Chronik von 1600 - 1649

1600

Pfarrer: Johan Papa

Ereignisse

Ende des 16., Anfang des 17. Jahrhundert wurde von einem Vigand Kalwort die Strinzer Glocke gebaut. Sie wog ca. 200 kg und hatte einen Durchmesser von 70 cm. Auf der Schulter der Glocke war eine umlaufende Inschrift, wahrscheinlich in frühhomanistischer Kapitalis eingeschlagen. Sie lautet:

IN DER EIR GOTTES LUDEN ICH VIGAND KALWORT GOS

(Inschriften des Rheingau-Taunus-Kreises / 1997)

Diese Glocke wurde gegen Ende des 1. Weltkriegs zur Kanonenproduktion konfiziert.

1601

Pfarrer: Johan Papa; Georg Gleyberger (Gleyppurgio)

Ereignisse

  • Pfarrer Johann Papa wird abgesetzt. In einem langen Schreiben verteidigt er sich und bittet, wenn er nicht bleiben könne, um seine Versetzung. Seine 200 Pfarrkinder seien mit ihm zufrieden und so werde man ihn doch nicht mit den Seinen "umb eines oder zweier Willen ins Elend stoßen. 3 Jahre habe er Neuhof mitversehen im Dienst, 3 Jahre haben seine Gegner feindlich darauf getrachtet, ihn ins Elend zu bringen. Einer seine Feinde ist ihm in der Kirche auf seine Frage, warum die Leute nicht zur Kirchenlehre kämen, mit folgenden unnutzen Worten entgegengetreten, das es mal mag eine Schande sein. Doch auch ein Gnadengesuch hilft nichts, es bleibt bei der Absetzung. Als Schulmeister scheint er in 1603 in Kettenbach wieder in Dienst gekommen zu sein.
    (Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 35)
  • Neuer Pfarrer in StM wird Georg Gleyberger (Gleyburg) aus Gonzenheim.
    (siehe auch unter 1613)
  • Neuhof weigert sich zu den Erneuerungsbauten der Wehener Kirche beizutragen. Daraufhin stieß Gräfin Anna von Nassau-Weilburg aus dem Wehener Kirchenverband aus. Da die Neuhofener nun nicht mehr in der Lage waren einen eigenen Pfarrer zu besolden, baten sie den Pfarrer von Strinz-Margarethä wenigstens den Sonntagsgottesdienst zu übernehmen. Nach langem Zureden willigte der Pfarrer ein.
    (Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

1602 - 1603

Pfarrer: Georg Gleyberger (Gleyppurgio)

1604

Pfarrer: Georg Gleyberger (Gleyppurgio)

Ereignisse

Quelle: Wikipedia / Gunnar Ries
Quelle: Wikipedia / Gunnar Ries

Der weite Weg, die Dunkelheit, der Winter mit Eis und Schnee und die Wolfsplagen erwiesen sich für den Strinzer Pfarrer, der seinen Dienst auch in Neuhof versah (siehe auch 1601) als nicht mehr durchführbar. Gräfin Elisabeth von Nassau-Weilburg verfügt daraufhin, dass der Wehener, für den Schuldienst verpflichtete Kaplan, zugleich den Pfarrdienst in Neuhof versehen soll. Der Strinzer Pfarrer war erlöst.

Da die Linie Nassau-Idstein ausgestorben ist, wird Nassau-Idstein wieder mit Nassau-Weilburg (zudem StM gehört) zusammengelegt.

1605 - 1608

Pfarrer: Georg Gleyberger (Gleyppurgio)

Ereignisse

Das ehemalige Bleidenstädter Gericht als Oberhof hat schon lange keine Bedeutung mehr für StM.

Das belegt eine Befragung der ältesten Einwohner von Wehen und StM. Diese wissen nur noch, daß ihre Ur- ur- urgroßeltern erzählt hätten, das Bleidenstadt Oberhof sei. Obs aber wahr sei, das wisse man nicht, das sei schon so lange her, dass es doch kein positives Recht mehr sei. Man habe sich seit Menschengedenken nicht an Bleidenstadt gewandt, um sein Recht zu holen, und sie hätten auch nie gehört, dass jemand auf den Gedanken gekommen wäre, sein Recht dort holen zu wollen.

(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

 

1609

Pfarrer: Georg Gleyberger (Gleyppurgio)

Bekannte Namensform

Strintz San Margarete

Ereignisse

Aus diesem Jahr ist das Siegel: dem S(IGEL) DES FLECKEN STRINTZ SAN MARGARETE bekannt.

(Hessisches Wappenbuch / 1956)

Graf Ludwig zu Nassau erlässt drastische Verhaltensvorschriften im Umgang mit den Kirmessen, Ehebrechern, Säufern etc.

(Strinzer Chronik, Band 1, Seite 200)

Weitere Infos hierzu finden Sie unter Graf Ludwig räumt auf.

1610 - 1612

Pfarrer: Georg Gleyberger (Gleyppurgio)

1613

Pfarrer: Georg Gleyberger (Gleyppurgio) /Johann Heiger

Allgemeine ereignisse

Pfarrer Geory Gleyberger stirbt im Jahre 1613.  In dem Buch "Historisches Lexikon Evangelischer Jubel-Priester" aus dem Jahr 1727 wird folgendes über ihn berichtet:

Herrn Georg Gleyppurgio damaliger Pfarrer in Strinz.Margarethä in Francken, das öffentliche Zeugnis bekommen, dass er ein ernstlicher Eyferrer und Liebhaber des Göttlichen Worts gewesen, und dasselbe 18 Jahre zu Breithardt und 32 Jahre zu Michelbach mit allen Fleiß geprediget, und einen solchen Priester-Wandel geführet, dass manniglich ein sonderbares Wohlgefallen daran getragen. Er ist den 4. Oct. Anno 1613 gestorben in 75ten Jahr seines Alters und 50. des Predig-Amts. Davon Wolf Silber in Triade Exequiarum Christanarum ein mehrers mittheilet.

(Historisches Lexikon Evangelischer Jubel-Priester" / Seite 71 / 1727)

 

Neue Pfarrer in StM wird Johann Heiger. Wie lange er hier seinen Dienst versehen hat ist nicht überliefert.

(Nassauischen Annalen)

1618

Allgemeine Ereignisse

Beginn des 30jährigen Krieges, der auch erhebliche Auswirkungen auf StM hat.

(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

 

Ligistische Söldner durchqueren den Taunus. Trotz des strengen Befehls, nicht zu plündern, kommt es zu Gräultaten.

(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

Gräueltaten im 30jährigen Krieg (Bild: Wikipedia)
Gräueltaten im 30jährigen Krieg (Bild: Wikipedia)

1619

Ereignisse

Im November sehen die Ortsbewohner für 30 Tage einen Kometen mit langem Schweif am Himmel stehen.

(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

1620

Ereignisse

Das Jahr zeichnet sich durch mehrer Erdbeben aus.

(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

 

Der spanische Feldherr Spinola lässt sich mit seinen Truppen in unserem Gebiet nieder. Die Menschen staunen über das große gut ausgerüstete spanische Heer, das 16 große Geschütze und 1000 Wagen Munition mitführt. Jedes Geschütz wird von 15 Pferden gezogen. Von Orlen ist bekannt, dass dieses komplett von den Spaniern ausgeplündet wird. Auch Wehen hat schwer unter den Spaniern zu leiden. Es kommt wieder zu unzähligen Gräultaten.

(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

1621

Ereignisse

Im November besetzt der ligistische General Tilly unser Region. Diese Besetzung hält acht Monate lang an. Graf Gustav von Nassau muß das Heer Tillys verköstigen, was ihn täglich 20.000 Gulden kostet.

(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

1622

Ereignisse

Der Krieg verlagert sich nach Norddeutschland. Deshalb ziehen die Truppen Tillys nach 8 Monaten aus unserer Region ab.

(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

1623

Ereignisse

Bis August ist unsere Region truppenfrei. Doch dann kehren die Truppen Tillys wieder in unsere Region zurück. Viele junge Bauernburschen lassen sich für Tillys Armee werben. Die Werbetrommeln Tillys versprechen ihnen ein gutes Auskommen. Wieder müssen die Truppen Tillys aus der Region verpflegt werden, was zu Hungersnöten in der Bevölkerung führt.

(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

1624

Pfarrer:  Georg Pistorius

Ereignisse

Neuer Pfarrer wird der Schulmeister Georg Pistorius.

 

Im Januar werden die Truppen Tillys in der Rhein-Main-Ebene zusammengezogen, was zur Folge hat, dass unsere Region geräumt wird.

(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

 

Ihnen folgen die Truppen von Herzog Georg von Sachsen-Lauenburg die durch unser Gebiet ziehen.

(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

 

Ihnen wiederum folgt am 19. Januar das Regiment Johanns des Jüngeren von Nassau-Siegen.

(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

 

Am 13. Februar folgt die Reiterei des Cratz von Scharfenstein.

(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

 

Ende 1624 wird unsere Region wieder besetzt, und zwar von den Truppen des bayrischen Oberst Adam Philipp von Cronberg, unter dessen Besatzung es wieder zu Gräultaten kommt.

(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

1625

Pfarrer: Georg Pistorius

Ereignisse

Das Jahr 1625 zeichnet sich durch seine abnormen Witterungsverhältnisse aus. Der Monat Januar beginnt mit ungewöhnlich heftigen Stürmen, denen Mitte des Monats sommerliche Hitze folgt. So kommt es, dass Ende Januar die Blumen, Mandelbäume und die frühen Obstsorten in voller Blüte stehen. Ende Februar tritt eine äußerst harte Kälteperiode auf, sodaß sogar das Pfingstfest in tiefen Schnee gefeiert werden muß. Der Fruchtansatz der Bäume ist dahin. Nach gelindem Wetter, das bis Ende Juni anhält, erfolgt eine neue Kälteperiode, die den ganzen Sommer anhält. Stürme und Hagelwetter wechselten einander ab.

(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

 

Am 25. September quatiert sich Rittmeister König in Bleidenstadt mit einer Kompanie Reiter ein und saugt die ganze Umgebung aus.

(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

 

Im Dezember liegen die Truppen von Oberst Cratz von Scharfenstein in Strinz.

(Rund um Dauborn / heimatgeschichtlicher Beitrag / Julius Gustav Wagner / Camberger Verlag / 1987)

1626

Pfarrer: Georg Pistorius

Ereignisse

Im Frühjahr 1626 wird unsere Region von Wallensteins Offizier Oberst Freiherr von Görzenich besetzt. Für die Bewohner unserer Gegend beginnt nun eine Leidenszeit, die sich fortgesetzt steigern wird.
Oberst Görzenisch ist der gefürchtete Heerführer des Krieges. Wo er mit seinen Soldaten hinkommt, wird alles in Grund und Boden vernichtet. Seine Soldaten benehmen sich der Bevölkerung gegenüber wie die Bluthunde. Sie haben Methoden ausgearbeitet, die geeignet sind, die Bevölkerung bis aufs Blut auszunehmen.

Wer Hab und Gut nicht freiwillig hergibt, wer erklärte , nichts zu besitzen, der wird gebunden und es wird mit Füßen auf ihm herumgetrampelt. Hände und Finger werden den Bauern zusammengeschraubt, bis das Blut herausspritzt. Wenn das nichts hilft, werden die Bedauernswerten zusammengebunden und mit dem Kopf nach unten in den Rauchfang gehängt.

Reichere Leute werden fortgeschleppt und nur gegen entsprechendes Lösegeld freigelassen.Die Mädchen und Frauen werden entehrt und Männern und Kindern die Schuhe geraubt.

(Wehen uns sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957) 

 

Im September 1626 ziehen die Truppen Görzenichs ab. Ihm folgen sofort die Truppen Wallensteins, unter dem Herzog von Lauenburg, in die ausgepreßten Taunusorte. Seine Horden benehmen sich zwar etwas besser als Görzenichs Scharen, aber sie sind immer noch viel teuflischer als Tillys Ligaheer. Schlimm ist zusätzlich, dass die Soldaten noch die Pest mitbringen.

(Wehen uns sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

 

Der ganze Winter 1626/27 war für die Nassauischen Lande sehr traurig. Das Hauptquartier des Herzog Maximilian von Sachsen-Lauenburg war zu Offenheim in der Wetterau, von wo aus seit September die sämtlichen nassauischen Lande mit Truppen überzogen wurden. Das Land war hohen Contributionen (Abgaben) ausgesetzt. 8.000 Reichstaler Constribution wurden gefordert. Das Drückendste war die Willkür, wonach man sich an gar keine Bestimmung band, sondern abpreßte, wozu man Luft hatte.

Konnten die Dorfschaften die angesetzten Contributionen nicht entrichten, so wurden Menschen und Vieh eingesperrt und nicht zur Weide und Arbeit gelassen, wie das u.a. auch in Strinz-Margarethä vorkam. Die Schultheiße (Bürgermeister) wurden mißhandelt und deren Wohnungen ausgeplündert. Und dabei wurden tausend andere Plackereien den Einwohnern zugemutet, die keineswegs gering anzuschlagen waren.

(Die Drangsalen des Nassauischen Volkes und der angrenzenden Nachbarländern in den Zeiten des dreißigjährigen Krieges, seine Helden, Staatsmänner und andere berühmte Zeitgenossen)

 

Zusätzlich zu Lauenburgs Truppen wir unsere Region noch von den Truppen des Wallenstein Oberstleutnant von Freysing besetzt, dessen Truppen unsere Region zusätzlich ausnehmen.

(Wehen uns sein Grund, Dr. Edaurd Wilhelmi, 1957)

 

Noch immer treiben die Truppen Görzenichs und Freysings ihr Unwesen in unserer Region.

Zahlreiche Beschwerden bei Wallenstein und dem Kaiser führen letzendlich dazu, dass Görzenich von diesen fallen gelassen wird und der Befehl erteilt wird, dass Görzenich in keinem Land mehr geduldet werden darf. Daraufhin verlässt er im September mit seinen Truppen unsere Region, kehrt aber am 6. Oktober wieder nach Idstein zurück, weil ihm überall der Durchmarsch verweigert wird. Er bleibt erneut bis 21. Oktober in der er überall plündern läst und sogar befehlt die Kirchen nicht zu verschonen.
(Wehen uns sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

1627

Pfarrer: Georg Pistorius

Ereignisse

Görzenich wird 1627 erneut zur Werbung nach Idstein beordert und Herzog Maximilian von Bayern beautragt, ihn besonders zu schützen. Nun beginnen die Bedrückungen der vorangegangenen Jahre von neuem.

Es hagelt wieder Beschwerden bei Wallenstein und dem Kaiser. Die Aufforderung sich zurück- und seine Truppen in Zaum zu halten werden von Görzenich ignoriert.

Die Grausamkeiten mehren sich von Tag zu Tag. Da erscheint auf kaiserlichen Befehl der kaiserliche Kommisar und Notar aus Frankfurt am Main in Görzenichs Lager und schickt sein Regiment nach Holstein ins Hauptquartier Wallensteins. Ende August rücken die Blutsauger endlich aus unserer Region ab.

Wegen seiner Greueltaten und Ungehorsamkeit militärischer Befehle gegenüber wird Görzenich am 09. Oktober zum Tode verurteilt. Er wird mit dem Schwert enthauptet, sein Körper aufs Rad geflochten und sein Kopf auf einer Stange zur  Warnung für alle im Lager aufgesteckt.

Die Unsicherheit im Taunus hat durch den Abzug der Wallensteiner aber nicht abgenommen. Allein kann sich niemand aufs Feld wagen. Nicht nur die hungrigen Wölfe , sondern hauptsächlich die Überfalle durch Räuberbanden und versprengte Soldaten, sind ständig zu befürchten. Aber auch Flüchtlinge aus allen Herren Ländern irren durch die Wälder und Dörfer

(Wehen uns sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

1628

Pfarrer: Georg Pistorius

Ereignisse

Wohl ist in diesem Jahr keine Besatzung zu ertragen, aber die ganze Gegend wird durch umherschweifende Reiterhorden beängstigt, die nicht nur jeden überfallen, sondern auch in den Dörfern, in denen sie noch irgendeine Beute wittern, Plünderungen veranstalten und Häuser und Höfe in Flammen aufgehen lassen.

Hinzu kommt eine Hungersnot, die viele Einwohner veranlasst Haus und Hof zu verlassen und wegzuziehen. Schlimmer als in unserer Region kann es woanders auch nicht sein. Zu allem Elend gesellt sich bald noch der Hungertyphus und die Pest.

Allgemein wird geglaubt, dass all dieses Elend von Hexen verursacht wird, was zum Beginn der Hexenverfolgung führt, die bis zum Jahre 1632 anhält.
(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

1629

Pfarrer: Georg Pistorius

Allgemeine Ereignisse

StM gehört zu Nassau-Idstein

 

Durch eine Erbteilung wurde 1629 unter Graf Johann eine neue Linie Nassau-Idstein gegründet. Zu dem Besitz gehörten Idstein, Wiesbaden, Sonnenber, der Weher Grund und Burgschwalbach. 

Ereignisse

  • Auch das Jahr 1629 wird von Mißernten geprägt. Dies führt dazu, dass auch nun der letzte Plünderer versteht, dass es in unserer Gegend nichts mehr zu holen gibt. Unserer Region wird in diesem Jahr von einer Besatzung verschont. Viele geflohene Bürger wagen gegen Ende des Jahres die Rückkehr.
    (Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)
  • Spätestens ab 1629 ist Nassau alleiniger Ortsherrr von StM. Dass Stift in Bleidenstadt hat auf einem Feld den Zehnten alleine, auf den anderen Feldern hat das Stift und Nassau jeder seine Zehntrechte.
  • Graf Johannes von Naussau-Idstein erläßt eine Verordnung, die auch für Strinz-Margarethä galt, wonach jeder, der nach Strinz zuzog zwei lederne Eimer kaufen musste, einen für die Gemeinde une einen für das eigene Wohnhaus und eine tannenden Leiter mit mindestens 30 Sprüssel (Sprossen)
    (Chronik der Strinzer Feuerwehr / 2009)

1630

Pfarrer: Georg Pistorius

Ereignisse

Das Jahr 1630 ist endlich wieder ein Jahr mit einer guten Ernte. Die ausgehungerte Bevölkerung, oder das was von ihr übriggeblieben ist, kann sich endlich mal wieder satt essen.

Nun greift auch das protestanische Schweden in den 30jährigen Krieg ein und besiegt am 17. September Tillys Truppen bei Breitenfeld. Sie treiben Tillys Truppen vor sich her bis sich diese versuchen in Mainz und Wiesbaden festzusetzen. Wieder soll das nassauische Volk Kriegskontributionen an die ligistischen Truppen unter von Eckstädt leisten.

(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

Karte von 1630
Karte von 1630

1631

Pfarrer: Georg Pistorius

Ereignisse

  • Die Ende 1630 von den ligistischen Truppen geforderten Kriegskontributionen müssen nicht entrichtet werden, denn kaum haben die Truppen von von Eckstädt die Kontributionen gefordert, müssen sie sich in die Mainzer Festung zurückziehen, da sie von den Truppen Gustav Adolfs beträngt werden. Dafür wüten die Truppe Tillys wieder besonders roh und verabscheuungswürdig bis zu dem Zeitpunkt, da die Schweden unser Region erreichen. Am 01. September 1631 fällt Mainz in schwedische Hände.
    Um die Festung Mainz gegen Angriffe widerstandsfähig zu machen brauchen die Schweden Holz aus dem Taunus. Der ganze Taunus wird durch die Schweden besetzt. Die Schweden verhalten sich, im Gegensatz zu den bisher durchziehenden Truppen, mustergültig und werden von der Landbevölkerung gerne mit allem versehen.
    (Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)
  • Wilhelm Ludwig Graf von Nassau-Saarbrücken etc. reversiert (verpflichtet) sich zugleich für seine Brüder Johann, Ernst Casimir und Otto dem Dechanten Philipp von Mauwel genannt Meuchen und dem Kapitel der S. Ferrutius Stiftes zu Bleidenstadt über Empfang der von demselben herrührenden (eigentlich bzw. ursprünglich der Linie Nassau-Idstein zustehenden) Lehen (Pacht), der zwei Vogteien zu Würges und Kirberg und der Dörfer Strinz-Margarethae, der beiden Libbach und Hambach ("Haymbach"). 25. Februar 1631
    (Hessisches Staatsarchiv Wiesbaden, Abt. 131 Nr. U 380)

1632

Pfarrer: Georg Pistorius

Ereignisse

Wenn auch die Bewohner unserer Region und die Schweden friedlich zusammenleben, sieht es in unserer Heimat nicht sehr rosig aus. Die vor den Schweden zurückweichenden Ligisten waren von der Pest durchseucht und ließen die schlimme Krankheit im Taunus zurück. Viele Menschen fallen der Krankheit zum Opfer. Vielfach finden keine Beerdigungen mehr statt. Die Leichen verwesen unbeerdigt oder werden von freilaufenden Hunden gefressen.

(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

 

Im Februar schließen die Nassauer Grafen einen Vertrag mit Schweden, nachdem sie so lange wie der Krieg dauert, Verbündete der Schweden sein wollen.
(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

 

Im März verlassen die Schweden unserer Region und wenden sich gegen die Truppen Tillys, die in Süddeutschland stehen. Tillys Truppen werden von den Schweden besiegt. Tilly selbst stirbt an einer Verwundung.
(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

1633

Pfarrer: Georg Pistorius

Ereignisse

Im Jahr 1633 kann keine fremde Macht unsere Region besetzen. Es gibt Bestrebungen dazu, allerdings können die feindlichen Truppen von schwedischen und nassauischen Truppen daran gehindert werden.

Um die schwedischen Truppen versorgen zu können, müssen nassauische Gemeinden an diese Kontributionen zahlen. Die Schweden drohen damit, dass Plünderungen nicht verhindert werden können, wenn die Unterstützung aus der Region nicht erfolgt.

(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957) 

 

Johann Georg Schrumpf und Konsorten verkaufen das sog. Rühlsche Gut zu StM der Landesherrschaft zur Vergrößerung des Georgenthaler Hofgutes für 600 fl.. Die letztere aber vertauscht diese Güter zum Teil wieder an die Gemeinde StM gegen den Rebersbacher Wiesengrund, wobei die Gemeinde 225 fl. bar herauszahlt und verkauft davon Haus und Hof mit Gärten an die Geschwister Metern für 200 fl.
(Hessisches Staatsarchiv, Abt. 133/403)

1634

Pfarrer: Georg Pistorius

Ereignisse

Am 5. und 6. September findet eine große Entscheidungsschlacht bei Nördlingen statt, die die Schweden und Protestanten verlieren. Große Scharen von Schweden flüchten nach Mainz, durchqueren dabei unsere Region. Der Weg der zuvor so angesehenen Schweden ist gezeichnet durch Raub, Mord und Plünderungen. Was sich die Schweden bei Ihrer Flucht durch unserer Heimat an Grausamkeiten und Scheußlichkeiten leisten ist himmelschreiend. Sie wetteifern förmlich untereinander bei den Plünderungen der Dörfer.

Viele Dorfbewohner flüchten, weil sie auch von den nachdrängenden katholischen kaiserlichen Truppen nichts Gutes zu erwarten haben, da sich Nassau mit den protestantischen Schweden verbündet hatte.
Unsere Heimat wird nach mehreren Schamützel von den kaiserlichen Truppen unter Generalmajor von Benninghausen besetzt, was abermals zu Verwüstungen führt. Die Schweden liefern sich von Mainz aus immer wieder kleinere Gefechte mit von Benninghausen, die sie aber immer verlieren. Nachdem von Benninghausen von hier abgezogen ist, kommen die Schweden über den zugefrorenen Rhein mit dem ausdrücklichen Befehl Wehen, Neuhof, Orlen, Hahn, Wingsbach, Seitzenhahn, Born und Breithard zu plündern. StM ist nicht aufgeführt. Alles was sich mitnehmen lässt wird gestohlen. Die Schweden haben es besonders auf Fenster, Türen, Heu, Stroh und jedes Hausgerät abgesehen. Täglich kommen 30-40 Wagen über den zugefrorenen Rhein, um die Beute nach Mainz zu fahren. Die Bauern schaffen es, sich gelegentlich zu wehren, müssen dann aber bei nächster Gelegenheit die harte Faust der Soldaten umso schlimmer spüren.

(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

1635

Pfarrer: Georg Pistorius

Ereignisse

Am Sonntag den 25. Januar 1635 wird Breithardt von schwedischen Soldaten heimgesucht. Die Hilfe aus StM kommt zu spät. Einige Breithardter Bürger werden von den Schweden erschossen.

(Die Drangsalen des Nassauischen Volkes und der angrenzenden Nachbarländern in den Zeiten des dreißigjährigen Krieges, seine Helden, Staatsmänner und andere berühmte Zeitgenossen)

 

Die genauen Umstände können Sie nachlesen unter:

Strinzer eilen Breithardt zu Hilfe

Im Jahre 1635 ist unsere Region von den kaiserlichen Truppen besetzt. Die spanischen Truppen, die die Kaiserlichen unterstützen, sind enttäuscht darüber, dass es in unser Region nichts mehr zu plündern gibt. Auch sie scheuen nicht vor Gräueltaten an den wenigen noch verbliebenen Einwohnern zurück. Besonders kroatischen Regimenter durchschweifen den ganzen Taunus, um Beute zu machen. Die letzten noch verbliebenen Einwohner fliehen in den Wald und verstecken sich. Wölfe bevölkern die zum Teil noch stehengebliebenen Höfe und es sind immer wieder verwilderte Hunde anzutreffen, die vor Hunger zuerst die Leichen dann sich gegenseitig zerfleischen.

Nachdem es im Frühjahr etwas ruhiger wird und einige Bauern wieder notdürftig ihr Feld bestellen können, erscheinen die Kaiserlichen wieder, diesmal unter General Holzappel, die auch wieder plündern wollen aber nichts mehr vorfinden und ihre Wut darüber an der Bevölkerung auslassen.

Nach General Holzappel versuchen noch andere Kaiserliche ihr Glück, aber auch diese finden nichts mehr vor was es Wert gewesen ist geplündert zu werden.

(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

1636

Pfarrer: Georg Pistorius

Der Winter 35/36 ist äußerst kalt und streng. Er bringt vielen Tod und Verderben.

An der Lahn hat sich Hauptmann Hass, der im Taunus für den leibhaftigen Teufel gehalten wird, sein Quartier inne und sendet seine Soldaten auf schreckliche Plünderungszüge in den Taunus.

(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

 

Der 30jähirge Krieg hat unsere Region fast leergefegt. Auch Pfarrer gibt es in der Region nicht mehr, sodass der einzig verbliebene Pfarrer "Georg Pistorius" aus StM etlichmale bis nach Wehen seinen Dienst verrichten muss. Doch auch diesen hat der Druck der Zeit hinweggerafft und der Verstorbene wird am 21. Oktober 1636 von Pfarrer Plebanus aus Wehen begraben.

(Die Drangsalen des Nassauischen Volkes und der angrenzenden Nachbarländer in den Zeiten des dreißigjährigen Krieges, seine Helden, Staatsmänner und andere berühmte Zeitgenossen / 1854)

 

Was er von dem Begräbnis berichtete können Sie nachlesen unter:

Strinzer Pfarrer der Letzte der Region

 

Immer wieder streifen kroatische Reiter durch unserer Region auf der Suche nach Beute.

Die Hungersnot wird immer größer . Viele Menschen sterben, insbesondere an der Pest. Niemand wagt es die Pestleichen anzufassen, so werden diese einfach liegengelassen und verwesen oder werden von wilden Hunden gefressen.

Die Leute essen Gras und Wurzeln, dürre und grüne Laubblätter. Brot gibt es keines mehr. Auch Salz nicht. Die hungrigen Menschen fallen über die Häute und Felle der Tiere her, essen halbverweste Pferde, Hunde, Katzen, Ratten, Heuschrecken und allerlei Käfer. Auch Kanibalismus tritt immer mehr zu Tage. So erschlagen sich die Leute und essen sich dann auf. Sogar die Friedhöfe werden nach frischen Leichen durchwühlt um diese zu verzehren. Ja selbst Kinder werden geschlachtet und gegessen.
(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

1637

Pfarrer: Johann Buttenius (Vertretung aus Auroff); Johann Meinhard Midieus (Vertretung aus Trinitatis)

Ereignisse

Das Jahr 1637 beginn unter sehr unglücklichen Umständen und verspricht noch schlimmer zu werden. Ein schwerer Sturm im Januar bringt zusätzliches Leid.

Noch immer wird unsere Region von Kroatischen und kaiserlichen Truppen drangsaliert.

Die Monate Mai und Juni sind ungewöhnlich trocken. Es herrscht glühende Hitze. Die wenige Sommerfrucht der Bauern verdorrt in der Hitze.

Zu allem Elend kommt es noch zu einer Mäuseplage.

Als nächstes durchstreifen die Truppen von Johann von Wert unser ausgeplündertes Gebiet. Die vergeblich suchenden Soldaten, die sich in ihren Erwartungen auf fette Beute getäuscht sehen, lassen ihre Wut an den wehrlosen Einwohnern aus. Was da mancher Mann, manche Frau und manches Mädchen ausgestehen müssen spottet jeder Beschreibung, und die kühnste Fantasie ist nicht imstande, sich in die Lage der Gemarterten zu versetzen. Frauen und Mädchen werden systematisch vergewaltigt, ja sogar 70jährige werden nicht verschont.
(Wehen uns sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957) 

Die Art der Mißhandlungen sind teilweise so grausam, dass hier davon Abstand genommen wird, diese zu beschreiben.

1638

Pfarrer: Johann Buttenius (Vertretung aus Auroff); Johann Meinhard Midieus (Vertretung aus Trinitatis)

Ereignisse

Infolge Saatgutmangel muss die Aussaat unterbleiben. Die wenigen Überlebenden sehen sich gezwungen die Region zu verlassen.

Das ganze Jahr über wagt es sogar kein Soldat mehr, diesen Landstrich zu betreten. Jeder der diese Wüste betritt, glaubt nicht, dass sich dort jemals wieder Menschen niederlassern werden.
(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

1639

Pfarrer: Johann Buttenius (Vertretung aus Auroff); Johann Meinhard Midieus (Vertretung aus Trinitatis)

Ereignisse

1639 drohen die Franzosen und die Schweden, dieses Gebiet wieder zu besetzen. Da schließt sich Nassau-Idstein an Amalie von Hessen an. Sie schickt ihren General Geisse in den Taunus. Alle Grafschaften stehen nunmehr unter hessischem Schutz. Dafür müssen sie monatlich zusammen 900 Reichstahler Kriegssteuer zahlen.

Anfänglich benehmen sich die hessischen Truppen recht anständig, werden aber auch roh und hart, wenn die Gelder nicht rechtzeitig eingehen oder Lieferungen ausbleiben.
(Wehen uns sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

1640

Pfarrer: Johann Buttenius (Vertretung aus Auroff); Johann Meinhard Midieus (Vertretung aus Trinitatis)

Das Jahr 1640 lädt manchen Flüchtling zur Rückkehr ein, nachdem bekannt wird, dass sich die Hessen anständig benehmen. Die Rückkehrer richten sich recht und schlecht in den Trümmerhaufen ein und beginnen wieder das Feld zu bestellen.

(Wehen uns sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

1641

Pfarrer: Johann Buttenius (Vertretung aus Auroff); Johann Meinhard Midieus (Vertretung aus Trinitatis)

Das Jahr 1641 ist sehr fruchtbar. So kann die Bevölkerung den Anforderungen der hessischen Truppen nachkommen und es kommt zu keinen Auseinandersetzungen.

(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

1644

Pfarrer: Johann Buttenius (Vertretung aus Auroff); Johann Meinhard Midieus (Vertretung aus Trinitatis)

In Hofheim lagern 1200 bayrische Reiter. Von dort aus unternehmen sie Plünderungszüge in die Taunusorte, versetzen die ganze Lanschaft in Schrecken und verüben die schrecklisten Grausamkeiten.

Auch Französische Soldaten aus Mainz kommen zum Plündern in den Taunus.

(Wehen uns sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

1645

Pfarrer: Johann Buttenius (Vertretung aus Auroff); Johann Meinhard Midieus (Vertretung aus Trinitatis)

Da in unserer Region mal wieder nichts mehr zu holen ist, bleiben in 1645 die Plünderungen überwiegend aus. Flüchtlinge kehren zurück.

Erzherzog Leopold Wilhelm dringt in das nassauische Gebiet vor, um die Verbündeten von Süddeutschland abzudrängen. Er schlägt sein Lager in Dehrn an der Lahn auf.

(Wehen uns sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

1646

Pfarrer: Vertretung aus Breithardt

Ereignisse

Da die umliegenden Pfarrstellen am Ende des 30jährigen Krieges unbesetzt sind, hat der Breithardter Pfarrer mehrere Orte, darunter Strinz zu versehen.

(Kleine Chronik des Ortes Hohenstein-Breithardt / Pfarrer Weinberger)

 

Die Truppen von Erzherzog Leopold Wilhelm machen den ganzen Taunus unsicher und versuchen Beute zu machen. Kein Kochtopf, Karren, Kessel oder anderes Geschirr bleiben zurück. Wagen, Karren, Tore, Bänke, Möbel, Kisten usw. wandern ins Feldlager an die Lahn, damit genügend Holz zum Feuern vorhanden ist. Noch kein Bienenstock bleibt unberührt. Was noch nicht verbrannt ist, wird eingeäschert.

(Wehen uns sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

1647

Pfarrer: Vertretung aus Breithardt

Ereignisse

Im Juni zieht der Niederländer Caspar Cornelius Mortaigne de Portalis, der von Amalie von Kassel in Dienst gestellt wird in unsere Region. Der wilde Kriegsmann, der manche zerstörte Gegend gesehen hat, ist entsetzt über die Zerstörungen in unserer Heimat. Er findet nichts als niedergebrannte Ortschaften, wüste Felder, eingestürzte und verbrannte Häuser, menschenleere Dörfer und Städtchen vor. Er befiehlt daraufhin seinen Soldaten, die verbliebene Bevölkerung zu schonen. Trotzdem kann er nicht verhindern, daß seine Soldaten den übriggebliebenen Leuten von Steckenroth und seinen Nachbarorten, deren 20 Stück Vieh, die sie in den Wäldern verborgen haben, abzunehmen. Als ihm das gemeldet wird, lässt er die Übeltäter gehörig bestrafen.
(Wehen und sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

1648

Pfarrer: Vertretung aus Breithardt

Allgemeine Ereignisse

Ende des 30jährigen Krieges.

Ereignisse

  • Nach dem 30jährigen Krieg besteht Strinz-Margarethä infolge von Plünderungen, Brandschatzungen, Tötungen und Flucht aus nur noch  4 Haushaltungen.
    (Landesgeschichtliches Infosystem Hessen / 2011)
  • Noch immer liegen schwedische Besatzungstruppen in unserer Region. Es handelt sich um das Hammersteinsche und Badische Regiment, da den Schweden in den Friedensverhandlungen Satisfaktiongelder zugestanden werden, die sie, bevor sie abziehen, erst eintreiben wollen. Für die Eintreibung ist ein Oberst Mohr, ein geborener Nassauer, zuständig. Erst im Jahre 1951 werden die Schweden unsere Region verlassen.(
    Wehen uns sein Grund, Dr. Eduard Wilhelmi, 1957)

1649

Pfarrer: Vertretung aus Breithardt

Ereignisse

  • Leopold Friedrich Reichserbtruchseß etc. Dechant und das Kapitel des S. Ferrutius Stiftes zu Bleidenstadt belehnen (verpachten) den Grafen Johann von Nassau(-Idstein) zugleich für (seinen Bruder) Graf Ernst Casimir und die Grafen (seine Neffen) Johann Ludwig, Gustav Adolf und Walrad von Nassau mit den zwei Vogteien zu Würges und Kirberg und den Dörfern Strinz-Margarethä, den beiden Libbach und Hambach (Heymbach). 1. Juli 1649
    (Hessisches Staatsarchiv Wiesbaden, Abt. 131 Nr. U 391)
  • Graf Johann von Nassau-Saarbrücken(-Idstein) reversiert sich zugleich im Namen (seines Bruders) Ernst Casimir und (seiner Neffen) Johann Ludwig, Gustav Adolf und Walrad dem Dechanten Leopold Friedrich, Reichserbtruchseß etc., und dem Kapitel des S. Ferrutius Stiftes zu Bleidenstadt über Empfang der von demselben herrührenden Lehen, der zwei Vogteien zu Würges und Kirberg und den Dörfern Strinz-Margarethae, der beiden Libbach und Hambach. 1 Juli 1649.
    (Hessisches Staatsarchiv Wiesbaden, Abt. 131 Nr. U 392)

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Die Strinzer Fahne
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