Strinzer Pfarrer der Letzte der Region

Der 30jähirge Krieg hat unsere Region fast leergefegt. Diejenigen, die bis dahin den 30jährigen Krieg überlebt haben, sind den steten feindlichen Angriffen, Raufen, Schlagen, Plündern und Hungern ausgewichen und halten sich im Rheingau, Langenschwalbach, Diez, Hohenstein (heute Burg Hohenstein) und auch in Idstein auf. Viele Zurückgebliebene sind dem Hungertod geweiht. Auch Pfarrer gibt es in der Region nicht mehr, sodass der einzig verbliebene Pfarrer "Georg Pistorius" etlichmale bis nach Wehen seinen Dienst verrichten muss. Doch auch diesen hat der Druck der Zeit hinweggerafft und der Verstorbene wird am 21. Oktober 1636 vom einzig verbleiben Geistlichen der Region Pfarrer Plebanus aus Wehen begraben. Dieser berichtete vom Begräbnis:

 

"Bei diesem Leichenbegräbnis ist es fast erbärmlich zugegangen; denn auch so viele Mannspersonen aus dem Grund zusammenzubringen waren, dass sie das Grab machen und ihren toten Pfarrer zu seinem Grabe, nur etliche Schritt aus dem Pfarrhaus in die Kirche tragen konnten. Mußten auch die armen Leute bei dem Ausgang aus der Kirche wegen einer ankommenden hungrigen Partei auf dem Kirchhof entlaufen. Kame ich kaum ohngeplündert und das durch Hilf einer schriftlichen Salven Quartier davon. Ist nun auf diesem ganzen Strich kein einziger Pfarrer mehr"

(Die Drangsalen des Nassauischen Volkes und der angrenzenden Nachbarländer in den Zeiten des dreißigjährigen Krieges, seine Helden, Staatsmänner und andere berühmte Zeitgenossen / 1854)

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Die Strinzer Fahne
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