Vielfach bekannt ist, dass in den großen 

Kriegen die Kirchenglocken zu Waffen verarbeitet

wurden. Doch bevor man die Glocken konfiszierte,

mussten oft zuerst die Orgelpfeifen dafür herhalten.

So auch in StM.

Die Orgelpfeifen haben ausgepfiffen

Aus der Chronik

  • 10 Januar 1917
    Die Zinnprospektpfeifen an den Orgeln werden beschlagnahmt.
    (Stinzer Chronik, Teil 2, Seite 17, Kirchenchronik)
  • 26. Juni 1917
    Abends habe ich mit Schmied Wilhelm Klein die Prospektpfeifen aus der Orgel herausgenommen.
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 18, Kirchenchronik)
  • 30. Juni 1917
    Die Orgelpfeiffen gehen morgens durch Gastwirt August Schneider ans Landratsamt in Langenschwalbach
    (Strinzer Chronik, Teil 2, Seite 18, Kirchenchronik)

 

Artikel aus dem evangelischen Kirchenboten

Strinz Margarethae. 

Der behördlichen Anordnung gemäß wurden die Prospekt-Zinn-Pfeifen der beiden Orgeln (Red.: StM und Niederlibbach) in der letzten Juni-Woche ausgebaut und an das königliche Landratsamt Langenschwalbach abgeliefert. Die Prospekte sind dadurch wohl entstellt; aber wenn die Hohlstellen mit Tuch oder entsprechender Tapete verhängt sind, wird die Sache nicht mehr weiter auffallen. Erfreulicherweise ist das Spielen der Orgeln dadurch nur wenig beeinträchtigt.

(Evangelischer Kirchenbote für den Synodalkreis Kirberg, Nr. 1, August 1917)

 

Strinz Margarethae. 

Am 14. August 1917 ging das Geld für die Orgelzinnpfeifen von StM ein im Betrag von 372,05 Mk. Auch dieses Geld wird für die neue Kriegsanleihe verwendet.

(Evangelischer Kirchenbote für den Synodalkreis Kirberg, Nr. 4, November 1917)

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Die Strinzer Fahne
Die Strinzer Fahne

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Sebastian Vettel fährt durch StM (ab 16:05)

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