Der Brunnenplatz

 

Nachdem im Jahre 2016 die neue Brücke über den Aubachin Strinz-Margarethä fertiggestellt wurde, kam man im Ortsbeirat des Dorfes überein, den Platz an der Brückeweiter zu entwickeln und dort einen Dorfplatz, als Begegnungsstätte für alle Strinzer Bürger zu errichten.

 

Beginnend mit der Verlegung und  Installation des bereits restaurierten Laufbrunnens aus dem Jahre 1888 an diese Stelle, wurde der Platz vom Ortsbeirat, mit finanzieller, aber auch logistischer Unterstützung der Ortsvereine, weiter verschönert.
So bekam das Bushäuschen einen neuen Anstrich, es wurden Ruhebänke mit Tischen installiert und ein neuer Wegweiserzeigt nun an, in welcher Richtung die französische Partnergemeinde Aube/Normandie liegt. Weiterhin wurden Blumenkübel aufgestellt, die mit viel Liebe bepflanzt wurden und für eine besondere Athmosphäre sorgen.

 

Neue Infoschilder informieren über das alte Spritzenhaus, welches einst diesem Platz weichen musste. Ein weiteres informiert über die Geschichte des Brunnens, und etwas abseits wurde noch eine Informationstafel über das frühere StrinzerBackhaus installiert.

 

Nun stand einem Brücken- und Brunnen-Einweihungsfest nichts mehr im Weg, zudem alle Strinzer Bürger vom Orstsbeirat rechtherzlich eingeladen wurden. Diese strömten am 02. Juni zahlreich zu dem Platz, der künftig als Begegnungsstätte für alle Strinzer Generationen dienen soll.

 

Ortsvorsteher Jürgen Dillmann begrüßte alle Teilnehmer recht herzlich im Namen aller Ortsbeiratsmitglieder und bedankte sich bei allen ehrenamtlichen Unterstützern, der Gemeindeverwaltung, Gremien und dem Bauhof.

 

Bürgermeister Daniel Bauer und Pfarrer Dr. Jürgen Noack hoben als Redner den Stellenwert eines solchen Platzes als Treffpunkt für Strinzer Bürger hervor. Die Volksliedergruppe untermalte die Ansprachen mit musikalischen Darbietungen und lud alle Teilnehmer zum gemeinsamen Singen ein.

 

Es folgte die Enthüllung des Straßenschildes mit der Aufschrift "Brunnenplatz". Nachdem zum Abschluß gemeinsam das Strinzer Lied, welches im Jahre 1944 von Rektor Richard Weißer geschrieben wurde, gesungen war, wurde der Platz seiner Bestimmung als Austauschstätte zwischen Jung und Alt übergeben.

 

Dieser wurde auch rege als solcher genutzt. Bei Weck, Wurst und dem ein oder anderen frisch gezapften Bier wurde ausgiebig gefeiert. Die Resonanz zu diesem Fest war durchweg positiv, insbesondere die Möglichkeit als Strinzer unter sich zu sein, aber auch die Gemütlichkeit der neu geschaffenen Begegnungsstätte wurde besonders hervorgehoben.

 

 

 

Nachfolgen noch ein paar Impressionen vom Fest und vom Brunnenplatz.

 

 

Gedicht zum Brunnen

Nachfolgend ein Gedicht aus der Feder von Helmut Hartwig, dass er anlässlich des Brunneneinweihungsfestes geschrieben hat:

 

Der Dorfbrunnen in der Palz:

 

 

Anno 1888 gegossen, sind nun 129 Jahre verflossen:

 

Er hat alles das gesehen, was in all den Jahren ist geschehen:

 

 

 

Krieg und Frieden, Chaos und Tod, buntes Leben und bittere Not.

 

Mit gutem Wasser aus der Gartenquelle stand er hier an dieser Stelle,

 

in de Palz vor Bendingers Haus und hielt es dort 58 Jahre aus.

 

Für das Vieh als Tränke aus reiner Natur, für Mensch und Tier Labsal pur.

 

 

 

Nach einigen Jahren Ruhezeit, war es endlich wieder soweit,

 

erneut den Brunnen aufzustellen, gespeist aus den Brunnenkammer Quellen.

 

Durch natürliches Gefälle wohlbedacht lief wieder Wasser Tag und Nacht,

 

platziert vor Ohlemachers Haus, ging ihm das Wasser niemals aus.

 

 

 

So ist er 65 Jahre gelaufen, jedoch fehlten mehr und mehr Tiere zum Wassersaufen,

 

auch kein Mensch hat mehr sein Wasser gekostet, so ist er einsam vor sich hin gerostet.

 

Sogar der Ablauf war zugegangen, was war denn mit ihm jetzt noch anzufangen,

 

altersschwach und halb verdorben, gab es für ihn noch ein Morgen ?

 

 

 

Doch wer so treu gedient hat in all den Jahren, den lässt man nicht so einfach fahren.

 

Er wurde zum Teil neu gegossen, gebürstet und lackiert, aufgemöbelt und schön verziert.

 

Neu aufgestellt am Bach unter Bäumen, da kann er von einer guten Zukunft träumen.

 

Davon träumen auch wir alle und feiern hier gemeinsam, dann rostet er nicht und ist niemals einsam.

 

 

 

Juni 2017

 

Helmut Hartwig

 

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Die Strinzer Fahne
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