Der erste Strinzer Millionär

Die deutsche Inflation von 1914 bis November 1923 war eine der radikalsten Geldentwertungen, die eine der großen Industrienationen erlebt hat. Die Vorgeschichte dieser Hyperinflation findet sich in der Finanzierung des Ersten Weltkrieges. Mit dem Ende des Krieges 1918 hatte die Mark bereits offiziell mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren. Eigentliche Ursache der ab 1919 schon beginnenden Hyperinflation war die massive Ausweitung der Geldmenge durch den Staat in den Anfangsjahren der Weimarer Republik, um die Staatsschulden zu beseitigen.

(Wikipedia)

Gutschein der Regierung in Langenschwalbach (Bad Schwalbach) aus dem Jahre 1923
Gutschein der Regierung in Langenschwalbach (Bad Schwalbach) aus dem Jahre 1923

Auch vor StM machte diese Inflation natürlich keinen Halt.

Am 10.02.1923 kostete ein Ei in StM 300,- Mark und ein Pfund Butter zwischen 6.000,- und 8.000,- Mark.

Der Landmann Heinrich Hankammer hat zu diesem Zeitpunkt eine Kuh für 1,8 Millionen Mark verkauft und wurde damit plötzlich zum 1. Millionär in StM. Eine Menge Geld für einen Landmann, der bisher immer in bescheidenen Geldverhältnissen lebte.

Alle im Ort amüsierten sich darüber, denn schon am nächsten Morgen hatte der Betrag noch kaum einen Wert.

(Kirchenchronik, Pfarrer Schilp)

Inflationsgeld von 1923

Quelle: Helmut Hartwig

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Die Strinzer Fahne
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Sebastian Vettel fährt durch StM (ab 16:05)

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