1536 - Strinz wir protestanisch

Wie in den umliegenden Gemeinden auch, gehören die meisten Strinzer Bürger dem evangelischen Glauben an. Doch wann wurde StM evangelisch, nachdem Martin Luther im Jahre 1517 seine 95 Thesen an die Tür der Wittenberger Kirche hämmerte?

 

StM war seinerzeit noch stark an den katholischen Glauben, unter der Herrschaft des Kloster Bleidenstadt, gebunden. Im Jahr 1495 wird das Kloster Bleidenstadt aufgelöst und in ein adliges Ritterstift umgewandelt. Der Ort Bleidenstadt hatte danach seinen eigenen Pfarrer mit der über dem Ort gelegenen St. Peterskirche. Zu deren Kirchspiel gehörte auch StM, welches aber, im Gegensatz zu vielen anderen Orten, schon eine eigene Kirche, einen Pfarrer und einen Glöckner besaß. Alle Kirchen waren, wie das Ritterstift auch, dem Mainzer Kirchensprengel unterworfen. Das Ritterstift Bleidenstadt hatte einen eigenen Dekan, welcher stets als Oberpfarrer der Region angesehen wurde.

 

Die St. Peterskirche wurde seit 1536 den Lutheranern eingeräumt, wahrscheinlich in einer Zeit, in der Erzbischof Albrecht minder streng gegen die Ausbreitung der Reformation vorging. Alle Orte, die unter Nassau-Weilburger Hoheit standen, nahmen die Reformation ebenfalls an, der Ort Bleidenstadt aber nur zur Hälfte. Die Aar trennte sodann die beiden Religionen des Ortes.

 

StM das dem Kirchspiel der St. Peterskirche in Bleidenstadt angehörte, nahm somit ebenfalls im Jahre 1536 den evangelischen Glauben an.

 

(Geschichte Nassaus von der Reformation bis zur Neuzeit / E. F. Keller / 1864)

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Die Strinzer Fahne
Die Strinzer Fahne

Sebastian Vettel fährt durch StM (ab 16:05)

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