Kampf der Gesangvereine

Im Jahre 1883 kam es zu einer Gerichtsverhandlung in Wiesbaden wegen einer blutigen Auseinandersetzung  beider Strinzer Gesangvereine.

Hierüber berichtete der Aarbote in seine Ausgabe vom 15. Januar 1883

Hier der original Bericht:

Wiesbaden, 18. Jan. (Strafkammer)

 

In Strinz-Margarethä besteht ein Gesangsverein mit dem schönen Namen  "Eintracht" und es wurde noch ein weiterer gegründet mit dem schönen Namen "Cäcilia".

Als die "Cacilia" gegründet wurde, war es mit der Eintracht in Strinz aus und es gab täglich Neckereien und Spöttereien unter den Strinzern, ja es sollen noch heute Civilklagen vor dem hiesigen Landgericht schweben, die auf die uneinträchtige "Eintracht" der Strinzer zurückzuführen sind.

 

Als am 13. Juli 1892 nach einem in Hennethal ausgebrochenen Brande die Strinzer in der Nacht glücklich in das Heimatdorf zurückgekommen waren, fiel die Spitzmannschaft übereinander her, denn der Groll der "Cecilia" über die "Eintracht" kam zum Durchbruch.

 

Hierbei soll nun der W. P. den Fr. H. und W. H. mit einem Lattenstück schwer mißhandelt haben und ist deshalb von dem Schöffengericht in Wehen zu 24 Mark Geldstrafe oder 12 Tagen Gefängnis verurtheilt worden.

 

Gegen dieses Urteil legte der Angeklagte Berufung ein, und zwar mit Erfolg, denn der Gerichtshof erachtete es nicht als erwiesen, dass der Angeklagte sich der Körperverletzung schuldig gemacht hat.

(Aarbote vom 15. Januar 1893)

 

Dank an Rudolf Wuschek vom Gemeindearchiv Hünstetten, der mir diesen Artikel hat zukommen lassen.

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Die Strinzer Fahne
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