Chronik von 0 - 999

Chattendorf (Foto: Wikipedia)
Chattendorf (Foto: Wikipedia)

Unsere hiesige Region wird vom Stamm der Mattiaken bewohnt. Dieser ist wahrscheinlich ein germanischer Teilstamm der Chatten der in der Umgebung von Wiesbaden im Taunus lebt.

 

82 nach Christus und 85 nach Christus kämpften römische Truppen in den sogenannten Chattenkriegen gegen Chatten, die im Taunus und im Gießener Becken leben. In der Folge entstehen die Grenzbefestigungen des Taunuslimes.

 

Die spätere Strinzer Gemarkung liegt direkt am obergermanischen Limes zwischen den römischen Kleinstkastellen Zugmantel und Adolfseck. Dies kommt daher, dass der Steinwald, der heute zum Hofgut Georgenthal gehört, früher Strinzer Gebiet war.

 

Infolgedessen gehört die Strinzer Gemarkung nicht zum römischen Reich sondern zur sogenannten Magna Germania die nicht von römischen Truppen besetzt werden konnte.

Mattiakergebiet (Karte: Wikipedia)
Mattiakergebiet (Karte: Wikipedia)
Römische Legionäre (Bild: Wikipedia - Matthias Kabel)
Römische Legionäre (Bild: Wikipedia - Matthias Kabel)

 

Nach den Chattenkriegen wird der Stamm der Mattiaken Teil des römischen Imperiums.

Der Stamm leistet den Römern Hilfe im Kampf, womit er ein Vorposten der römischen Herrschaft an der Grenze zu Germanien ist.

Die Mattiaken haben auf der germanischen Seite des Limes ihren Wohnsitz, doch ihr Herz und ihre Gesinnung bei den Römern.

305

Im Jahre 305 wird eine Frau hingerichtet, die hunderte Jahre später Namensgeberin von Strinz-Margarethä wird. Margareta von Antiochia.

375

Rekonstrukion von Attila (Bild: Wikipedia / A. Berger)
Rekonstrukion von Attila (Bild: Wikipedia / A. Berger)

Im Jahre 375 beginnt die große Völkerwanderung. Mit der Aussicht auf ein besseres Leben im Römischen Reich, machen sich viele Völker auf, in die Gebiete, die günstigere Lebensbedingungen versprechen.

Als erstes fallen die Hunnen in die westlichen Gebieten ein und verbreiten sich bis an den Rhein, also auch in unsere Gemarkung. Geführt werden die Hunnen durch Attila.

453

Durch den Tod des Hunnenführers Attila zerfällt das Reich der Hunnen.

Das Hunnenreich beim Tod Attilas
Das Hunnenreich beim Tod Attilas

481 -751

Das Strinzer Gebiet gehört zu Austrasien das den östlichen Teil des Frankenreiches beschreibt. Austrasien (also Land im Osten) war meist ein selbstständiges fränkisches Teilkönigreich mit der Hauptstadt Metz. Das Gebiet umfasste die fränkischen Gebiete um Rhein, Maas und Mosel und neben Metz die Orte Reims, Köln und Trier, dazu die Gebiete der besiegten germanischen Stämme.

(Quelle: Wikipedia)
(Quelle: Wikipedia)

719

Der Angelsachse Bonifatius wird vom Papst mit der Christianisierung der gemanischen Völker im östlichen Frankenreich beauftragt. Mehr als 30 Jahre lang verbreitet er den christlichen Glauben u.a. im heutigen Hessen. Zur Festigung des Christentums gründet er zahlreiche Klöster.

780

Kloster Bleidenstadt (Foto: Schwarzer)
Kloster Bleidenstadt (Foto: Schwarzer)

Die Benediktiner-Abtei Kloster Bleidenstadt wird als Mainzer Eigenkloster wahrscheinlich durch Erzbischof Lullus von Mainz gegründet.

Neben vielfachem Streubesitz umfasste das Klostergut die Ortschaften Breithardt, Seitzenhahn, Wehen, Hahn, Strinz-Margarethä, Michelbach, Orlen, Neuhof, Wingsbach, Born, Steckenroth, Reßfeld bei Adolfseck, Ober- und Niederlibbach, Heimbach und den Bleidenstädter Grund.

 

Das Kloster wird für viele Jahre die Geschicke von Strinz-Margarethä bestimmen.

800

Strinz-Margarethä gehört zum Herzogtum Franken. Das Herzogtum Franken war eines der Stammesherzogtümer des ostfränkischen Reichs, die sich gegen Ende der Karolingerzeit Anfang des 10. Jahrhunderts herausbildeten. Sein Gebiet umfasste das heutige Hessen, das nördliche Baden-Württemberg, Südthüringen, weite Teile von Rheinland-Pfalz und Teile der heute fränkischen Gebiete in Bayern.

Herzogtum Franken
Herzogtum Franken

812

Im Jahre 812 wird Bleidenstadt zum ersten Mal in einer Urkunde zur Weihe des Benediktinerklosters durch Erzbischof Richulf erwähnt. Kaiser Karl der Große übertrug darin dem Erzbistum Mainz das Gebiet ungefähr zwischen dem Taunushauptkamm, der Lahn, der Hohen Straße (der heutigen Bäderstraße) und der Hühnerstraße zur Verwaltung.

Diese Urkunde (eine der ältesten in Nassau), trägt zur Namensdeutung von Strinz-Margarethä bei.

"Terminatio eccleasiae sancti Ferrutii in Blidenstadt" (Abgrenzung der Kirche des heiligen Ferrutius in Bleidenstadt).

In dieser Grenzbeschreibung wird zum ersten Mal der Bach Strinzepha genannt und an einer anderen Stelle derselben Urkunde begegnet uns die Wendung "ad Strincephan flumen" (bis an den Strinzer Bach); gemeint ist wahrscheinlich der Aubach von der Michelbacher Hütte bis zur Fischbachmündung in Hennethal.

843

Das Frankenreich wird in vier Teilbereiche aufgeteilt. Das Gebiet von StM fällt dem Königreich von Ludwig dem Deutschen zu.

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Die Strinzer Fahne
Die Strinzer Fahne

Sebastian Vettel fährt durch StM (ab 16:05)

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