25 Jahre Seelsorge

Im Jahre 2012 feierte der Strinzer Pfarrer Dr. Jürgen Noack sein 25. Dienstjubiläum in StM.

Im Wiesbadener Tagblatt, Aarboten erschien am 20.09.2012 nachfolgender Artikel von Christian Weise.

(Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Hannelore Wiedemann, Redakteurin des Aarboten, www.aarbote.de)

Dr. Jürgen Noack in seinem Element (Foto: Schwarzer)
Dr. Jürgen Noack in seinem Element (Foto: Schwarzer)

JUBILÄUM Jürgen Noack ist ein Vierteljahrhundert im Dienst / Festgottesdienst am Sonntag

 

Als Jürgen Noack vor 25 Jahren mit seiner Frau Ilona und Baby nach Strinz-Margarethä kamen, dachte kaum einer, dass diese Familie länger bleiben würde. Zu viele Wechsel hatte die Gemeinde in ihrer Vergangenheit erlebt. Und: Jürgen Noack schrieb noch an seiner Doktorarbeit. „Sie wollen etwas werden, Sie gehen doch sowieso wieder“, musste er damals öfter hören. Doch Dr. Jürgen Noack blieb. Bis heute. Auf seiner Pfarrstelle, in der Kirchengemeinde, in der er ordiniert wurde. Dieses Dienst- und Ordinationsjubiläum feiern die Kirchengemeinden Strinz-Margarethä und Niederlibbach am Sonntag, 23. September, um 11 Uhr mit einem Festgottesdienst. Dekan Klaus Schmid wird die Predigt halten.

„Der Einstieg war nicht leicht“, erinnert sich Noack. Ein Pfarrerehepaar mit vier erwachsenen Kindern hatte zuvor die Gemeinde getragen. In diese Fußstapfen zu treten, war schwer. Aber Jürgen Noack ist noch immer ein Pfarrer aus Leidenschaft, der, was er anpackt, aus ganzem Herzen macht und für den „das Gemeindepfarramt das höchste Amt ist, das die Kirche zu vergeben hat.“

 

Aber Noack ist auch jemand, der seit jeher über den Kirchenturm hinaus denkt und schaut. Der passionierte Sänger ist der Erfinder der Kinderbibelwochen Hohenstein Aarbergen, die in diesem Jahr ebenfalls ihr 25-jähriges Bestehen feiern und er ist Mitbegründer des Kinderkirchentages der beiden Dekanate Bad Schwalbach und Idstein. „Unsere Kirchengemeinden sind in allen Projekten des Dekanates und der Region immer gut vertreten, auch, weil man alleine nicht so viel machen kann. Kirchengemeinden haben eine Verantwortung für das Ganze“, betont er. „Ich will nicht nur die eigene Kirchengemeinde im Blick haben“, sagt der 53-Jährige und wiederholt, wie wichtig ihm der Gedanke der Vernetzung ist. Er hob die Dekanatsmusikerstelle damals mit aus der Taufe und gründete zusammen mit dem jungen Kantor Thomas Wächter den Projektchor Navidad Nuestra - heute bekannt als der Gospelchor „Rejoice!“.

 

Seit 22 Jahren arbeitet er im Dekanatssynodalvorstand und seit zehn Jahren stellvertretender Dekan und im Auswahlgremium der Evangelischen Kirchen Hessen und Nassau (EKHN) für angehende Pfarrer. Dreimal im Jahr achtet er darauf, dass „wir junge, engagierte Menschen für den Pfarrdienst gewinnen, die fähig sind, Belastungen auszuhalten und ihr Handeln stets zu reflektieren.“

 

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Diakonie. „Wenn ich nicht bereit bin zu helfen, dann sind unsere Predigten nur leere Worthülsen“, sagte er kürzlich in einem Interview. Seit 1992 ist er auch aus diesem Grund der Vorsitzende der Krankenpflegestation Aarbergen-Hohenstein. Er packt an, wo Arbeit ist, er stellt Stühle, organisiert Mittagessen für die Kinder der Kinderbibelwochen und ist der Letzte, der geht.

Jürgen Noack hat in Bethel, Göttingen und Münster studiert und promovierte in Kirchengeschichte. „Ich unterrichte sehr gerne“ erläutert Jürgen Noack. Sei es der Konfirmandenunterricht oder der Unterricht an den Schulen. Ihm liegt die Begegnung mit den Jugendlichen am Herzen. Er will ihre Gedanken und Welt verstehen. So kann es sein, dass er bei Skifreizeiten der Gesamtschule mitfährt. Jürgen Noack ist nämlich nicht nur Pfarrer, sondern auch ausgebildeter Skilehrer. Drei Vikarinnen und drei Gemeindepraktikantinnen hat er in den letzten Jahren begleitet und unterrichtet. Über sich selbst sagt er: „Ich predige leidenschaftlich gerne“, was seine gesamte Mimik unterstreicht.

 

Ausgebildeter Skilehrer

Vielen Menschen ist der in der Nähe von Löhnberg aufgewachsene Hesse in den vergangenen Jahren begegnet, hat sie begleitet, ermutigt und getröstet. Unzählige Gottesdienste gehalten, Kinder und Erwachsenen getauft, Jugendliche konfirmiert, Menschen getraut und beerdigt.

Wenn der Pfarrer Freizeit hat, liest er gerne „Thriller zur Entspannung“. Fest verankert in seinem Terminkalender sind auch die Auszeiten zum Wandern in den Bergen. Für die Zukunft wünscht er sich, dass es ihm öfter mal gelingt „Nein“ zu sagen und seinen Resturlaub nehmen zu können, „oder jedenfalls einen Teil davon“.

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Die Strinzer Fahne
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Sebastian Vettel fährt durch StM (ab 16:05)

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