Strinzer Steinbrüche

In der Strinzer Gemarkung sind vier Steinbrüche bekannt, die für den Hausbau und den Wegebau genutzt wurden. Die auf der Hand liegenden Vorteile eigener Brüche waren zu allen Zeiten die geringen Transportwege.

Steinbruch an der Steinstraße

 

Bis Ende der fünfziger Jahre wurde der Steinbruch am Ortsausgang nach Breithardt, zwischen der Straße nach Breithardt und der Steinstraße, genutzt. Betreiber war der Bauunternehmer August Gräter, der in den Jahren nach dem Krieg für Fundamente und Grundmauern erhebliche Mengen aus dem Fels herausgebrochen hat. Große Mengen wurden verarbeitet am Landhaus/Waldhaus und der das Haus umgebenden Mauern am Orler Weg, das in den Jahren 1946-1949 von Familie Zerbe erbaut wurde.

Eine weitere Großbaustelle, an der diese Bruchsteine verbaut wurden, war die neue Schule, erbaut 1950. Auch an fast allen Neubauten in der Schulstraße, die bis etwa 1960 erbaut wurden, sind diese Bruchsteine verarbeitet.

Der komplette Unterbau der Schulstraße wurde mit diesen Bruchsteinen (Gestück) befestigt.

In den letzten Jahren des Steinbruchbetriebes wurden schon ein Kompressor und Dynamit eingesetzt, vor dessen Einsatz war das Steinebrechen eine sehr schwere und mühsame Arbeit.

Dieser ehemalige Steinbruch stand Pate für die Namensfindung der direkt daneben verlaufenden Steinstraße.

Quarzsteinbruch am Strinzer Weg

 

Links vom Weg nach Strinz Trinitatis, unterhalb des Wasserreservoirs der Gemeinde befand sich ein Quarzsteinbruch. Hier wurden Steine gebrochen für den Wegebau rund um Strinz, für die Scheidertalstraße die 1903 erbaut wurde, den Strinzer Weg nach Strinz Trinitatis, den Steckenrother Weg, den Kuhweg und die Straße nach Niederlibbach. Neben vielen Fremdarbeitern, die im Wege- und Straßenbau arbeiteten, hatten auch die Bürger der Gemeinde Gelegenheit hierbei Geld zu verdienen und zwar durch den Transport mit dem Pferdefuhrwerk, durch Steine klopfen im Akkord nach cbm und durch Arbeiten im Bruch selbst. Dieser Bruch ist heute mit Erdaushub verfüllt, eingeebnet und bepflanzt.

Basaltsteinbruch am Hennethaler Weg

Es gab einen weiteren Basaltsteinbruch in Richtung Hennethal, oberhalb des alten Hennethaler Wegs, am Waldrand. Beim Abbau von Quarzsand für die wassergebundene Straßendecke hat man Basaltsteine entdeckt, die aber nur in geringer Menge nutzbar waren, wegen der tiefen Lage und dem schwierigen Transport durch die Wiesen zur Straße.

Entdeckt wurde der Steinbruch 1859 vom damaligen Pfarrer Demmer, der dort in seinen Freistunden selbst Basalt abbaute und der Gemeinde für die Überschüttung der Straßen verkaufte. Es handelte sich um dunklen Kugelbasalt. Später wurde der Bruch von Gustav Gräter weitergeführt, bis er in den 1890er Jahren zusammenrutschte.

Steinbruch auf Gebrüderstein

 

Ein weiterer Steinbruch befand sich auf Gebrüderstein, an der Eisenstraße. Hier wurden nur in geringem Umfang Steine aus dem Fels gebrochen, wahrscheinlich nur beim Ausbau der Straße nach Breithardt. Die Konturen des Steinbruchs sind noch sichtbar.

Steinbruch rechts des Steckenrödter Wegs

 

Dieser Bruch ist als “Steinbruch” unbedeutend, da diese Steine weder zum mauern noch als “Gestück” für den Straßenunterbau geeignet waren.

Er ist jedoch erwähnenswert, da er das Material für den Unterbau des neuen Sportplatzes geliefert hatte. Dafür waren die unförmigen Felsbrocken bestens geeignet. Das Herausbrechen mit dem Bagger (Fa. Enders) war hier möglich. Am Transport auf das Sportplatzgelände haben sich viele

Bürger mit Traktoren und Wagen ehrenamtlich beteiligt, sowie auch beim Einbau mit Hacke und Schippe.

Der obere Teil der ausgebaggerten Mulde wurde von Jugendlichen (Jugendclub) gerne als Grillplatz genutzt. Der größte Teil ist längst von der Natur zurückerobert, durch Bewuchs mit Hecken und Sträuchern.

 

Überliefert von Helmut Hartwig

Steinbruch am Eichholz

 

Beim Steinbruch am Eichholz handelt es sich nur um einen kleinen Bruch, der wahrscheinlich nur beim Bau der Straße nach Niederlibbach genutzt wurde.

 

 

Steinbruch im Kohlwald

 

Auch der Steinbruch im Kohlwald ist recht klein. Dieser wurde wahrscheinlich nur beim Bau des Strinzer Weges genutzt.

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Die Strinzer Fahne
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