"Die Geschehnisse der Jahre 1914 - 1918 hier im Dorf sind sehr gut dokumentiert. Zum einen durch die Aufzeichnungen des damaligen Pfarrers Schilp, zum anderen durch die Mobilmachungsmappe von Breithardt, deren Inhalt auch für StM Gültigkeit hatte.

Vor kurzem sind über 200 Feldpostbriefe des Soldaten Ludwig Weber aufgetaucht, der von 1914 - 1918 im Kriegseinsatz war.

Diese Briefe wurden von mir ausgewertet. Die wichtigsten Stationen seines Soldatenalltages und ausgesuchte Geschehnisse vor Ort, werde ich hier nach und nach einpflegen. So bekommt man nicht nur einen Eindruck vom Kriegsalltag in StM, sondern auch vom schwierigen Leben der Strinzer Soldaten im Felde."

Chronik des 1. Weltkriegs 1914/18

1914

Pfarrer: Ernst Schilp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Julius Emil Schlicht

Allgemeine Ereignisse

  • Das Deutsche Kaiserreich tritt am 01. August 1914 in den ersten Weltkrieg ein.
Inschrift in einem Stall in der Schulstraße
Inschrift in einem Stall in der Schulstraße

Zu dieser Inschrift wird berichtet, dass der Baumeister der Scheune sein Werk nicht vollenden konnte, da er direkt 1914 zum Militärdienst eingezogen wurde und an der Front gefallen ist.

  • Bürgermeister August Schmidt wird zum 4. Mal einstimmig wiedergewählt.
    (Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 123)
  • Abstellung der herkömmlichen Sitte vereinbart, nachdem den Begräbnisteilnehmern nach der Feier Kaffee und Kuchen gegeben wird, weil die Sache manchen Leuten Kosten verursacht, die sie sehr bedrücken. Die von Auswärts kommenden Leute sollen selbstverständlich in der herkömmlichen Weise verköstigt werden.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 14, Kirchenchronik)
  • Die Konfirmation wird erstmalig an Ostern (13. April) statt an Pfingsten abgehalten.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 13, Kirchenchronik)
  • Der MGV "Eintracht" nimmt am Sängerwettstreit in Hahn teil.
    (Festschrift 100 Jahr MGV Eintracht 1891 / 1991)
  • Der TV 1904 feiert sein 10jähriges Bestehen wobei bei der Festrede der Völkerverhältnisse wegen auf die erforderliche Ertüchtigung der jungen Leute verwiesen wird. Außerdem wird der Bau einer Turnhalle seitens der Gemeinde gewünscht, da auch Nachbarorte entsprechend große Hallen eingerichtet haben.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 13, Kirchenchronik)
  • Der TV beteiligt sich am ersten Gauturnfest des Turngaues in Holzhausen über Aar. Dabei erzielt er den 6. Vereinspreis.
    (Vereinschronik des TV 1904)
  • Der erst Vorsitzende des TV 1904, Adolf Müller sein Amt nieder, Sein Nachfolger wird Reinhard Walter.
    (Festschrift zur Sportplatzeinweihung 1990)
  • Ab 1914 ruht das Vereinsleben des TV 1904, da die meisten Vereinsmitglieder als Soldaten eingezogen werden.
    (Vereinschronik des TV 1904)

Ereignisse des 1. Weltkrieg

  • 01. August 1914
    Am 01. August tritt das Deutsche Kaiserreich in den ersten Weltkrieg ein und erklärt Russland den Krieg. Die Ortsvertreter werden mit geheimen Anweisungen vom königlichen Landrat in Langeschwalbach überhäuft. Jede Gemeinde ist im Besitz einer Mobilmachungsmappe in der die geheimen Anweisungen gesammelt werden. Im Gemeindearchiv ist eine Mobilmachungsmappe erhalten geblieben, die die Ereignisse der ersten Kriegstage anschaulich dokumentiert.
  • 02. August 1914
    Aus Anlaß der Mobilmachung ist jeder Militärpflichtige verpflichtet, sich sofort bei der Ortspolizeibehörde seines Wohnsitzes zur Stammrolle anzumelden.
    (Mobilmachungsmappe der Gemeinde Breithardt)

  •  03. August 1914
    Deutschland erklärt Frankreich den Krieg

    Für den Falle, dass Luftfahrzeuge in der Gemarkung landen ist eingehend festzustellen, ob es sich um ausländische Luftfahrzeuge handelt. Stellt eine polizeiliche Untersuchung fest, daß Spionageverdacht vorliegt, dann ist das Generalkommando in Frankfurt sofort zu unterrichten. Alle Ausländer sind anzuhalten, sich binnen 24 Stunden bei den Landräten bzw. Polizeibehörden der Stadtkreise zu melden. Erscheinen sie verdächtig, so sind sie zu verhaften. Brücken, Tunnels und ähnliche Bauwerke aller wichtigeren Strecken müssen ausreichend ständig bewacht sein. Alle die Landstraßen befahrenden, nicht ohne weiteres bekannten Kraftwagen, sind in den Ortschaften anzuhalten, damit die Insassen sich ausweisen. Erscheinen diese verdächtig, so sind sie zu verhaften. Russische Sommerarbeiter sind aus besonders gefährdeten Gebieten sofort abzuschieben, als das militärische Interesse es erheischt.
    (Mobilmachungsmappe der Gemeinde Breithardt)
  • Am 3. August, morgens 4:30 Uhr geht ein Trupp Pferde von StM nach Langenschwalbach. Nachts wird die Festung Mainz beständig von Scheinwerfern beleuchtet.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 13 / Kirchenchronik)

  •  04. August 1914
    Den einstweiligen und endgültig angestellten Lehrkräften die für den Heeres- bzw. Krankenpflegedienst Verwendung finden, ist das dienstliche Einkommen unverkürzt weiter zu gewähren.
    (Mobilmachungsmappe der Gemeinde Breithardt)
  • Bewachungsvorkehrungen für das Dorf, weil mit Spionage und Brunnenvergiftung gerechnet wird.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 13, Kirchenchronik)

  • 05. August 1914
    Nach 17 Uhr machen sich die Leute aus StM und umliegender Ortschaften in der Gegend des Georgentaler Hofs auf die Suche nach dem Auto, das Tags zuvor gegen 22 Uhr von StM ausfahren gehört wurde. Durch die Suche klärt sich die Sache dahingehend auf, dass es sich dabei um das Auto des Kreistierarztes gehandelt hat, das nach Wingsbach gefahren ist.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 13, Kirchenchronik)

  • 06. August 1914
    Nach ca. 5 Uhr wird ein Fremder an der Absperrung bei der Bürgermeisterei angehalten, ca. 30 Jahre alt, der aber wieder gehen gelassen wird. Nach seinen Papieren soll er Heymann heißen und von Holzheim bei Limburg sein. Er hat ein Hoch auf Frankreich ausgebracht.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 13/14, Kirchenchronik)

  • 08. August 1914
    Die Gemeinden werden ersucht, ein Verzeichnis von Bedürftigen Familien von in Dienst eingetretenen Mannschaften der Reserve, Landwehr, Ersatzreserve, Seewehr und des Landsturmes zu erstellen, da diesen nach Reichsgesetz eine Unterstützung zusteht.
    (Mobilmachungsmappe der Gemeinde Breithardt)

  • 09. August 1914
    Die Verhältnisse haben sich hier in den Ortschaften wieder ganz beruhigt, nachdem die Woche über die reinste Jagd gewesen war und Nachts die Wasserleitung und die Ortschaft bewacht worden ist, weil mit Fliegern, Autos und Spionen gerechnet wurde.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 11 / Kirchenchronik, Kirchenchronik)
    ... wir sind heute Morgen um 9 Uhr von Mainz abgefahren und sind jetzt durch die bayerische Pfalz in Lauterecken Station angekommen. Wir kommen an die französische Grenze bis wohin wir fuhren und wo wir ausgeladen wurden...

  • 10. August 1914
    Spionageverdächtige Personen sind der Polizeibehörde Mainz oder Wiesbaden zuzuführen und in Polizeigewahrsam zu nehmen (in Mainz im Provinzial-Arresthaus).
    (Mobilmachungsmappe der Gemeinde Breithardt)

  • 12. August 1914
    ... teile Euch mit, dass wir  Bayern, Elsass und Luxemburg durchreist haben. Wir liegen für 2 Tage, Dienstag und Mittwoch im Lazarett. Heute werden wir in Stellung gehen...

  • 13. August 1914
    Den Müllereibetrieben fällt in Kriegszeiten eine wichtige Aufgabe zu. Die Bürgermeister werden angehalten mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln Müllereien anzuhalten, sofort nach Einbringung der Ernte , alle von der Bevölkerung zu Teil werdenden Aufträge schnellstens zu erledigen. Dies ist zur Nahrungsmittelversorgung unerläßlich und eine nationale Pflicht.
    (Mobilmachungsmappe der Gemeinde Breithardt)

  • 14. August 1914
    Auf Grund des §3 des Kriegsleistungsgesetzes vom 13. Juni 1873 werden die Gemeinden aufgefordert für die Militärverwaltung Wagen und Pferde mit vollständiger Beschirrung und Gespannführer zu stellen. Die Wagenführer wollen sich auf eine längere Reise einrichten und entsprechende Futtervorräte für mehrere Tage mitbringen.
    (Mobilmachungsmappe der Gemeinde Breithardt)

  • 17. August 1914
    Auf Anordnung des stellvertretenden Generalkommandos des 18. Armeekorps wird nochmals darauf hingewiesen, daß alle Benzin- und Benzolmengen für den Privatgebrauch gesperrt werden. Eine Abgabe darf nur an Heeresfahrzeuge, Krankenhäuser, Feuerwehren und Fabriken gegen amtliche Bescheinigung erfolgen.
    (Mobilmachungsmappe der Gemeinde Breithardt)

  • 18. August 1914
    Die Bürgermeister werden ersucht, ohne daß unnötige Aufregung in der Bevölkerung verursacht wird, mit allen Mitteln dafür sorgen, daß die vorhanden Hafervorräte alter Ernte für die Deckung des Kriegsbedarfes zurückgehalten und nicht in den Handel gegeben werden. Gefüttert darf werden. Eine Ausnahme bildet nur der direkte Ankauf durch die Heeresverwaltung.
    (Mobilmachungsmappe der Gemeinde Breithardt)

  • 19. August 1914
    Die Gemeinden haben zu melden, wieviel kriegsbrauchbare Pferde noch vorhanden sind.
    (Mobilmachungsmappe der Gemeinde Breithardt)

  • 22. August 1914
    Zur Deckung des Bedarfes an Pferden für den Krieg, haben die Gemeinden in der Reithalle 4 in Langenschwalbach Pferde vorzuführen.
    (Mobilmachungsmappe der Gemeinde Breithardt)

  • 27. August 1914
    ... wir haben schon schwere Gefechte mitgemacht. Heute Nacht gehen wir über die Mass gegen Sedan. Wir haben schon schwere Tage und schweren Hunger gehabt. Heute hatten wir mal etwas ausnahmsweise Gutes, denn wir hatten heute Morgen hier in dem Dorf ein Schwein gefangen und abgeschlachtet. Da hatten wir heute Mittag Schweinefleisch, Kartoffel und Suppe...

  • 22. September 1914
    ... wir waren 5 Tage hier bei Reims in der Nähe vom Marnekanal, 5 Tage in Stellung. Wir waren stark im Feuer aber Gott der Herr war bei uns und hat uns. Es ist eine Festung mit Sperrfeuer. Das 10. Korps hat uns abgelöst mit schweren Geschützen und wir gehen heute den 22ten an den rechten Flügel. Wenn wir dasselbe haben, dann ist uns der Weg nach Paris jedenfalls frei...

  • 03. Oktober 1914
    ... wir sind schon seit 22tem ununterbrochen im Feuer und immer im Freien. Zu essen haben wir genug, aber am Tabak und Zigaretten fehlt es uns, denn wir haben die schönste Zeit für zum Rauchen. Am 30ten und am 2ten haben wir 2 Dörfer unter Feuer genommen, welche von Franzosen besetzt waren. Da sah es schrecklich aus. Die Franzosen lagen haufenweis, 40 Stück auf einem Haufen. Es war kein Haus mehr was unbeschossen geblieben ist. Du machst Dir keinen Begriff, wie es da ausgesehen hat. Soldaten, Pferde, Zivil, Vieh, Hunde kurz und gut, alles ist zusammengeschossen worden was da war. Ihr könnt Gott danken, dass es nicht in unserem Land ist. Die Leute wissen nicht, wo sie hin flüchten sollen. Das Vieh läuft herrenlos hier im Lande umher und wird von uns geschlachtet. Kartoffeln werden ausgemacht. Wir essen meistens Fleisch, Kartoffeln, gekochte und rohe Äpfel und Brot und Zwieback. Hier haben die Leute ihre Frucht alle im Felde auf großen runden Haufen sitzen. Die Dreschmaschinen waren von Franzosen bekrönt. Sie müssen die Frucht vor unseren Armeen dreschen. Der Hafer wird mit den Pferden gefüttert und Korn und Weizen zu Brot gebacken. Das Heu wird den Leuten aus den Scheunen und Ställen geholt und mit den Pferden gefüttert, sodass die Leute überhaupt nichts mehr haben. So ein Krieg ist was Schreckliches und es wäre gut, wenn er bald ein Ende hätte...

  • 05. Oktober 1914
    Der stellvertretende Generalstab teilt mit, daß es dringend erforderlich ist, daß nicht nur die Hotels und Pensionate, sondern auch die sogenannten Zimmervermieter energisch angehalten werden, evtl. unter Androhung großer Strafen, die bei ihnen zuziehenden Fremden anzumelden. Es ist anzunehmen, dass Spionage-Agenten sich deutscher Pässe bedienen, die deutschen Staatsangehörigen in Rußland fortgenommen worden sind.
    (Mobilmachungsmappe der Gemeinde Breithardt)

  • 08. Oktober 1914
    Morgens gehen zwei schwere Wagen voll Kartoffeln, Gemüse, Butter, Eier und zwei Kisten Wäsche und Kleidungsstücke an das Rote Kreuz in Langenschwalbach ab, für Soldaten und die Ostpreußen.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 14, Kirchenchronik)
    ... heute haben wir 11 Mann Kriegsfreiwillige bekommen und ich und noch 10 sind dafür zurückgekommen aus der Batterie und sind vorläufig bei der Bagage. Ob wir da bleiben oder ob wir weiter zurückkommen kann ich Euch noch nicht schreiben. Heute waren wir den ganzen Tag hier in dem Städtchen Roye und haben uns hier in einem Haus einquartiert. Das Haus ist leer, die Leute sind fort. Jedenfalls aus Angst vor den Deutschen. Da sind wir zusammen drin. Weiter weiß ich Euch nichts zu schreiben, als dass wir den Feind alle Tage mehr zurückdrängen. Gestern haben 15 bayerische Infanteristen 250 Mann Franzosen gefangen genommen und 5 Offiziere...

  • 14.Oktober 1914
    ... bin jetzt bei der leichten Kolonne 1/63. Wir liegen hier schon seit über 8 Tagen in der Stadt. Gefechte hatten wir in den letzten 8 Tagen keine. Es ist eben ziemlich ruhig hier bei uns, denn wir gehen eher nicht vor bis wir die Verstärkung von Antwerpen haben. Denn hier haben 5 Armeekorps gelegen, zur Belagerung. Wenn die jetzt noch hier sind, dann geht es hoffentlich schnell vorwärts. Wenn es bald ein Ende haben wird mit dem Kriege...

  • 19. Oktober 1914
    ... wir waren bis jetzt in der Stadt Roye und sind gestern nach Carrepuis gekommen, denn die Stadt ist noch dreimal beschossen worden und da mussten wir uns zurückziehen. Es ist nur eine halbe Stunde von der Stadt weg...

  • 20. Oktober 1914
    Der königliche Landrat teilt mit, dass von verschiedenen örtlichen Leitern über ungenügende Beteiligung der Jugendlichen, bezüglich der militärischen Vorbereitung, berichtet wird. Dies ist in der jetzigen ernsten Zeit eine bedauerliche Erscheinung, die unbedingt aufhören muss.
    (Mobilmachungsmappe der Gemeinde Breithardt)

  • 24. Oktober 1914
    ... ich bin am 21ten ins Lazarett gekommen, denn habe mir den Fuß verstaucht am Knöchel und dachte es wird nach einigen Tagen wieder gut, was aber leider nicht der Fall ist...

  • 26. Oktober 1914
    Die in den Gemeinden eintreffenden oder bereits anwesenden Verwundeten sind sofort nach Urlaubspässen bzw. militärärztlichen Ausweisen zu befragen. In Fällen von Unregelmäßigkeiten ist der Betreffende dem nächstgelegenen Militärkommando bzw. Reservelazarett zuzuführen. Verwundete, die angetrunken betroffen werden oder sonstwie durch ihr Haltung und prahlerischen Reden über Kriegserlebnisse in Gastwirtschaften besonders unangenehm auffallen, sind möglichst bald unter Zuhülfenahme von anderen Soldaten in ihr Quartier zu befördern. Die Namen der betreffenden Verwundeten müssen dem Truppenteil bzw. Reservelazarett zur Kenntnis gebracht werden.
    (Mobilmachungsmappe der Gemeinde Breithardt)

  • 27. Oktober 1914
    ... teile Euch hierdurch mit, dass ich hier in Rolands Eck im Erholungsheim bin. Es ist ein Kurort zwischen Coblenz und Bonn am Rhein. Wie ich Euch geschrieben habe werdet Ihr wohl wissen, dass ich mir meinen linken Fuß verstaucht habe. Es geht mir aber bis jetzt noch ganz gut und hier können wir es aushalten, denn hier an dem Rhein ist es wunderschön...

  • 15. Dezember 1914
    Weihnachtsgruß an die Soldaten abgeschickt.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 14, Kirchenchronik)

  • 25. Dezember 1914
    Nachmittags kommt endlich der lang ersehnte Petroleumwagen, da schon ein lange Zeit lang kein Petroleum mehr zu haben war. Es sind eine ganze Anzahl von Soldaten in Urlaub hier. Beim Gottesdienst werden an die Strinzer Kinder Lebkuchen und Konfekt verteilt. Eines sonstige besondere Weihnachtsfeier kann wegen der Kriegsverhältnisse nicht veranstaltet werden.  
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 14, Kirchenchronik)

1915

Pfarrer: Ernst Schilp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Julius Emil Schlicht

Ereignisse

  • Nach einer Kriegstagung des MGV "Eintracht" kommt das Vereinsleben zum Erliegen. Grund hierfür ist, dass achtzehn Mitglieder aktiv am Kriegsgeschehen teilnehmen.
    (Festschrift 100 Jahr MGV Eintracht 1891 / 1991)
  • Die Gemeinde wird aufgefordert, zur Erneuerung der Schulbänke die entsprechenden Geldmittel im Etat 1915 vorzusehen. Bürgermeister Schmidt bittet, dass die Anschaffung der Bänke um ein Jahr zurückgestellt wird, da es durch den Krieg viele unvorhergesehnen Ausgaben gibt und die Holzeinnahmen beinahe 2000 Mark unter dem Anschlag geblieben sind.
    (Hessisches Staatsarchiv / Wiesbaden)
Nach der Schlacht am Chemin de Dames
Nach der Schlacht am Chemin de Dames
  • 7. Januar 1915
    ...ich bin jetzt seit dem 4. in Frankfurt beim Stabe von den Kolonnen zugeteilt als Futtermeister und gehe auch mit demselben ins Feld. Wir haben 16 Pferde, da werde ich es hoffentlich nicht so schlimm haben. Wir reiten jeden Tag ins Gelände. Die Pferde schlafen in der Kurfürstenstraße bei Manus im Privatstalle. Urlaub bekommen wir keinen mehr und werden dann, ehe wir ins Feld gehen, nicht mehr nach Hause kommen...

  • 1. Februar 1915
    Von heute ab sämtliche Getreidevorräte und Mehl beschlagnahmt.
    (Stinzer Chronik, Teil 2, Seite 14, Kirchenchronik)

  • 3. Februar 1915
    Adolf Christmann fällt als erster Strinzer Soldat im 1. Weltkrieg
    Siehe auch unter Tod am Mont Tetu

 

 

  • 8. Februar 1915
    Adolf Christmann, unser Nachbar ist in Frankreich gefallen. Großer Jammer.
    (Stinzer Chronik, Teil 2, Seite 14, Kirchenchronik)

  • 18. Februar 1915
    ... endlich sind wir in Ostpreußen angelangt. Wir sind am Mittwochabend von Frankfurt am Güterbahnhof um ½ 3 abgefahren und sind am Samstag in Judtschen bei Insterburg ausgeladen worden und sind die Nacht auf einem Gut geblieben. Wir konnten nämlich nicht mehr weiter kommen, denn der Schnee liegt hier ½ Meter hoch. Sonntag sind wir dann weiter, bis hierher, wo wir jedenfalls ein paar Tage liegenbleiben. Es ist das hier ein Gut von 1000 Morgen Land und 500 Morgen Wald. Es ist hier ganz gut. Heute Morgen waren ich und der Leutnant auf der Jagd und haben ein Reh geschossen. Hier in dieser Gegend waren die Russen auch schon gewesen. Da könnt Ihr Euch denken, dass es nicht so ganz schön aussieht. Hier haben die Russen von dem Gut 300 Stück Rindvieh, 600 lt. Hafer und 12 Pferde mitgenommen und noch so alles ausgeplündert. Es sind hier fast alles große Güter. Auf diesem Gut stehen auch zwei große Dampfmaschinen wo sie ihr Feld ackern. Die Russen sind hier noch in Ostpreußen bis hinter Gumbinnen. Man hört hier ganz weit den Kanonendonner. Man soll es nicht für möglich halten, das hier Krieg zu gange wäre, denn der viele Schnee der hier liegt und die große Kälte die hier ist und trotzdem gibt es alle Tage Gefechte. Wir sind hier bei den Arbeiterfamilien von dem Gut einquartiert. Die Leute sind sehr gut und geben uns auch genug zu Essen, aber Ihr dürft nicht denken, dass es hier so sauber hergeht wie bei mir im Nassauer Ländchen. Aber immerhin sind wir froh, wenn wir etwas Warmes in den Bauch bekommen und ausnahmsweise im Bett schlafen können...
     
  • 23. Februar 1915
    Weitere Musterungen älterer Jahrgänge. Von StM wird alles gezogen nur der Bäcker Hermann Bodenheimer wird seines Berufes wegen freigegeben.
    (Stinzer Chronik, Teil 2, Seite 14, Kirchenchronik)

  • 24. Februar 1915
     ... wir sind hier in der Stadt Augustowo in Polen. Es sieht hier nicht so schön aus in dieser Gegend. Das Gelände ist her sehr gebirgig und Wege kennt man überhaupt nicht hier. Gegenwärtig ist es sehr gelindes Wetter hier. Dörfer gibt es sehr wenige es sind alles einzelne Gehöfte und alles Stroh und Holzdächer. Ich habe ja hier ein ganz schönes Leben aber mit dem Wagen in dieser Gegend zu fahren ist keine Kleinigkeit. Hoffentlich wird es hier in Russland bald ein Ende haben. In den letzten Tagen haben wir wieder 130.000 Gefangene gemacht; hunderte von Geschützen und Maschinengewehren...

  • 5. März 1915
    Heute ist endlich wieder einmal der Petroleum-Mann dagewesen, der schon lange erwartet war.
     (Stinzer Chronik, Teil 2, Seite 15, Kirchenchronik)

  • 10. März 1915
    ... vor allem will ich Dir mitteilen, dass ich mir die große Zehe am linken Fuß verfroren habe, aber er ist bald wieder in Ordnung. Es ist feucht und kalt hier gewesen die letzte Zeit. Jetzt ist es ja nachts auch noch kalt aber am Tage scheint die Sonne schön warm. Wir sind hier auf einem großen Gut Dombrowka. Es sieht allerdings nicht mehr so schön aus. Die Leute haben überhaupt nichts mehr, wir können nicht von Glück genug sagen, dass der Krieg sich nicht in unserem Land abspielt. Allerdings haben die Russen in Ostpreußen schwer gehaust. Sie waren schon 150 km in Ostpreußen vorgedrungen, nun haben sie alles geraubt und geplündert. Nähmaschinen, Bettzeug, Waschmaschinen; kurz und gut alles haben sie ausgeräumt und mitgenommen. Aber jetzt jagen wir sie alle Tage zurück in der Richtung auf Warschau zu. Wir sind ungefähr noch 80 km von Warschau entfernt...
     
  • 18. März 1915
    Zwecks Erweiterung des Nachrichten- und Kundschafterwesens im Falle der Bedrohung und Einschließung der Festung Mainz wird das Gouvernement dieser Festung vorsorglich mit den Bürgermeistern in unmittelbare Verbindung treten. Die bezüglichen Verhandlungen sind streng vertraulich zu behandeln.
    (Mobilmachungsmappe der Gemeinde Breithardt
    "... wie mir Wilhelm heute Morgen geschrieben hat, habt Ihr ein Fohlen bekommen, welches Euch hoffentlich viel Freude gemacht hat, welches mich allerdings auch sehr freut. Wenn ich nur auch einmal zu Hause wäre und könnte es einmal sehen, aber es wird noch nicht so schnell gehen. Morgen früh rücken wir ab nach Muschacken  auf deutschen Boden, aber nur 2 – 3 Tage, dann kommen wir wieder hierher in unser bisheriges Quartier..."

 

  • 25. März 1915
    Adressensammelnde Vereine, Firmen, Verbände usw. werden ersucht, über die im Felde stehenden Personen keine Angaben von den Truppenverbänden und Heereskörpern zu machen.
    (Mobilmachungsmappe der Gemeinde Breithardt)

    "... es ist hier eben Regenwetter und furchtbarer Dreck hier, dass fast nicht durchzukommen ist. Es ist hier alles Sandboden. Da gehen die Räder  bis an die Achsen ein. Wie ich heute gehört habe, werden wir wieder verladen. Wo es hin geht wissen wir selbst noch nicht..."
     
  • 29. März 1915
    Lehrer Helwig aus Hambach hält abends 8 Uhr in der Gastwirtschaft zum Löwen einen Vortrag über die Kriegsernährung.
    (Stinzer Chronik, Teil 2, Seite 15, Kirchenchronik)

  • 4. April 1915
    Von heute ab schlachtfreie Schweine beschlagnahmt.
    (Stinzer Chronik, Teil 2, Seite 15, Kirchenchronik)

  • 9. April 1915
    "... aber kommt man in Dörfer, da macht Ihr Euch keinen Begriff, denn alles von Holz gebaut und Strohdächer welche meisten falls alle windschief sind und von allen Seiten gestützt sind. Es ist jetzt etwas wärmer hier und die Leute laufen meisten falls barfuß.  In die Dörfer ist fast nicht hineinzukommen vor Dreck. Eine vernünftige Straße wie bei uns im Dorf sieht man hier nicht..."

  • 12. April 1915
    3 Soldatengespanne zum Hafersäen im Ort.
    (Stinzer Chronik, Teil 2, Seite 15, Kirchenchronik)

  • 20. April 1915
    "... hoffentlich werde ich bald nach Hause kommen, denn wie man hier hört sind wieder Friedensverhandlungen im Gange mit Russland. Wir liegen noch immer hier in Suwalki, wo wir schon über 3 Wochen liegen. Unser Major sagte, dass wir vielleicht in 2 – 3 Monaten noch hier liegen würden..."

  • 4. Mai 1915
    Nachts um 2:45 Uhr fliegt ein Zeppelin über dem Pfarrhause nach Breithardt zu.
    (Stinzer Chronik, Teil 2, Seite 15, Kirchenchronik)

  • 15. Mai 1915
    "... waren  ½ Stunde von der Grenze und haben dort einen Wagen Heu geholt auf einem großen Gut. Es ist von hier ungefähr 35 km. Bin morgens um ½ 4 von hier weggefahren und bin abends wieder spät zurückgekommen, aber es war wunderschönes Wetter. Haben unterwegs eine Hasen und ein Rebhuhn geschossen... "

  • 24.06.1915
    5 französische Kriegsgefangene kommen zum Arbeiten ins Dorf.
    (Stinzer Chronik, Teil 2, Seite 15, Kirchenchronik)

  • 5. Mai 1915
    18 französische Kriegsgefangene kommen zum Arbeiten ins Dorf.
    (Stinzer Chronik, Teil 2, Seite 15, Kirchenchronik)

  • 1. August 1915
    Mit dem Gottesdienst das Gedächtnis für den gefallenen Moritz Heinzemann verbunden; desgleichen die Erinnerung daran, dass der Krieg nun in das 2. Jahr geht. Die Vereine sind mit ihren Fahnen in der Kirche.
    (Stinzer Chronik, Teil 2, Seite 14, Kirchenchronik)

  • 10. August 1915
    "... du wirst schon lange auf einen Karte oder einen Brief warten, aber es ging nicht früher, denn wir waren 4 Tage auf dem Marsch. Wir liegen jetzt seit gestern hier in Pilwilszki einem kleinem Städtchen, ungefähr 50 km von der Festung Kowno. Es ist fast ganz zerstört, bis auf einzelne Häuser. Wir jedenfalls morgen oder übermorgen abrücken. Von hier wieder näher nach Kowno zu. Hoffentlich werden wir die Festung bald haben. Dann will ich Dir noch die freudige Mitteilung schreiben, dass ich gestern den Orden Das Eiserne Kreuz bekommen habe..."

  • 18. August 1915
    Kowno (Polen) gefallen. Die Fahne wird aufgehängt und vor und nach 1 Uhr mittags je einmal mit beiden Glocken geläutet; abends sind zwei der hiesigen französischen Kriegsgefangenen entwichen, von den Michelbacher Gendarmen aber wieder ergriffen.
    (Stinzer Chronik, Teil 2, Seite 15, Kirchenchronik)

  • 29. September 1915
    "... habe heute Deinen lieben Brief und die freudige Mitteilung erhalten, das Du einen kleinen Bub bekommen hast und alles gut vorüber gegangen ist, welches mich sehr freute..."


  • 03. Oktober 1915
    Beteiligung der Schuljugend an dem Einsammeln der sogenannten Wildfrüchte, Hagebutten, Bucheckern, Eicheln und Schlehen.
    (Stinzer Chronik, Teil 2, Seite 14, Kirchenchronik)

  • 30. Oktober 1915
    "... kurz zur Mitteilung, dass ich jetzt 8 Tage hier im Lazarett liege und habe wieder nichts zu essen bekommen als wie morgens ¼ ltr. Tee, 9 Uhr ¼ ltr. Kakao, mittags einen Teller Schleimsuppe, 4 Uhr wieder Tee und abends Suppe und dann Durchfall dabei. Da kannst Du dir denken, dass ich nicht fett bin. Fühle mich heute etwas besser. Hoffentlich hält es Stand. Ich bin so schwach, dass ich kaum gehen kann..."

  • 04. November 1915
    Wir erhalten heute die erste Karte unseres Sohnes Ernst (Leutnant) aus seiner Gefangenschaft in Rußland.
    (Stinzer Chronik, Teil 2, Seite 15, Kirchenchronik)

  • 16. November 1915
    "...heute Vormittag war ich hier am Bahnhof von Mitau zum Proviantempfang um 11 Uhr. Da kam ein russischer Flieger und hat 6 Bomben geworfen. Hat aber weiter keinen Schaden angerichtet. Ich war nicht weit davon, habe aber nichts von abbekommen..."

  • 25. November 1915
    "... du schreibst, Du wärst froh, wenn ich wieder einmal auf Urlaub käme, aber da ist vorläufig nicht daran zu denken, denn der Oberstleutnant war froh, wie ich wieder da war und die anderen wollen auch gern einmal nach Hause. Du must Dich trösten bis Frühjahr..."
  • 04. Dezember 1915
    Die Gemeinde liefert heute Hafer für das Heer. Es ist die 2. Lieferung für diesen Herbst.
    (Stinzer Chronik, Teil 2, Seite 14, Kirchenchronik)

  • 12. Dezember 1915
    "... liebe Toni, Weihnachten sind vor der Tür und der Krieg ist immer noch nicht zu Ende. Voriges Jahr hoffte man schon der Krieg wäre bis Weihnachten nur aber wer weiß, wie lange es noch dauert. Es wird vielleicht noch einmal Weihnachten und wir sind immer noch im Felde, was wir allerdings nicht hoffen wollen. Wäre ja Weihnachten gerne zu Hause aber leider kann es nicht sein..."

  • 25. Dezember 1915
    "... ich will Dir kurz unsere Feier von gestern lebend schildern. Abends 7 Uhr mussten sämtliche Leute  vom Stabe da sein. Dann wurde ein kleines Theaterstück vorgetragen  welches von unserem Herrn Doktor selbst aufgesetzt war und in welchem  dann so alles darin vorkam was man das Jahr über erlebt hatte im Stabe und wurde von 4 Leuten von uns gemacht und war sehr schön. Dann hat Herr Oberst-Leutnant eine kleine Ansprache gehalten und dann wurden die Geschenke an die Mannschaften ausgeteilt. Es bekam jeder zwei Tafeln Schokolade, Zuckerzeug, 15 Zigarren und 25 Zigaretten. Dann wurde um den großen Weihnachtsbaum herum gestellt und die Lieder „O du Fröhliche“ und „Stille Nacht“ gesungen und dann wurde den ganzen Abend Grog getrunken u. gesungen bis 11 Uhr, sodass wir dann mit schweren Köpfen zu Bette gingen. Das war der Gang unserer Weihnachtsfeier im Felde..."

 

Gefallene

03.02.1915 - Adolf Christmann als erster Strinzer im Ersten Weltkrieg. Er gehörte zum
                       Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 80  im Range eines Musketiers.

                       (Das Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 80 im Weltkriege, 1914/18)

                       Siehe auch unter Tod am Mont Tetu

16.05.1915 - Moritz Heinzemann

00.06.1915 - Willi Hertling

16.07.1915 - A. Gräter

21.10.1915 - W. Hankammer

1916

Pfarrer: Ernst Schilp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Julius Emil Schlicht

Karl Heiler an der Front
Karl Heiler an der Front

Ereignisse

  • 03. Januar 1916
    Es wird wieder Petroleum verteilt.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 15, Kirchenchronik)
  • 13. Januar 1916
    Es wird wieder Petroleum verteilt.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 15, Kirchenchronik)
  • 23. Januar 1916
    Messung des Nußbaumes auf dem Friedhof zu Niederlibbach, wegen Beschlagnahme der Nußbäume.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 16, Kirchenchronik)
  • 11. Februar 1916
    Die Gemeinde liefert Kartoffeln nach Wiesbaden.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 16, Kirchenchronik)
  • 20. Februar 1916
    Versammlung in der Schule. Die Leute sollen noch eine Menge Korn und Hafer liefern. Die betreffende Frucht ist teilweise gar nicht gewachsen, während vielleicht einige Leute auch Frucht verfüttert haben.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 16, Kirchenchronik)
  • 27. Februar 1916
    Nachmittags vernehmen wir die Luftwellen (???)  von dem Artilleriefeuer bei Verdun.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 16, Kirchenchronik)
  • März 1916
    Typhus im Ort
    (Feldpostbrief)
  • 13. März 1916
    Wir bekommen einen Sack Mais für die Hühner.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 15, Kirchenchronik)
  • 24. März 1916
    Mittags liefern wir unser Kupfer und Messing ab.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 16, Kirchenchronik)
  • 02. April 1916
    Es findet eine Granatennagelung zu Gunsten der Kriegshinterbliebenen und -verwundeten statt.
    (Sammelbuch, Archiv der Gemeinde Hohenstein)
    Siehe auch unter Granatennagelung
  • 18. April 1916
    Fast die ganze Franzosenmanschaft muss mit den Gemeindemitgliedern an den Wegen in der Gemarkung arbeiten helfen.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 15, Kirchenchronik)
  • 22. April 1916
    Die Gemeinde liefert 350 ztr. Kartoffeln für Frankfurt nach Station Kettenbach.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 16, Kirchenchronik)
  • 24. April 1916
    An der Konfirmationsfeier nehmen ein paar französische Kriegsgefangene teil, worüber ich mich sehr gefreut habe.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 16, Kirchenchronik)
  • 25. Mai 1916
    Es werden Karten für Seife ausgegeben.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 15, Kirchenchronik)
  • 09. Juni 1916
    Es findet wieder eine Granatennagelung zu Gunsten der Kriegshinterbliebenen und -verwundeten statt.
    (Sammelbuch, Archiv der Gemeinde Hohenstein)
    Siehe auch unter Granatennagelung
  • 10. Juni 1916
    Die Leute geben in der Schule ihre Ernteflächen an
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 16, Kirchenchronik)
  • 11. Juni 1916
    Französische Gefangene, die in Niederlibbach bei Gastwirt August Kimpel leigen, arbeiten an der Aufstellung der Masten für die elektrische Überlandstrom-Licht- und Kraftanlage.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 16/17, Kirchenchronik
  • 18. Juni 1916
    Die Bewohner müssen in der Schule ihre Buttererträge angeben.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 15, Kirchenchronik)
  • 19. Juni 1916
    Auf dem Kirchenberg werden die Masten für die elektrische Strom- und Lichtanlage gestellt.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 17, Kirchenchronik)
  • 27. Juni 1916
    Es werden Karten für Gries und Seifenersatz ausgegeben.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 15, Kirchenchronik)
  • 07. Juli 1916
    Es findet wieder eine Granatennagelung zu Gunsten der Kriegshinterbliebenen und -verwundeten statt.
    (Sammelbuch, Archiv der Gemeinde Hohenstein)
    Siehe auch unter Granatennagelung
  • 17. Juli 1916
    Es wird Einmachzucker abgegeben für 2 Mark pro Person.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 16, Kirchenchronik)
  • 1. August 1916
    Nachmittags Gang in die Häuser wegen Kriegsanleihen.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 17, Kirchenchronik)
  • 2. August 1916
    Der Gendarm macht die Runde im Dorf wegen Butter.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 17, Kirchenchronik)
  • 10. August 1916
    Eine Ziege wird mit 75 Mark bezahlt. Der Vorkriegspreis lag zwischen 15 - 20 Mark.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 17, Kirchenchronik)

    Es findet wieder eine Granatennagelung zu Gunsten der Kriegshinterbliebenen und -verwundeten statt.
    (Sammelbuch, Archiv der Gemeinde Hohenstein)
    Siehe auch unter Granatennagelung
  • 28. August 1916
    In der Gemeinde wird Kleie für das Vieh verteilt.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 16, Kirchenchronik)
  • 10. September 1916
    Zum Gottesdienst und zur Christenlehre ist niemand erschienen, da die Leute wegen des sehr günstigen Wetters von heute bereits am Morgen an das Grummet gegangen sind.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 16, Kirchenchronik)
  • 21. September 1916
    Es findet wieder eine Granatennagelung zu Gunsten der Kriegshinterbliebenen und -verwundeten statt.
    (Sammelbuch, Archiv der Gemeinde Hohenstein)
    Siehe auch unter Granatennagelung
  • 28. September 1916
    Es wird wieder Zucker in der Gemeinde verteilt, für 3 Mark por Person.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 16, Kirchenchronik)
  • 10. Oktober 1916
    Es wird Salz in der Gemeinde verteilt.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 16, Kirchenchronik)
  • 12. Oktober 1916
    Es werden die neuen Mahlscheine ausgegeben.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 16, Kirchenchronik)
  • 25., 27., 28. Oktober 1916
    Die Schulkinder sammeln unter Aufsicht des Lehrers Schlicht Bucheckern.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 16, Kirchenchronik)
  • 03. November 1916
    Pro Person und Woche werden nur noch 90 gr. Butter zugestanden.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 16, Kirchenchronik)
  • 11. Dezember 1916
    Wir bekommen von privater Seite von Wehen und Wiesbaden noch 7 und 10 Schoppen (1 Schoppen = 1/2 Liter) Petroleum, sonst hätten wir im Finsteren sitzen müssen.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 16, Kirchenchronik)
  • 15. November 1916
    Die Drähte an der elektrischen Kraftstoffleitung werden angemacht. Gefangene Franzosen sind die Arbeiter dabei.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 17, Kirchenchronik)
  • 2. Dezember 1916
    Die Vorräte an Kohlraben werden aufgenommen.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 17, Kirchenchronik)
  • 15. Dezember 1916
    Wir erhalten abends, durch die deutsch-amerikanische Petroleum-Gesellschaft 20 Liter Petroleum zu je 20 Pfennig. Auch die Gemeinde bekommt Petroleum geliefert.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 16, Kirchenchronik)
  • 16. Dezember 1916
    Das Tags zuvor gelieferte Petroleum wird an die Gemeindemitglieder abgegeben.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 16, Kirchenchronik)
  • Ab sofort dürfen keien Kohlraben mehr verfüttert werden.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 17, Kirchenchronik)

Gefallene

08.02.1916 - Reinhard Walter
                         Er diente beim Landwehr Infanterie Regiment Nr. 80, 3. Kompanie, Dienstgrad: Gefreiter

05.06.1916 - Wilhelm Müller

03.08.1916 - Moritz Schneider

08.09.1916 - Reinhard Wahl, Frankreich bei Roy

Grabstein Reinhard Walter
Grabstein Reinhard Walter

1917

Pfarrer: Ernst Schilp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Julius Emil Schlicht

August Hankammer an der Front
August Hankammer an der Front

Ereignisse

  • 10 Januar 1917
    Die Zinnprospektpfeifen an den Orgeln werden beschlagnahmt.
    (Stinzer Chronik, Teil 2, Seite 17, Kirchenchronik)
    Siehe auch unter Ausgepfiffen
  • 14. Januar 1917
    Gemeindeversammlung in der Schule. Die Leute müssen Ihren täglichen Milchertrag angeben.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 17, Kirchenchronik)
  • 16. Januar 1917
    Die Gemeinde liefert wieder Hafer nach Station Kettenbach.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 17, Kirchenchronik)
  • 21. Januar 1917
    In der Schule soll angegeben werden, was noch an Kleie geliefert werden kann.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 17, Kirchenchronik)
  • 05. Februar 1917
    Wir schlachten beide Schweine, von denen das eine bloß 75 Pfd. und das andere nur 96 Pfd. wiegt, da die armen Tiere nicht besser gefüttert werden konnten, weil es an Futter fehlt und Kartoffel nicht gefüttert werden dürfen.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 19, Kirchenchronik)
  • 27. Februar 1917
    Es werden 11 Zentner Zucker in der Gemeinde verteilt. Wir bekommen auf 5 Personen 14 Pfd.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 17, Kirchenchronik)
  • 04. April 1917
    Die Gemeinde soll noch über 800 Zentner Kartoffeln liefern, wir selbst noch 880 Pfd. Es bleibt uns fast nichts übrig.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 17, Kirchenchronik)
  • 17. April 1917
    Es wird Petroleum ausgegeben. Wir bekommen 1 ltr.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 17, Kirchenchronik)
  • 12. Mai 1917
    T..lieferung an die Gemeinde
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 17, Kirchenchronik)
  • 16. Mai 1917
    Karl Wahl hat sich mit seinem Rasiermesser den Hals tief durchgeschnitten und ist gegen 17:00 Uhr  tot aufgefunden worden.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 19, Kirchenchronik)
    Siehe hierzu auch unter Die Qual der Wahl(s)
  • 26. Juni 1917
    Abends habe ich mit Schmied Wilhelm Klein die Prospektpfeifen aus der Orgel herausgenommen.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 18, Kirchenchronik)
  • 30. Juni 1917
    Die Orgelpfeiffen gehen morgens durch Gastwirt August Schneider ans Landratsamt in Langenschwalbach
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 18, Kirchenchronik)
  • 07. Juli 1917
    Das Landratsamt sendet den Auftrag zum Abbau der Kirchenglocken
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 18, Kirchenchronik)
    Siehe auch unter Glockenspiel 1
  • 08. Juli 1917
    18:00, Sitzung wegen der großen Glocken, die an die Heeresverwaltung abgegeben werden müssen
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 18, Kirchenchronik)
  • 13. Juli 1917
    Nachmittags Gang zum Landratsamt Langeschwalbach wegen der großen Glocken. Die Gemeindemitglieder wollen dieselben nicht fortlassen. Abschlägiger Bescheid.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 18, Kirchenchronik)
  • 14. Juli 1917
    Herr Bürgermeister August Schmidt geht auch noch einmal wegen der großen Glocken nach Langenschwalbach: Wieder abschlägiger Bescheid.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 18, Kirchenchronik)
  • 15. Juli 1917
    Die beiden großen Glocken heute zum letzten Mal zum Gottesdienst geläutet.
    Abends 20:15 Uhr Geläut mit beiden Glocken zum Abschied
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 18, Kirchenchronik) 
  • 16. Juli 1917
    Schmied Wilhelm Klein mit Geselle und Zimmermann Karl Schäfert bauen Morgens die großen Glocken aus. Sie wiegen 653 kg.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 18, Kirchenchronik)
  • 17. Juli 1917
    Die Polizei- und Gemeindebehörden werden angewiesen, glaubwürdige Nachrichten über Fliegerangriffe sofort und ohne Innehaltung des vorgeschriebenen Dienstweges zu melden.
    (Mobilmachungsmappe der Gemeinde Breithardt)
    Karl Baum fährt die Glocken nach Idstein.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 18, Kirchenchronik)
  • 14. Oktober 1917
    Der Missionar Stahl von der Baseler Mission in Kamerun hält in der Kirche einen Gottesdienst ab, um den Gemeindemitgliedern über das Geschick der Missionare, sowie der in Kamerun ansässig gewesenen sonstigen deutschen Volksgenossen und das Missionswerk daselbst bei Ausbruch des Krieges eine orientierende Darstellung zu geben. Dabei wurden für 19,40 Mk Missionsschriften an die Gemeindemitglieder verkauft. Hoffentlich haben die Gemeindemitglieder einen rechten Segen von dem Ganzen gehabt und die Schmach und das furchtbare Leiden tief mitempfunden, das unsere Volksgenossen haben erdulden müssen.
    (Evangelischer Gemeindebote für den Synodalkreis Kirberg, Nr. 6, Jan. 1918)
  • 29. Oktober 1917
    Die Wolle an den Staat abgeliefert durch einen Juden namens Meyer von Kettenbach.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 18, Kirchenchronik)
  • 9. November 1917
    Der Herr Landrat hält um 16:00 Uhr in der Schule Sprechstunde ab.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 18, Kirchenchronik)
  • 16. Dezember 1917
    Die Kohlen für die Kirche sind alle geworden. Wir haben nur noch eine Kleinigkeit Petroleum und sizten im Dunkel.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 19, Kirchenchronik)
  • 18. Dezember 1917
    Abends kommt endlich der Petroleum-Wagen.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 19, Kirchenchronik)
  • 19. Dezember 1917
    Petroleum-Ausgabe. Wir bekommen bloß 5 Schoppen (1 Schoppen = 1/2 Liter).
    Der Schmied Wilhelm Klein verteilt etwas Karbid zur Beleuchtung mit entsprechenden Lämpchen. Wir sizten dunkel und müssen ganz früh zu Bett gehen.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 19, Kirchenchronik)
  • 28. Dezember 1917
    Gemeindeversammlung in der Schule wegen Kartoffellieferung.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 19, Kirchenchronik)

Gefallene

06.09.1917 - Emil Faust

10.10.1917  - Wilhelm Hankammer

30.11.1917  - Wilhelm Fuhr

1918

Pfarrer: Ernst Schilp / Bürgermeister: August Schmidt / Lehrer: Julius Emil Schlicht

Ereignisse

  • 2. Januar 1918
    Die Leute im Ort und die Kriegsgefangenen müssen Holz fällen.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 19, Kirchenchronik)
  • 13. Januar 1918
    Der Gottesdienst muss in der Schule abgehalten werdne, da wir keine Kohle mehr für den Kirchenofen haben.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 19, Kirchenchronik)
  • 24. Januar 1918
    Die Pferde müssen nach Langenschwalbach zur Musterung.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 19, Kirchenchronik)
  • 27. Januar 1918
    Kaisergeburtstagsfeier
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 19, Kirchenchronik)
  • 15. Februar 1918
    Die Fruchtvorräte werden nachgemessen durch den Herrn Wachtmeister.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 19/20, Kirchenchronik)
  • 24. März 1918
    Umfrage in der Gemeinde wegen der 8. Kriegsanleihe.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 20, Kirchenchronik)
  • 20. Juni 1918
    Der letzte Hafer der Gemeinde, etwa 8 Zentner, wird heute abgeliefert
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 20, Kirchenchronik)
  • 20. Juli 1918
    Es wird etwas Futtermehl verteilt. Wir bekommen für unsere Kuh 4 Pfd.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 20, Kirchenchronik)
  • 31. Juli 1918
    Morgens , ca. 09:30 Uhr werfen feindliche Flieger nach Steckenroth zu Bomben ab, die aber keinen Schaden angerichtet haben.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 20, Kirchenchronik)
  • 6. August 1918
    August Ziß ist aus der russischen Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt. Bei den aufgelösten Verhältnissen in Rußland hat er sich einfach davongemacht.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 20, Kirchenchronik)
  • 25. September 1918
    Fliegeralarm in Mainz und Wiesbaden, der eine ganze Anzahl an Opfern fordert.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 20, Kirchenchronik)
  • 6. Oktober 1918
    Günstiger Tag, aber politisch für uns schwarz wie die Nacht. Wir werden anscheinend einen schmachvollen Frieden bekommen. Nachmittags: Niemand zeichnet Kriegsanleihen.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 20, Kirchenchronik)
  • 9. Oktober 1918
    Wir sammeln uns am Nachmittag eine Anzahl Pfd. Eicheln als Schweinefutter.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 20, Kirchenchronik)
  • 11. November 1918
    Ende des Ersten Weltkrieges. 78 Strinzer haben am Krieg teilgenommen. 12 Gefallene sind zu beklagen.
    (Strinzer Chronik)
    StM gehört ab sofort zur französischen Besatzungszone - Brückenkopf Mainz.
    (Red.)
  • 17. November 1918
    Gemeindeversammlung in der Schule. Es wird Bürgerwehr angefordert zur Bewachung des Dorfes.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 20, Kirchenchronik)
  • 20. November 1918
    Buß- und Bettag. Nachmittags soll in der Wirtschaft von August Schneider ein Arbeiter- und Bauern rat gewählt werden, die Sache wird vertagt.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 20, Kirchenchronik)
  • 24. November 1918
    Totenfest. 10 Uhr Wahl eines Arbeiter- und Bauernrates in der Wirtschaft von Schneiders. Nachmittags um halb 3 Versammlung in der Schule wegen Lieferungen und Vorbereitung für die zu erwartenden durchziehenden Truppen.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 20, Kirchenchronik)
  • 25. November 1918
    Morgens gehen die kriegsgefangenen Franzosen hier weg, zunächst nach Wetzlar.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 20/21, Kirchenchronik)
  • 26. November 1918
    Die Kinder schmücken die Schule für etwa durchziehende heimatsfremde Truppen.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 21, Kirchenchronik)
  • 1. Dezember 1918
    Die Mannschaften vom Heer kommen hier bei uns ganz still nach Hause.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 21, Kirchenchronik)
  • 6. Dezember 1918
    Petroleum-Ausgabe 3  Schoppen. Auch bekommen wir 3 Schoppen Rüböl und 2 Röllchen Garn.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 21, Kirchenchronik)
  • 14. Dezember 1918
    Mittags trifft eine französische Besatzung von 14 Mann hier ein.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 21, Kirchenchronik)
    Am 14. Dezember wird StM mit französischen Besatzungstruppen belegt (Im Hohensteiner Archiv existieren noch Abrechnungslisten mit Benennung der Bürger bei denen Truppen untergebracht waren und die Anzahl der Nächte der Unterbringung, über die ganze Zeit der Besetzung des Ortes und zwar geliedert nach Offiziere, Unteroffiziere, Mannschaften und untergebrachte Pferde)
    (Archiv der Gemeinde Hohenstein)

    Über die Besatzungszeit nach dem 1. Weltkrieg habe ich einen eigenen Artikel verfasst. Diesen finden Sie unter Unter französischer Besatzung
Französische Besatzungszone
Französische Besatzungszone

Gefallene

25.06.1918 - A. Deuser

10.10.1918 - W. Hankammer

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Die Strinzer Fahne
Die Strinzer Fahne

Sebastian Vettel fährt durch StM (ab 16:05)

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