Die Zechen Bertha, Fritz und Glücksfund 1

Am 18. Oktober 1869 wird im Amtsblatt der Regierung in Wiesbaden bekanntgegeben, dass unter Beweisung der §§ 35 und 36 des Berggesetzes die Beleihungsurkunde für das Bergwerk Berthazeche und der Zeche Fritz erteilt wurde.

 

Der Ausdruck Zeche bezeichnete ursprünglich den Zusammenschluss mehrerer Personen zum Betreiben eines Bergwerks. Mit ihrer Einlage in die bergrechtliche Gewerkschaft bezahlten die Beteiligten die Zeche, was heute noch als umgangssprachlicher Ausdruck für das Bezahlen einer Rechnung verwendet wird.

 

Die Schürfrechte für die beiden Zechen wurden dem Berginspektor Carl Ludwig Münster aus Limburg, zur Gewinnung von im Felde vorhandenen Eisenerze, erteilt.

 

Die Berthazeche lag im Grenzbereich von StM, StT und Hennethal  und hatte eine Fläche von 499.411 Quatratlachten.

 

Die Zeche Fritz lag im Grenzbereich von SM und Hennethal und hatte eine Fläche von 499.500 Quatratlachtern. Auch dort wurde Eisenerz gefördert.

 

Das (auch der oder die) Lachter war ein im Bergbau übliches Längenmaß, mit dem meist Teufen, der Stollenvortrieb und die Größe von Grubenfeldern, auch Gedinge bestimmt wurden. In den meisten deutschsprachigen Bergrevieren war es das wichtigste Längenmaß. In dem damaligen Preußen betrug ein Lachter 2,092 Meter.

(Amtsblatt der Regierung in Wiesbaden, Nr. 57, 11. November 1869, Seite 373 / Wikipedia /

  Hessisches Staatsarchiv Wiesbaden /Abt. 469/31 Nr. 1793-1816)

Neben den Zechen Bertha und Fritz gab es eine weitere Zeche. Die Zeche "Glücksfund 1". Diese lag auf dem Gebiet von StM und Steckenroth.

(Hessisches Staatsarchiv Wiesbaden / Abt. 469/31 Nr. 1793-1816)

Am 31. August 1872 wird der Union Aktiengesellschaft für Bergbau Eisen-  und Stahlindustrie zu Dortmund unter dem Namen "Dortmund" das Bergwerkseigentum der Gemeinden Orlen, Hambach, Wingsbach und StM, welches einen Flächeninhalt von 2.187.000 qm hat, zur Gewinnung der im Felde gewonnenen Eisenerze, verliehen

(Amtsblatt der Regierung in Wiesbaden / 1873)

Bergbau in noch älterer Zeit?

In dem Buch "Schriften der Berlinischen Gesellschaft Naturforschender Freunde, Band 1 aus dem Jahre 1740" gibt es einen Hinweis auf Bergbau in unserer Region aus noch früherer Zeit.

 

Dort heißt es:

 

Bey Strinz im Idsteinischen muß der Bergbau ehemals ganz beträchtlich gewesen seyn, wie man aus den vielen alten Halden deutlich abnehmen kann.

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Die Strinzer Fahne
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Sebastian Vettel fährt durch StM (ab 16:05)

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