Kriegervereine

In StM wurde im 19. Jahrhundert ein sogenannter Kriegerverein gegründet. Dieser bestand aus mehreren männlichen Bürgern, die in diversen Kriegen zum Einsatz kamen.

Im Feld gefundenes Eiserne Kreuz des Kriegervereins Strinz-Margarethä
Im Feld gefundenes Eiserne Kreuz des Kriegervereins Strinz-Margarethä

Kriegervereine wurden vereinzelt bereits nach den Koalitionskriegen gegründet. Seit 1842 bildeten sich besonders in Preußen zahlreiche so genannte Militär-Begräbnisvereine, nachdem König Friedrich Wilhelm IV. ihrer Gründung eine gesetzliche Grundlage gegeben und ihnen besondere Rechte verliehen hatte.

Die Kämpfe der Revolutionsjahre von 1848, insbesondere der Krieg in Schleswig-Holstein gab weiteren Anlass für die Bildung von Kriegervereinen. Doch nahmen derartige Bestrebungen erst nach den Kriegen von 1864, 1866 und 1870/71 (siehe auch unter Halsdurchschuß) in allen Teilen des Deutschen Reiches einen besonderen Aufschwung. Im Frühjahr 1873 bildete sich der Deutsche Kriegerbund, dem 1884 der Reichskriegerverband folgte.

Kriegervereine waren ursprünglich aus Gründen der Geselligkeit gegründet worden. Sie waren weitestgehend neutral und parteipolitisch unabhängig.

Kriegervereine fördern die Kameradschaft (z. B. zwischen ehemaligen Soldaten, Kriegsteilnehmern), die Erhaltung des Brauchtums und die Bewahrung des Andenkens an die gefallenen und vermissten Soldaten.

 

Die Förderung des Brauchtums beinhaltet unter anderem:

  • Pflege der Vereinsfahnen
  • Teilnahme der Kameradschaft mit Fahnenabordnung bei:

    • Beerdigungen von Vereinskameraden
    • Kirchlichen Festen
    • örtlichen Gemeinde- und Vereinsveranstaltungen, z. B. Totenehrung am Kriegerdenkmal usw.

 

Die Vereine setzten sich für die Versöhnung der Völker und die Bewahrung des Friedens ein.

Vom Strinzer Kriegerverein ist wenig überliefert, jedoch tauchte vor kurzem bei der Kartoffelernte ein in eine Kartoffel eingewachsenes Eisernes Kreuz des Kriegervereines auf.

Auch in anderen Hohensteiner Gemeinden gab es Kriegervereine. So existiert im Hohensteiner Archiv noch die Fahne des Kriegervereines Hohenstein (heute Burg Hohenstein) und es wurde auf einem Strinzer Acker nahe der Eisenstraße eine Medaille des Kriegervereines Breithardt aufgefunden.

Diese Relikte habe ich nachfolgend aufgeführt:

Quellen: Red., Wikipediam, Hohensteiner Archiv

Im Feld gefundene Erinnerungsmedaille des Kriegervereins Breithardt

Fahne des Kriegervereins Hohenstein (Burg Hohenstein) von 1908

Im Adressbuch für den Untertaunus aus dem Jahre 1929 wird als Vorsitzender des Kriegervereins StM August Christmann aufgeführt.

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Die Strinzer Fahne
Die Strinzer Fahne

Sebastian Vettel fährt durch StM (ab 16:05)

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