Granatennagelungen in StM

Eine Kriegsnagelungen bezeichnete eine der zahlreichen Sammelaktionen im Ersten Weltkrieg, mit denen Geld für die Unterstützung von Kriegshinterbliebenen und -verwundeten von der Bevölkerung erbeten wurde, da die staatlichen Sozialfonds nicht über ausreichende Finanzmittel zu ihrer Versorgung verfügten.

Beschlossen wurde solch eine Aktion in den örtlichen Gremien, die Trägerschaft übernahm aber meist ein karitativer Verein (z.B. das Rote Kreuz), das den Verkauf der Nägel, die Organisation der Nagelaktionen selbst und die Verwaltung der Gelder übernahm.

 

Das Nageln von Kriegswahrzeichen begann im März 1915; in diesem Jahr ist die Errichtung der meisten Nagelobjekte nachweisbar. Sie endeten ziemlich abrupt im dritten Kriegsjahr, als die materielle Not auch die Bevölkerung erreichte und in Angesicht der großen Materialschlachten 1916 um Verdun und an der Somme mit den riesigen Verlusten an Menschen auch die Siegesgewissheit schwand.

Benagelt wurde in der Regel eine hölzerne Figur. Durch die Benagelung erhielt diese Figur ihr endgültiges Aussehen.

 

Es gab eine große Vielfalt in der Gestaltung der Nagelobjekte; für Strinz-Margarethä wurde die Form einer Granate gewählt. Der Preis für einen Nagel betrug in StM. 10 Pfennig. Die erste Sammlung fand am 02.04.1916 statt, die letzte am 21.09.1916. Insgesamt wurden dabei 12 Reichsmark und 60 Pfennig für den guten Zweck gesammelt.

 

Im Gemeindearchiv Hohenstein existiert noch das Sammelbuch aus dieser Zeit, in das die Spender eingetragen wurden.

 

Hier ein Auszug aus dem Sammelbuch

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