Wettbewerb "unser dorf soll schöner werden"

Im Jahr 1959 wird vom Hessischen Minister für Landwirtschaft und Forsten erstmalig zum Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" aufgerufen.

Ziel dieser Aktion war es, den für das Landleben notwendige Gemeinschaftssinn und das Zusammengehörigkeitsgefühl zu festigen. Denn, so meinten die Ausrichter des Wettbewerbes, durch des Tages Lasten und Mühen werden Heimatgefühl und Dorfverbundenheit vergraben, die Freude an der Arbeit schwindet, Abeit und Pflicht werden zur Last.

Diesen Gefahren soll durch den Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" entgegengewirkt werden.

 

Die Naturverbundenheit des ländlichen Menschen - auch in einer veränderten Zeit - soll erhalten werden.

 

So, die für heutige Verhältnisse recht hölzern wirkende Beschreibung des Wettbewerbes.

Strinz-Margarethä ab 1960 dabei

Während im Jahre 1959 nur unsere Nachbargemeinden Steckenroth und Breithardt an dem Wettbewerb teilnehmen, beteiligt sich Strinz-Margarethä schon im darauffolgenden Jahr sehr erfolgreich daran.

Im Wettbewerbsbezirk Bad Schwalbach nehmen die Gemeinden Strinz-Margarethä, Nauroth, Mappershain, Breithardt, Steckenroth, Michelbach und Kemel teil, wobei die Gemeinde Strinz-Margarethä als Bezirkssieger hervorgeht. Auf Landesebene reichte die Platzierung für einen sehr guten 3. Platz (gemeinsam mit der Gemeinde Lauerbach/Odenwald).

Verdienter 3. Platz

Um sich den 3. Platz im Landeswettbewerb zu erstreiten haben sich die Strinzer Bürger einiges einfallen lassen. Laut Juroren hatten die Gemeindemitglieder den Gedanken der Gemeinschaftsarbeit in vorbildlicher Weise umgesetzt und dadurch die Schaffung von mustergültigen Anlagen ermöglicht. Der in Strinz stark ausgeprägte Gemeinschaftssinn fand seinen schönsten Ausdruck darin, dass die Jugendlichen den alten und gebrechlichen Leuten die Verschönungsarbeiten an ihren Häusern ausführten. Alle Vereine einschließlich der Frauenhilfe, jung und alt, haben in Tausenden  von geleisteten freiwilligen Arbeitsstunden das Dorfbild so verändert, dass man wirklich von einem Gelingen der Aktion sprechen konnte.

In StM verschönert insbesondere die Jugend alle in Frage kommenden Stellen. So werden Ruhebänke aufgestellt und die Ortseingänge besser hergerichtet. Besonders der Platz am Spritzenhaus, wo früher das Behelfsheim für Flüchlinge stand, wurde schön gestaltet.

 

Zeitgenössischer Zeitungsbericht

Ehrung durch den Landrat

Aufgrund des Erfoges beim Dorfverschönerungswettbewerbes veranlaßt der Kreisbauernverband seine alljährliche Erntedankfeier in StM. Nach einem Festzug der Untertaunusjugend durch die Dorfstraßen halten der Landrat, der Bürgermeister und Vertreter des Bauernverbandes Ansprachen. Ein gemütliches Beisammensein schließt sich an.

1961 auf Bundesebene dabei

Im Jahre 1961 wurde erstmals zur Teilnahme an dem Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf in Grün und Blumen" auf Bundesebene aufgerufen. Teilnahmeberechtigt sind die Landessieger aus den bisherigen Wettbewerben. Damit nimmt StM an diesem Bundeswettbewerb teil. Bürgermeister Guckes als Initiator in der Gemeinde hatte es wieder verstanden, alle Dorfbewohner für diese neue Aktion zu gewinnen. Der Lohn der Arbeit war ein 28. Platz auf Bundesebene und eine Ehrenurkunde.

Quelle: Heimatjahrbuch - Der Untertaunus, 1962

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Die Strinzer Fahne
Die Strinzer Fahne

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Sebastian Vettel fährt durch StM (ab 16:05)

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