Chronik von 1500 bis 1599

1500

StM gehört vermutlich zum Amt Idstein.

1510

Ereignisse

  • Johann von Stockheim, Propst des S. Ferrutius Stiftes zu Bleidenstadt, belehnt (verpachtet) den Grafen Adolf von Nassau, Herrn zu Wiesbaden und Idstein, mit Substituierung des Wilhelm Judden von Eltville, Amtmanns zu Wiesbaden mit den Lehen die Graf Philipp von Nassau-Idstein (Bruder des Graf Adolf) vom Stift innegehabt hatte, den zwei Vogteien zu Würges ("Wedriges") und Kirberg ("Kirppurg") und den Dörfern Strinz-Margarethä, den beiden Libbach ("Lydbach") und Hambach ("Hambach"). G. uff Montag nach dem achtzehenten tag = 14. Janauar 1510.
    (Hessisches Staatsarchiv, Wiesbaden, Abt. 131 Nr. U 240)
  • Graf Adolf von Nassau, Herr zu Wiesbaden und Idstein, reversiert (verpflichtet) sich durch Wilhelm Judden von Eltville, Amtmann zu Wiesbaden, dem Propst Johann von Stockheim des S. Ferrutius Stiftes zu Bleidenstadt über Empfang der früher dem Grafen + Philipp von Nassau-Idstein (Bruder Adolfs) verliehenen Lehen, der zwei Vogteien zu Würges ("Wedriges") und Kirberg ("Kirppurg") und der Dörfer Strinz-Margarethä, der beiden Libbach (Lidbach) und Hambach (Hambach). G. uff Montag nach dem achtzehenten tag = 14. Janauar 1510.
    (Hessisches Staatsarchiv, Wiesbaden, Abt. 131 Nr. U 241)

1513

Ereignisse

  • Johann von Stockheim, Propst des S. Ferrutius Stiftes zu Bleidenstadt, bestätigt dem Grafen Philipp von Nassau, Herrn zu Wiesbaden und Idstein die vom Stift herrührenden und zuvor dem Grafen Adolf von Nassau verliehenen Lehen (Verpachtung) , die zwei Vogteien zu Würges ("Wedriges") und Kirberg (Kirppurgk) und die Dörfer Strinz-Margarethä, die beiden Libbach ("Lidbach") und Hambach ("Hannbach"). G. uff Sampstag nechst nach dem Sontag Quasimodogeniti = 09. April 1513
    (Hessisches Staatsarchiv Wiesbaden, Abt. 131 Nr. U 251)
  • Graf Philipp von Nassau, Herr zu Wiesbaden und Idstein, reversiert (verpflichtet) sich dem Propst Johann von Stockheim des S. Ferrutius Stiftes zu Bleidenstadt über Empfang der zuvor dem Grafen Adolf von Nassau etc. verliehenen Stiftischen Lehen, der zwei Vogteien zu Würges ("Wedriges") und Kirberg (Kirppurgk) und der Dörfer Strinz-Margarethä, der beiden Libbach ("Lidbach") und Hambach ("Hannbach"). G. uff Sampstag nechst nach dem Sontag Quasimodogeniti = 09. April 1513
    (Hessisches Staatsarchiv Wiesbaden, Abt. 131 Nr. U 252)

1514

Stich von der Adolfsecker Mühle
Stich von der Adolfsecker Mühle

Ereignisse

  • Für die nassauischen Eigenleuten (Leibeigenen) gilt bis 1514 der Adolfsecker Mühlenbann. Bisher waren Strinzer Bürger gezwungen ihr Getreide in der Adolfsecker Mühle malen zu lassen. Graf Phillpp von Idstein gestattet seinem Untersaßen Philipp zu Strinz-Margarethen an diesem Ort (StM) eine Mühle zu bauen, in welcher die Bewohner malen zu lassen verpflichtet sein sollen. Der Müller muss dafür eine jährliche Pacht von 3 Malter Korn und 50 Ostereier (!) geben, aber mir Rücksicht auf die Kosten des Neubaus im ersten Jahr frei sein.
    (Geschichte von Nassau, Dr. Schiepke, K. Menzel, 1879, Band 6, Seite 526 - 527 / Urkunde vom 27.4.1514 im Cop. VIII. fol. 32 / Nassauische Analen)
    Red: Es ist nicht bekannt, ob es sich dabei um die heutige Zinkenmühle handelt.
  • 

1520

Ereignisse

  • Bei der Verrechnung der Einnahmen der Herrschaft Idstein vom Weinschank auf "Kirben", vom "Kirchweingeld" und der Weinlieferung zu "Kirben" wird die Kirchweihe zu Strinz-Margarethä am 13. Juli 1520 (uff Freitag nach Margaretha) erwähnt.
    (Nassauische Analen)

1521

Bekannte Namensform

Strintz Margarethe

(Nassauische Analen)

Ereignisse

  • 1521 ersteht die gräfliche Rentei in Idstein 600 Wiesbadener „Doppen" für die Strinzer Kirmes vom 21. Mai zum Gesamtpreis von anderthalb Gulden.
    (Wiesbaden im Mittelalter/Seite 256/Otto Renkoff/1980)

1525

  • Die Eheleute Contz Peter, Mollers Sohn zu StM, verkaufen für 10 fl. der Kirche zu Idstein eine Rente von 1/2 fl. auf spezifische Ländereien in der Gemarkung StM am Dienstag nach Martini 1525.
    (Hessisches Staatsarchiv, Abt. 133/101)

1527

Ereignisse

  • Die Gemeinde liegt mit dem Kloster Bleidenstadt wegen des Haferzinses im Streit. (Nassauische Analen)

1528

Ereignisse

  • Im Streit zwischen dem Stift Bleidenstadt und dem Pfarrer Camberger einerseits und der Gemeinden StM, Hambach und den beiden Libbach anderseits, wollen die Gemeinden 16 Säcke Hafer jährlichen Zinses dem Pfarrer verweigern. 1528 das Urteil gefällt, dass sie ihm 16 Säcke Hafer entrichten müssen.

1536

Ereignisse

1538

Ereignisse

  • Das Klosterstift Bleidenstadt hat 205 Gulden 6 Pfennige Einkünfte zu Dörsdorf, Eisighofen, Berghausen, Mudershausen, Allendorf, Berntrod, Kettenbach, Limbach, Berod, Wolmenbach, Bleidenstatt, Wehen, Strinztrinitatis und Strinzmargarethä.
    (Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige, Bände 38-39, 1917)

1539

Die Stiftskirche St. Martin Idstein (Foto: Schwarzer)
Die Stiftskirche St. Martin Idstein (Foto: Schwarzer)

Ereignisse

  • Strinz-Margarethä zahlt dem Stift St. Martin in Idstein 2 1/2 Goldgulden
    (Die Stifte St. Walpurgis in Weilburg und St. Martin in Idstein / Neuauflage 1980)

1545

  • StM ist mit einem Nassau-Idsteiner Lehen der von Müllermark zu Miehlen (6 fl. Manngeld) belegt.
    (Hessisches Staatsarchiv, Abt. 133 / Müllermark 2)
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Quittung über 6 fl. Manngeld
Quittung über 6 fl. Manngeld

1546

Ereignisse

  • Bei der Verrechnung der Einnahmen der Herrschaft Idstein vom Weinschank auf "Kirben", vom "Kirchweingeld" und der der Weinlieferung zu "Kirben" wird die Kirchweihe zu Strinz-Margarethä am 18. Juli 1546 (Sonntag nach Margaretha) erwähnt.
    (Nassauische Analen)

1550

Ereignisse

  • Die Kirchbaumeister des Stift St. Martin in Idstein kaufen am 11. November in Strinz 1 Gulden Gülte (Grundsteuer).
    (Die Stifte St. Walpurgis in Weilburg und St. Martin in Idstein / Neuauflage 1980)

1558

Ereignisse

Der Albus
Der Albus
  • Im Register der Baumeister des Stiftskirche St. Martin in Idstein erscheinen die Einnahmen der Himmelskirche an ständigen Pensionen in Höhe von 21 Gulden, 8 1/2 Albus (damalige Währung) aus neun Gemeinden, u.a. Strinz-Margarethä.
    (Die Stifte St. Walpurgis in Weilburg und St. Martin in Idstein / Neuauflage 1980)

1559

Bekannte Namensform

Margreten Strincz

Ereignisse

  • Aus diesem Jahr ist ein Hilmer Kremers erwähnt. Dieser muss in Wiesbaden eine Zeugenaussage machen. Es geht um eine Forderung von Johan Engelmann (Schultheiß von Rauenthal) von 14 Gulden, die er dem "abgebrannten" Joachim Gaifpiczen geliehen hatte. Da Gaifpiczen mittlerweile gestorben war, ging die Forderung an seine Witwe über. Hier die Zeugenaussage von Hilmer Kremers im damaligen Wortlaut:

    Item sagt Kremes Hilmer von Margreten Strincz uf gethanen aid, das sichs begeben uf den Wißbader Kirbmontag des LVII ten jars, sei er sampt Kun Thomas mit Johann Engelmann in junker Joachim Gaispiczen haus kommen, sei er Gaißpicz seliger tot gewesen, doch noch unbegraben aldo gelegen; hab er Engelman an ihr gefordert 14 gulden, darauf sie ihme geantwort, sie hab ihm etliche stroe (Stroh) geben, sie bitte ihnen, er solt gedult gegen ihr tragen, sie wolte ihnen gutlich bezalen, sie wisse wol, das sie es ihm schuldig sei; weiter ihme nit wißlichen.

 

Hier ein Übersetzungsversuch:

Auf Eid sagte Kremes Hilmer aus Strinz-Margarethe, dass er am Wiesbadener Kerbemontag (10. Mai 1557) mit Kun Thomas und Johan Engelmann in das Haus von Joachim Gaispiczen gekommen ist. Gaißpicz sei tot aber noch nicht begraben dagelegen. Engelmann hat von der Witwe die 15 Gulden gefordert. Darauf antwortete sie ihm, sie habe ihm schon etliches Stroh gegeben (Anmerkung der Red.: Das Stroh war aber faul und nicht zu gebrauchen). Sie bitte ihn, dass er Geduld haben soll. Sie weiß, was sie ihm schuldig sei und sie will es auch bezahlen. Weiter ist ihm (Red.: Hilmer Kremer) nichts bekannt.

(Ältestes Gerichtsbuch der Stadt Wiesbaden)

1560

Statistik

StM besteht aus 40 Haushaltungen.

(Nassauische Analen)

Ereignisse

  • Baubeginn des Strinzer Pfarrhauses.
    (Strinzer Chronik)
    Red: Ob dieses Gebäude heute noch besteht ist nicht bekannt.

1565

Pfarrer: Jacob Hauensteiner

1566

Pfarrer: Jacob Hauensteiner

Statistik

Einwohner 180, davon 40 Untertanen

(Hessisches Jahrbuch der Landesgeschichte / Band 4 / 1990)

Ereignisse

  • Ein Amtsverzeichnis gibt sicheren und endgültigen Aufschluß darüber das Strinz zum Verwaltungsbezirk "Amt Idstein" gehört.
    (Landesgeschichtliches Infosystem Hessen / 2011)

1570

Pfarrer: Peter

Ereignisse

  • Das Jahr 1570 ist außerordentlich heiß. Nach dem ersten Grasschnitt kann kein Hälmchen mehr hervorsprießen, so trocken sind schon die Wiesen. Niemand der lebenden Leute kann sich auf solch eine schlechte Heuernte besinnen.
    (Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)
  • Pfarrer Peter wird in einer Kirchenvisitation des Jahres 1594 als evangelischer Pfarrer in StM erwähnt. Dies ist der erste Nachweiß von ev. Gottesdiensten in Strinz. Ob der im Jahre 1566 erwähnte Pfarrer Jacob Hauenstein schon ev. Glaubens war ist nicht bekannt.
    (800 Jahre StM, Horst Witt)
  • StM leistet 15 Malter für den Altar St. Hieronymus des Stift St. Martin Idstein.
    (Die Stifte St. Walpurgis in Weilburg und St. Martin in Idstein / Neuauflage 1980)

1573

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal)

Ereignisse

  • StM muss als Ablösegeld von den Frondiensten, ab sofort jährlich 61 Taler an Nassau-Idstein zahlen. Dass dabei unser Dorf nach Breithardt (62 Taler) die 3. Stelle einnimmt, ist sicher ein Beweis dafür, dass es im Vergleich zu anderen Dörfern wirtschaftlich gut gestellt war.

1574-1579

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal)

1580

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal)

Ereignisse

  • Auf den Filialen erhält der Pfarrer jede Kirb des Jahres 1 1/2 Wintzel weil dann die letzte Predigt da geschehen muss.

1581

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal)

1582

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal)

1583

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal)

Ereignisse

  • Adam Dornfelder befasst sich mit der Frage, ob ein Christ der Pest entfliehen darf und verneint sie.
    (Abhandlung: Seuchen suchten Idstein heim)

1584

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal)

1585

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal)

1586

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal)

Ereignisse

  • Der Dechant Gerhard Köth von Wanscheidt und das Kapitel des S. Ferrutius-Stiftes zu Bleidenstadt bestätigen dem Grafen Albrecht von Nassau-Saarbrücken etc. als Vormund des Grafen Johann Ludwig von Nassau, Herrn zu Wiesbaden und Idstein, die vom Stift herrührenden und zuvor dem Grafen Philipp von Nassau-Idstein verliehenen Lehen (Verpachtung), die zwei Vogteien zu Würges und Kirberg (Kyrburgk) und die Dörfer Strinz Margarethä, die beiden Libbach ("Liedbach") und Hambach. 15. September 1586
    (Hessisches Staatsarchiv Wiesbaden, Abt. 131 Nr. U 338)
  • Graf Albrecht von Nassau-Saarbrücken etc. (-Weilburg) reversiert (verpflichtet) sich als Vormund des Grafen Johann Ludwig von Nassau Herrn zu Wiesbaden und Idstein dem Dechanten und Kapitel des S. Ferrutius Stifts zu Bleidenstadt über Empfang der von diesem zu Lehen rührenden, vormals dem Grafen Philipp von Nassau-Idstein verliehenen zwei Vogteien zu Würges und Kirberg und der Dörfer Strinz-Margarethä, der beiden Libbach ("Liedbach") und Hambach. 15. September 1586
    (Hessisches Staatsarchiv Wiesbaden, Abt. 131 Nr. U 339)

1587

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal)

1588

Pfarrer: Adam Dornfelder (Dorfenthaler; Durffendal); Hieremias Leo

Ereignisse

  • Hieremias Leo aus Langenschwalbach hält auf der Synode von Idstein seine Probepredigt und unterwirft sich dem Examen, daß er wohl bestanden hat. Als Pfarrer Dorffenthalers Nachfolger wird er am 18. Dezember in StM als Pfarrherr eingesetzt.

1589 -1893

Pfarrer: Hieremias Leo

1594

Pfarrer: Hieremias Leo

Ereignisse

  • Bei der Kirchenvisitation wird für Strinz die Einrichtung einer Schule angeregt. Aber das Beispiel des Schulzen drang nicht durch. Er hatte 10 Gulden beisteuern wollen. Aber "viel under der gemeindt sind unwillig darzu".
  • Außerdem wird festgelegt, dass der Strinzer Pfarrer jährlich 6 fl (fl=Flosin=Gulden) und 6 Stück Sandhafer, wofür er in Ansehung der geringen Salarii (Gehälter) das Pfarrhaus, das 1564 neu erbaut ist in Dach und Fach zu halten hat. Die Stiftsherren lösten also ihr Pflicht, das Pfarrhaus zu unterhalten, durch Haferlieferung ab.
  • An Einnahmen hat der Pfarrer die Opfer an den hohen Festtagen, für jede Taufe ein Huhn, für eine Beerdigung 1 Maß Wein. Dem Glöckner muss er an den hohen Festtagen eine Mahlzeit geben.
    (Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 36)

 

1595

Pfarrer: Hieremias Leo

1596

Pfarrer: Hieremias Leo / Schultheiß: Martin Rhull

1597

Pfarrer: Hieremias Leo

1598

Pfarrer: Hieremias Leo / Johann Papa

Ereignisse

  • Hieremias Leo stirbt an der Pest, nachdem er sich um die pesterkrankten Gemeindemitglieder gekümmert hat, ihm folgte Johann Papa, ein Hesse .

1599

Pfarrer: Johann Papa

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Die Strinzer Fahne
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Sebastian Vettel fährt durch StM (ab 16:05)

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