Das Strinzer "Strafbuch"

 

Es dürfte jedermann bekannt sein, dass in den Schulen früher Prügelstrafen an der Tagesordnung waren. Weniger bekannt ist wohl, dass die Lehrer und Lehrerinnern verpflichtet waren, ihre Züchtigungen in ein Strafbuch einzutragen. So ein Strafbuch der Strinzer Schule existiert heute noch.

In diesem mußte folgendes eingetragen werden:

Datum

Name und Alter des Schülers

Name und Stand der Eltern resp. der Vormünder

Art der Vergehen

Art der Züchtigung

Die Aufzeichnungen in dem vorliegenden Buch beginnen am 08. März 1888 und enden am 20. Dezember 1917.

In diesem Zeitraum wurden über 1000! Strafmaßnahmen durchgeführt.

Dabei waren die Gründe für die bestraft wurde höchst unterschiedlich.

Strafgründe waren:

  • Faulheit
  • Lügen
  • Störung des Unterrichtes
  • Ungehorsamkeit
  • Plaudern
  • zu spät kommen
  • fehlende Hausausgaben
  • schlechter Aufsatz
  • Unartigkeit aber auch Vergehen wie
  • "tobt und schlägt auf dem Spielplatz".

In der Regel wurden die Schüler mit Riemenschlägen auf Hand, Rücken und Gesäß bestraft. Die Anzahl der Schläge für das gleiche Vergehen varierten aber. So konnte man für Faulheit mit 2 aber auch mit 4 Schlägen bestraft werden. Neben den Riemenschlägen wurde gelegentlich mit Ohrfeigen gezüchtig.

 

Den einsamen Rekord hält der 12jährige Schüler Carl, der am 03. November 1891 mit 10 Schlägen auf die Hand bestraft wurde. Sein Vergehen: lügt in frecher Weise.

Hier ein Auszug aus dem Strafbuch:

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Die Strinzer Fahne
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