 6 Ziegen an einem Tage und nicht mehr als 100 Ziegen zusammen in einer Körperiode decken zu lassen. Zwischen den einzelnen Sprüngen muß jedes Mal ein Zwischenraum von mindestens 1 Stunde liegen. 

Über die Suchfunktion können Sie direkt nach Jahreszahlen oder Ereignissen suchen.

Die Strinzer Fahne
Die Strinzer Fahne

Sebastian Vettel fährt durch StM (ab 16:05)

StM in Google-Map