Wahr oder Unwahr

"Nachfolgend eine Geschichte, deren Wahrheitsgehalt nicht nachgewiesen werden kann."

Ein Kind namens "Misere"

Im Untertaunuskreis gibt es die Sage, dass in der "Franzosenzeit" ein fremdes, verlassenes Kind gefunden wurde und der Pfarrer von Strinz-Margarethä das einsame Kind "Misere" genannt und getauft habe, was übersetzt soviel wie "Elend" bedeutet.

Unter der "Franzosenzeit" versteht man den Zeitraum, in dem unser Gebiet von den Franzosen besetzt war. Das war um 1804 - 1815.

Ein Schriftstück beweist aber, dass es sich nicht um die "Franzosenzeit" gehandelt haben kann, denn bereits im Jahre 1651 wird im Niederlibbacher "Nachbarschaftsverzeichnis ein Bürger namens Melchior Meßere erwähnt.

Wahrscheinlicher ist es deshalb, dass mit der "Franzosenzeit" eher die Zeit des 30jährigen Krieges gemeint ist.

 

Im Jahre 1818 gab es noch einen Schultheißen (Bürgermeister) in Oberlibbach mit dem Nachname Misere, der ein Nachfahre diese Kindes gewesen sein könnte.

Der Wahrheitsgehalt dieser Geschichte kann aber wohl nicht mehr ergründet werden.

(Strinzer Chronik)

 

Das Leid uneheliche Kinder

In der damaligen Zeit galt es als Schande uneheliche Kinder zu haben. Der Makel, der der unverheirateten Mutter anhing, wurde auch auf das uneheliche Kind übertragen. Man gestand ihm nicht, wie dem ehelichen Kinde, die gleichen Rechte und die gleiche Achtung zu. Es war ein "Bankert", der sich überall verachtet fühlte und dem man seine uneheliche Geburt, an der er schuldlos war, bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit vorhielt. Dieser Makel hing ihm sein ganzes Leben an. Um dieser Verachtung zu entgehen, kam manches Mädchen und manche Frau dazu, ihr heimliche geborenes uneheliches Kind zu töten oder auszusetzen.

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