Chronik von 1933 - 1945

Strinz zur Zeit des Nationalsozialismus

1933

StM gehört ab sofort zum Dritten Reich.

Pfarrer: Ernst Schilp / Bürgermeister: Adolf Weber / Lehrer: Fritz Schmidt

Statistik

Einwohner: 353

Anzahl der Schüler: 68

Ereignisse

  • Es kommt vermehrt zu Diebstählen in den Landgemeinden. Aus Kostengründen wurde in den Landgemeinden vielfältig auf einen Nachtwächter verzichtet. Der Vorsitzende des Kreisausschusses, Dr.Pollak, empfiehlt diesen Gemeinden im Interesse der Sicherheit des Eigentums einen Nachtwachdienst im Wege der Fronde einzurichten.
    (Schreiben des Kreisausschusses vom 16. 01.1933 / Archiv der Gemeinde Hohenstein)
  • Auf dem Waldsportplatz findet ein Gerätewettkampf zwischen den Turnvereinen Strinz-Margarethä, Hennethal und Wingsbach statt. Der TV 1904 erzielt in der Mannschaftswertung 518, die beiden anderen Vereine 464 Punkte. Die höchste Punktzahl in der Einzelwertung erzielt Karl Hanson vom TV 1904 mit 150 Punkten.
    (Vereinschronik des TV 1904)
  • Gründung eines vereinseigenen Spielmannszugs des TV 1904.
    (Vereinschronik des TV 1904)
  • Bürgermeister Weber wird am 12. März als Spitzenkandidat de NSDAP in den Kreistag gewählt. Später erhält er noch die Ämter des Kreisbauernführers und des stellvertretenden Leiter des Wirtschaftsamtes in Bad Schwalbach. Sein Bruder Ludwig wird Ortsbauernführer, sein Sohn Richard Ortsgruppenleiter der Partei.
    (Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 124)
  • Der Gemeindevorstand beschließt die Anhebung der Steuern für das Rechnungsjahr 1933 wie folgt: 150 % Zuschlag zur staatlichen Grundversorgung I + II. 150% Zuschlag zur Gewerbesteuer, 300% Bürgersteuer. Sonstige Abgaben: 10 RM je Familie an Wassergeld und 1 RM Wassergeld für je Stück Großvieh.
    (Beschluß des Gemeindevorstandes vom 10.09.1933 / Archiv der Gemeinde Hohenstein)

Neue Währung

Siehe auch unter: Im Geldbeutel

Wahlen

Reichstagswahl: NSDAP = 220 Stimmen / KSWR = 2 Stimmen

(Die Hessen als Reichstagswähler / 1990)

1934

Pfarrer: Ernst Schilp; Meneke (Vertretung aus Trinitatis); Schmidt (Vertretung aus Breithardt) / Bürgermeister: Adolf Weber / Lehrer: Fritz Schmidt

Statistik

Anzahl der Schüler: 63

Ereignisse

  • Abschaffung der Pflichtfeuerwehr und Gründung der Freiwilligen Feuerwehr in der heutigen Scheidertalstraße 36. Adolf Hankammer wird von Bürgermeister Weber auf Grund des Gesetzes über das Feuerlöschwesen vom 15.12.1933 zum Führer der Freiwilligen Feuerwehr  ernannt und mit der Gründung der Wehr und Berufung des Führerrates beauftragt. Es ist ein sonniger Tag. Zu der vom Bürgermeister einberufenen Versammlung sind 30 Bürger des Ortes erschienen und erklären ihren Eintritt. Adolf Hankammer ernennt Richard Weber zum Stellvertreter, Willi Fuhr zum Schriftführer und Kassenwart, August Klein zum Gerätewart und Willi Egert, Adolf Guckes und Karl Hanson zu Zugführern. Jedes Gründungsmitglied erhält 2 Flaschen Bier.
    (Chronik der Freiwilligen Feuerwehr StM / 2009, Hessisches Staatsarchiv)
  • Die Gemeinde wird aufgefordert, ein Niederschriftsbuch zur Dokumentation der Gemeindeentschießungen anzuschaffen und zu führen.
    (Schreiben des Landrates vom 21. Juli 1934, Archiv der Gemeinde Hohenstein)
  • Die Eberhaltung von StM liegt seit 50 Jahren in den Händen des Landwirts und Bürgermeister Adolf Weber bzw. dessen verstorbenen Vaters.
    (Hess. Staatsarchiv, Wiesbaden)
  • Auf Druck der Partei wird Adolf Hitler, mit einstimmigem Beschluß, zum Ehrenbürger von StM ernannt.
    (Niederschriftsbuch über die Beratungen der Gemeinde)

1935

Pfarrer: Meneke (Vertretung aus Trinitatis); Schmidt (Vertretung aus Breithardt) / Bürgermeister: Adolf Weber / Lehrer: Fritz Schmidt

Statistik

siehe unter: 1935

Ereignisse

Hier seht Ihr den alten Zylinder von August Hankammer, den er sich im Jahre 1935 gekauft hat. Dies belegt die alte Zeitung aus dem selben Jahr, die noch in dem Karton liegt.

Damit der Hut nicht über die Jahre steif wird, bekommt er bei uns zu Hause von Zeit zu Zeit Ausgang.

(Red.)

  • Die Strinzer Feuerwehr beschafft 1 Tragkraftspritze (TS 4, Pumpenleistung 400 Liter/min) mit entsprechendem Zubehör.
    (Chronik der Freiwilligen Feuerwehr StM / 2009)
  • Der Männergesangsverein hält zum 1. Mal ein Konzert in der Strinzer Kirche.
    (Schulchronik / Strinzer Chronik, Band 2, Seite 31)
  • Die Gemeinde erstellt eine statistische Erhebung zur Standorterforschung für StM.
    (Stat. Erhebung, 1935 / Archiv de Gemeinde Hohenstein)
    Siehe unter: 1935

1936

Pfarrer: Meneke (Vertretung aus Trinitatis); Schmidt (Vertretung aus Breithardt); Walter Maus + Gottwald (Vertretung aus Kettenbach) / Bürgermeister: Adolf Weber / Lehrer: Fritz Schmidt

Ereignisse

  • Die Bauern des Ortes werden verpflichtet, ab sofort Ihre Erträge an den Reichsnährstand zu melden.
    Siehe auch unter: Lückenlose Kontrolle
  • Im Mai wird die Pfarrstelle mit dem mit dem Pfarrverwalter Maus besetzt. Er erteilt einige Wochen den Religionsunterricht. Aus politischen Gründen wird ihm die Weitererteilung untersagt. Der gesamte Religionsunterlicht liegt daraufhin wieder in den Händen des Lehrers.
    (Schulchronik / Strinzer Chronik, Band 2, Seite 31)
    Siehe auch unter: Pfarrer flieht in die Wehrmacht
  • In der Satzung des TV 1904 wird festgelegt, dass bei jedem Vereinsmitglied am Hochzeittag Musik gespielt wird.
    (Vereinschronik des TV 1904)
  • Ausbau der bestehenden Milchgenossenschaft. Zu dieser gehören jetzt alle milchabliefernden Landwirte von Holzhausen, Breithardt, Strinz-Margarethä und Steckenroth. Die Milch wird ab sofort mit dem Auto von Fricke frühmorgens abgeholt und als Frischmilch nach Wiesbaden geliefert. Damit wurde den Bürgern die Möglichkeit gegeben nach Wiesbaden mitzufahren.
    (Beiträge zur Geschichte Hohenstein-Breithardt, -Steckenroth und -Burg-Hohenstein / Pfarrer Weinberger / 1992)
  • Umbau des ehemaligen Stallgebäudes des Pfarrhofes zu einem der ersten Gemeinderäume des Untertaunus.
  • Ein Sturm vernichtet 1.600 rm Holz im Strinzer Wald.
    (Strinzer Chronik)
  • Bei Aufräumarbeiten auf dem Kirchenboden wird eine alte Christusfigur ohne Arme aufgefunden. Da eine Reparatur zu aufwändig erscheint, wird diese Figur dem Nassauischen Landesmuseum zum Kauf angeboten. Nach Begutachtung durch einen Spezialisten ist das Landesmuseum an einem Ankauf interessiert und bietet 100 RM für die Plastik. 
    (Hessisches Staatsarchiv Wiesbaden)
    Es ist davon auszugehen, dass die Figur verkauft wurde.
    (Red.)
  • Zum ersten Mal können am 03. Oktober die Einwohner die Fahrt des aus Amerika heimkehrenden Zeppelins beobachten. Sein stahlblauer Rumpf hebt sich in Richtung Hennethal ab.
    (Beiträge zur Geschichte Hohenstein-Breithardt, -Steckenroth und -Burg-Hohenstein / Pfarrer Weinberger / 1992)
    Es handelt sich dabei um das berühmte Luftschiff "Hindenburg", das vom 01. - 03. Oktober von Lakehurst (USA) nach Frankfurt unterwegs ist. Es benötigt eine Flugzeit von 58 Stunden und 2 Minuten. Die Hindenburg erlangt eine zweifelhafte Berühmtheit durch ihr Explosion im Jahre 1937 bei ihrem Landeanflug in Lakehurst (USA).
    (Red.)
  • "Leider war es im Schuljahr 1935/1936 nicht möglich, eine größere Schülerzahl der HJ zuzuführen, da die Eltern zu sehr die Kosten scheuen. Von dem 19 Schülern der oberen Jahrgänge gehörten an: dem Jungvolk 7 Jungen und dem BdM (Bund deutscher Mädchen / Red.) keine Schülerin.
    (Schulchronik / Strinzer Chronik, Band 2, Seite 31)

 

Strinzer Jugend

1937

Pfarrer: Walter Maus + Gottwald (Vertretung aus Kettenbach) / Bürgermeister: Adolf Weber / Lehrer: Fritz Schmidt; Johannes Buse

Statistik

Schülerzahl: 43

(Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 118)

Allgemeine Ereignisse

Das Flagschiff der deutschen Luftschiffflotte, die "Hindenburg", welches Jahr zuvor noch über unserer Gemarkung zu sehen war, stürzt spektakulär beim Landeanflug in Lakehurst USA, in einem Feuerball, ab.

(Red.)

Absturz der Hindenburg
Absturz der Hindenburg

Ereignisse

  • Lehrer Schmidt hat durch Blumenpflege, Elternabende und größere Schulausflüge schöne Erinnerungen hinterlassen. Er heiratet die Tochter des Lehrers Theo Fischer aus Hennethal und kommt 1937 nach Wiesbaden wo er mehrere Jahre lang an einer Mittelschule unterrichtete.
    (Hess. Staatarchiv Wiesbaden / Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 116)
    Aber es wurde auch mdl. überliefert, dass er den Nazionalsozialisten die Behinderten des Ortes, zwecks Sterilisierung, gemeldet haben soll.
    (mdl. Überlieferung, Name bekannt)
  • Neuer Lehrer in StM wird der Schulamtsbewerber Johannes Buse, geb. 1908 in Herrnkirch.
    (Hess. Staatsarchiv, Wiesbaden)
  • Da Lehrer Buse als Junggeselle nicht im Schulhaus wohnt bleibt die Lehrerdienstwohnung von 1937 bis 1943 unbewohnt. Nur die Hitlerjugend hält zeitweilig ihre Zusammenkünfte  darin.
    (Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 121)
  • Ein kleines Zimmer in der Schule dient ab 1937 einquartierten Truppen als Wachstube und Amtslokal.
    (Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 121)
  • Der Reichsregierung wird der Plan für einen Schulneubau vorgelegt, welcher von dieser aber abgelehnt wird. Die Kulturarbeit.
    (Strinzer Chronik)
  • Eine Liste aus diesem Jahr belegt, dass hier in StM Maulwürfe gejagd wurden.
    (Helmut Hartig)
    Siehe auch unter: Maulwurfjagd

1938

Pfarrer: Walter Maus + Gottwald (Vertretung aus Kettenbach) / Bürgermeister: Adolf Weber / Lehrer: Johannes Buse

Statistik

Schülerzahl: 43

(Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 118)

Ereignisse

  • Auszug aus dem 2. Revisionsbericht des Kreisschulrates über den Schulamtsbewerber Johannes Buse vom 4.7.1938:
    "Als ich die Schule am 1. Oktober 1937 sah, machte die Klasse einen schlappen, äußerlich und innerlich undisziplinierten Eindruck. Haltung, Sprache, Bewegung, alles war lahm. Jetzt ist ein neuer Geist eingezogen. Die Kinder zeigen alle in ihren Bewegungen eine selbstsichere zuchtvolle Haltung.
    (Hess. Staatsarchiv, Wiesbaden)
  • Baubeginn eines Kindergartens in Strinz
Ausflug 1938
Ausflug 1938

1939

Pfarrer: Walter Maus + Gottwald (Vertretung aus Kettenbach) / Bürgermeister: Adolf Weber / Lehrer: Johannes Buse

Statistik

Einwohner: 350

(Landesgeschichtliches Infosystem Hessen / 2011)

 

Anzahl Wohnhäuser: 75

(Strinzer Chronik)

Ereignisse

  • Der Strinzer Pfarrer Walter Maus flüchtet sich schon Anfang des Krieges in die Wehrmacht. Pfarrer waren seinerzeit starken Anfeindungen durch die Nationalsozialisten ausgesetzt. Regimekritiker waren in der Wehrmacht einigermaßen sicher.
    (Internetseite der ev. Kirche StM)

           Siehe auch unter: Pfarrer flieht in die Wehrmacht

  • Der Lehrer Johannes Buse wird nach Bestehen der Prüfung am 1.4. endgültig zum Lehrer in StM ernannt.
    (Hess. Staatsarchiv, Wiesbaden)
  • Der bisherige Vorsitzende des MGV "Eintracht" Emil Kadesch stellt sich aus persönlichen Gründen nicht mehr zu Wahl. Zum neuen Vorsitzenden wird daraufhin der Landwirt Emil Heiler gewählt.
    (Festschrift 100 Jahre MGV Eintracht 1891 / 1991)
  • Im Haus der Familie Hartwig in der Pfalzstraße wird eine Unfallhilfe eingerichtet. Davon zeugt heute noch ein stark verrostetes Blechschild (s.u.) das seinerzeit an der Hauswand angeschraubt war.
    (Helmut Hartwig)
  • Im Oktober legt sich die Gemeinde einen Kartoffeldämpfer zu.
    Siehe auch unter: Der Kartoffeldämpfer

Gefallene

Am 21. September fällt Karl Gräter als erster Strinzer im Zweiten Weltkrieg. Er wurde 22 Jahre alt.

1940

Pfarrer: Gottwald (Vertretung aus Kettenbach) / Bürgermeister: Adolf Weber / Lehrer: Johannes Buse; Presser (Vertretung aus Steckenroth)

Ereignisse

  • Die Strinzer Wehr zählt 32 Mitglieder, wovon einige keine Gründungsmitglieder mehr sind.
    (Chronik der Freiwilligen Feuerwehr / 2009

1941

Pfarrer: Gottwald (Vertretung aus Kettenbach) / Bürgermeister: Adolf Weber / Lehrer: Johannes Buse/ Presser (Vertretung aus Steckenroth)

Statistik

Ereignisse

  • Einweihung des ersten Strinzer Kindergartens nach einer zweijährigen Bauzeit. Die Schnitzerei über dem Eingang stammt von dem Idsteiner Bildhauer Ferdinand Abt.
    (Helmut Hartwig)
  • Der Lehrer Johannes Buse wird am 21. Mai zum Heeresdienst einberufen. Seine Vertretung übernimmt der Lehrer Presser aus Steckenroth.
    (Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 118)
  • 

Gefallene

02.10.1941 Emil Fuhr

08.10.1941 Johann Jusa

10.11.1941 Paul Weber

11.11.1941 Adolf Fuhr

02.12.1941 Willi Hies

31.12.1941 Alois Habich

1942

Pfarrer: Gottwald (Vertretung aus Kettenbach) / Bürgermeister: Adolf Weber / Lehrer: Johannes Buse/ Henrici (Vertretung aus Wingsbach); Müller (Vertretung aus Niederlibbach)

Statistik

Schülerzahl: 32

(Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 118)

Ereignisse

  • Ende des Jahres kommt das Vereinsleben des MGV "Eintracht" abermals zum Erliegen. Um der ungewissen Zukunft Vorsorge zu tragen, wurde ein Vereinstestament geschrieben, in dem festgehalten wurde, dass bei einer Auflösung des Vereins das Vermögen dem Deutschen Sängerbund e. V. zufallen soll.
    (Festschrift 100 Jahre MGV Eintracht 1891 / 1991)
  • Die Schule verzeichnet mit nur 32 Schülern die niedrigste Schülerzahl seit 100 Jahren.
  • Der Lehrer Johannes Buse stirbt als Unteroffizier am 03. Juli, 3 Tage nach seiner schweren Verwundung, in einem Kriegslazarett im Osten, den Heldentod.
    (Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 118)

Gefallene

15.05.1942 Willi Fuhr

03.07.1942 Johannes Buse , Lehrer

21.07.1942 Adolf Fuhr

30.12.1942 August Deuser

1943

Pfarrer: Gottwald (Vertretung aus Kettenbach) / Bürgermeister: Adolf Weber / Lehrer: Johannes Buse / Müller (Vertretung aus Niederlibbach); Richard Weißer

Ereignisse

  • Nutzung des neben dem Pfarrhaus gelegenen Konfirmantensaal zum Gottesdienst, um Heizkosten zu sparen.
  • NS-Aufmarsch am 18. Januar (vermutlich handelt es sich um eine Feier zur Reichsgründung, die im Zuge der „Durchhalteparolen“ organisiert wurden)
    (Gem. Rückseite Bilddokument s.u.) 
  • Neuer Lehrer wird Richard Weißer aus Frankfurt am Main. Nach einem erlittenen Bombenschaden wird er nach StM versetzt.
    (Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 118/119)
  • Am 26. November fallen Fliegerbomben in der Ortsgemarkung.
    (Strinzer Chronik)
  • Um der stetig wachsenden Zahl von Evakuierten Herr zu werden, werden in StM zwei Behelfsheime gebaut.
    (Helmut Hartwig)
    Siehe auch unter Das Behelfsheim

 

Gefallene

03.01.1943 Franz Riedl

07.01.1943 Karl Ziß

03.02.1943 Emil Schneider

06.02.1943 Alfred Klein

01.08.1943 n.n.

18.08.1943 Karl Hankammer

28.08.1943 Emil Schneider

06.11.1943 Emil Kugelstadt

1944

Pfarrer: Gottwald (Vertretung aus Kettenbach) / Bürgermeister: Adolf Weber / Lehrer: Richard Weißer

Ereignisse

Das Strinzer Lied
Das Strinzer Lied
  • Richard Weißer schreibt das Strinzer Lied.
    (Stinzer Chronik)
    Siehe auch unter: Strinzer Lied und Strinzer Rap
  • Belegung des neben dem Pfarrhaus gelegenen Konfirmantensaal mit 7 evakuierten Personen. Dies sollte nur für 10 - 14 Tage erfolgen, hielt aber noch bis über das Kriegsende hinaus an.
    (Hessisches Staatsarchiv)
  • Am 4. Dezember fallen beiderseits der Straße nach Niederlibbach Fliegerbomben.
    (Strinzer Chronik)

Gefallene

22.01.1944 Karl Hies

02.02.1944 Erich Hankammer

20.06.1944 Hermann Schneider

03.07.1944 Hans Buse (Ortslehrer)

07.07.1944 Adolf Faust

09.08.1944 Adolf Wölfinger

15.08.1944 Karl Bodenheimer

12.10.1944 Emil Gräter

1945

Pfarrer: Gottwald (Vertretung aus Kettenbach) / Bürgermeister: Adolf Weber; August Gräter / Lehrer: Richard Weißer; Horst Witt

Statistik

Tierbestand: 265 Kühe, 2 Bullen

(Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 1)

Ereignisse

Der Schullehrer von StM Rektor Richard Weisser beginnt am 1. Juni 1945 mit dem Schreiben einer Ortschronik. Bei den ersten Aufzeichnungen handelt es sich um Interviews mit den zurückkehrenden Frontsoldaten.

  • Ernennung von Frl. Ursula Nissen zur Lehrerin und gleichzeitig Versetzung nach StM zum 1. Januar 1945
    (Hess. Staatsarchiv, Wiesbaden)
  • Am 22. Februar überfliegt ein Aufklärungsflugzeug der Amerikaner Strinz und schießt eine Luftaufnahme.
    (Luftbildarchiv)
    Am 28. März marschieren die Amerikaner in Strinz ein.
    (Strinzer Chronik) 
    Mehr Infos unter: Die letzten Tage

 

  • Am 28. März fallen die Wehrmachtssoldaten Günter Bräsching, Gerhard Knechtsberger, Paul Horstmann und ein vierter Wehrmachtssoldat beim Vormarsch der Amerikaner auf Strinz.
    (Strinzer Chronik)
    Mehr Infos unter: Gefallene in StM
  • Am Ende des Zweiten Weltkrieg sind 26 Gefallene und 8 Vermisste zu beklagen.
    (Strinzer Chronik)
  • Nach dem Zweiten Weltkrieg werden zahlreiche Flüchtlinge in StM untergebracht.
    (Hess. Staatsarchiv, Wiesbaden)
  • Strinz gehört zur amerikanischen Besatzungszone.
    (Red.)
  • Nach dem Einzug der Amerikaner verpflichtet sich Bürgermeister Weber durch Eid, alle Verbindungen mit der Nazipartei abzubrechen und den Anordnungen der Besatzungstruppen zu gehorchen. Trotzdem wird er am 23. Mai abgesetzt und am 28. Juni in Haft genommen.
    (Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 124)
  • Neuer Bürgermeister in StM wird August Gräter, geb. am 19. Oktober 1887 in Burgschwalbach, in StM aufgewachsen, wo er sich 1922 - er ist Maurermeister - ein Haus baute. Sein Amtszimmer wird in den Kindergarten verlegt.
    (Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 124)
  • Die Abordzustände in der Schule sind noch immer höchst unzureichend. Im September läßt der neue Bürgermeister die nötigsten Arbeiten vornehmen.
    (Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 121)

Das sich mit Ende des 2. Weltkrieges die Ereignisse hier in Strinz häuften, habe ich eine extra Rubrik für die Nachkriegszeit erstellt.

Schauen Sie diesbezüglich unter: Neuanfang und

Gefallene

Wilhelm Faust

Kriegsheimkehrer

26.5.45 Alfred Seel, 30.05.45 Richard Hankammer, 01.06.45 Edmund Egert, 03.06.45 Albert Ohlemacher, 02.06.45 Karl Steinmetz, 05.06.45 Alfred Hankammer, 06.06.45 Emil Faust, 15.06.45 Wilhelm Diefenbach, 16.06.45 Willi Wahl, 17.06.45 Karl Baum, 18.06.45 Wilhelm Klein, 22.06.45 Albrecht Ufer, 07.07.45 Adolf Guckes, 03.06.45 Karlheinz Ernst, 09.07.45 Albert Hankammer, 11.07.45 Albert Schneider, 19.07.45 Adolf Deuser, 20.07.45 Wilhelm Schneider, 02.08.45 Richard Chritmann, 06.08.45 Alfred Egert, 2.8.45 Karl Weber, 10.08.45 Karl Hankammer, 17.08.48 Oskar Egert, 18.08.45 Artur Heinzemann, 30.08.48 Ernst Richter, 02.09.45 Arthur Faust, 02.09.45 Günther Puff, 01.09.45 Otto Kögel, 08.09.45 Willi Egert, 12.09.45 Otto Bender, 12.09.45 Ernst Schneider, 03.10.45 Wilhelm Guckes, 03.10.45 August Diefenbach, 12.10.45 Emil Bodenheimer, 25.10.45 August Christmann, 25.10.45 Willi Hankammer, 31.10.45 Moritz Feix, 20.12.45 Adolf Christmann

 

Siehe auch unter Erlebnisse der Heimkehrer

 

Über die Suchfunktion können Sie direkt nach Jahreszahlen oder Ereignissen suchen.

Die Strinzer Fahne
Die Strinzer Fahne

Sebastian Vettel fährt durch StM (ab 16:05)

StM in Google-Map

Klicke hier, wenn Dir meine Hompage gefällt.