Kriegserlebnisse der Heimkehrer

"Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wurden alle Heimkehrer nach Ihren Kriegserlebnissen befragt.

Nachfolgend könnt Ihr lesen, was die einzelnen Strinzer in schwierigen Zeiten durchgemacht haben."

Karl Baum

Geboren: 1920, Landwirt

Eingezogen am: 15.01.1940

Letzter Dienstgrad: Unteroffizier

Einheiten: Luftwaffenbaukompanie Wiesbaden, 3. Fallschirmregiment

Einsatzgebiete: Westfront, Ostfront, Deutsches Reich

Erlebnisse: Kam mit der Luftwaffenbaukompanie an die Westfront, erhielt in Magdeburg Infanterieausbildung, auf Rügen als Kampfbeobachter ausgebildet. 1942 als Sturmartillerist im Osten, schließlich zur Fallschirmausbildung. Begleitete beim 3. Fallschirmregiment die Luftoffensive bei Wesel-Bochold. Kam am 12. April 1945 in englische Gefangenschaft., flüchtete mit einem Hauptmann, einem Stabsarzt und einem Feldwebel bis Magdeburg. Als der Aufruf der Amerikaner erschien, nachdem sich Flüchtlinge stellen müßten, meldete sie sich nach 14 Tagen. Karl wurde am 14. Juni 1945 aus dem Kriegsgefangenenlager Bingen-Büdesheim und kehrte am 17. Juni nach StM zurück.

Auszeichnung: Eisernes Kreuz 2. Klasse

Alfred Seel

Geboren: 11.08.1922

Eingezogen am: 1.10.1941

Letzter Dienstgrad: Obergefreiter

Einheiten: Leichte Artillerie Ers.-Abt. (mot.) 33 Homburg (Saar) / 11. Panzerdivision

Einsatzgebiete: Russland und Frankreich

Erlebnisse: Nahm an vielen Kämpfen in Frankreich und Rußland teil. Wegen Munitions- und Spritmangel ergab sich seine Division den Amerikanern die sämtliche Angehörigen der Division in ihre Heimat schickten.

Alfred Seel wurde nach ärztlicher Untersuchung und den üblichen Formalitäten am 23.05.1945 ordentliche entlassen und kehrte am 26. 05. nach StM zurück

Auszeichnungen: Eisernes Kreuz 2. Klasse / Verwundetenabzeichen / Allgemeines Sturmabzeichen

Richard Hankammer

Geboren: 28.02.1923

Eingezogen am: 17.04.1942

Letzter Dienstgrad: Obergefreiter

Einheiten: Infanterie Ers. Bat. 321 bei Verdun / Sonderstab des Stabes Model (Sonderstreife)

Einsatzgebiete: Frankreich / Rußland

Erlebnisse: Nahm an Kämpfen in Rußland teil. Kam im Harz in amerikanische Gefangenschaft. Aus dem Lager Heidesheim bei Mainz entlassen. Kehrte am 30. Mai 1945 nach StM zurück.

Auszeichnungen: Eisernes Kreuz 2. Klasse / ?

Edmund Egert

Geboren: 19.08.1924

Eingezogen am: 07.07.1942

Letzter Dienstgrad: Obergefreiter

Einheiten: Landschützenbat. 775, Boppard

Einsatzgebiet: Rußland

Erlebnisse: Wurde bei Kampfeinsätzen verwundet. Geriet am 28.3.1945 in Kriegsgefangenschaft. Im Lazarett in Idstein. Kehrte am 01.06.1945 nach StM. zurück.

Albert Ohlemacher

Geboren: 17.09.1906

Letzter Dienstgrad: Obergefreiter

Einheiten: Pionier-Brückenbat. 552

Einsatzgebiete: Rußland (Südukraine) / Ungarn / Österreich

Erlebnisse: Geriet mit der 6. Armee am 08. Mai 1945 in Kriegsgefangenschaft. Kehrte am 3. Juni 1945 nach StM zurück.

Auszeichnungen: Eisernes Kreuz 2. Klasse

Karl Steinmetz

Geboren: 1903, Betonformer, durch Heirat Strinzer geworden.

Eingezogen am: 15.04.1940

Letzter Dienstgrad: Obergefreiter

Einheit: Infanteriegeschützbatterie bei der Kampfgruppe Vogelsang

Einsatzgebiete: Ungarn / Deutsches Reich

Erlebnisse: Kämpfte hauptsächlich bei Stuhlweißenburg in Ungarn, bei Bayreuth und Nürnberg. Im Erzgebirge von Russen gefangen genommen. Von Diez aus dem amerikanischen Lager entlassen. Rückkehr nach StM am 02.06.1945.

Auszeichnung: Eisernes Kreuz 2. Klasse.

Alfred Hankammer

Alfred Hankammer in Paris
Alfred Hankammer in Paris

Geboren: 1917

Beruf: Landwirt und Schuhmacher

Eingezogen am: 14.11.1938

Letzter Dienstgrad: Stabsgefreiter

Einheit: Infanterieregiment 87 Wiesbaden

Einsatzgebiete: Frankreich / Rußland

Erlebnisse: Bei Nürnberg in Kriegsgefangenschaft geraten. Rückkehr nach StM am 5.06.1945.

Auszeichnungen: Eisernes Kreuz 2. Klasse, Infanteriesturmabzeichen, Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern, Ostmedaille

Emil Faust

Geboren: 1910

Beruf: Landwirt

Eingezogen am: 25.08.1944

Einsatzgebiet: Deutsches Reich

Erlebnisse: Nach der Ausbildung am 02.02.1945 von Heidelberg in die Gegend von Görlitz verlegt. Kämpfte gegen die Russen und bei Nürnberg gegen die Amerikaner. 8 Wochen in Gefangenschaft bei guter Behandlung und Verpflegung. Rückkehr nach StM am 06.06.1945.

Wilhelm Diefenbach

Geboren: 1903

Beruf: Landwirt

Eingezogen am: 18.07.1943

Einheit: Truppenersatz-Transportabteilung 36, Trier

Erlebnisse: Diente als Kraftfahrer für Verpflegung, Munition, Truppen. Kam am 04.05.1945 in amerikanische Gefangenschaft. Beim Einmarsch der Amerikaner am 28.03.1945 in StM brannte sein Hof ab.

Willi Wahl

Geboren: 1906

Beruf: Landwirt

Eingezogen am: 15.10.1940

Einheit: Infanterie-Ersatz-Batl. 313, Trier

Letzter Dienstgrad: Obergefreiter

Einsatzgebiete: Frankreich, Elsaß, Deutsches Reich

Erlebnisse: Kämpfte 1944 in Mittelfrankreich, im Einsatz im Oberelsaß 1944/45 und 1945 in Bayern. Aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft am 14.06.1945 entlassen. Rückkehr nach StM am 16.06.1945.

Wilhelm Klein

Geboren: 1926

Beruf: Schmied

Eingezogen am: 27.07.1944

Einheit: Luft Art. Reg. 34, Trier

Einsatzgebiet: Deutsches Reich

Erlebnisse: In Pommern ausgebildet. Im Einsatz als Kanonier. 1945 bis Krefeld und im Ruhrkessel, dort bei Solingen am 16.04.1945 in amerikanische Gefangenschaft geraten. Entlassung aus der Gefangenschaft am 14.06.1945. Rückkehr nach StM am 18.06.1945.

Albrecht Ufer

Geboren: 1907, Schwager des Strinzer Pfarrer Maus.

Beruf: Pfarrer in Essen

Eingezogen am: 01.05.1941, Essen

Einheit: Sanitäts-Ausbildungsabteilung der Luftwaffe, Norwegen

Letzter Dienstgrad: Sanitäts-Obergefreiter

Einsatzgebiet: Norwegen

Erlebnisse: Austritt aus der Wehrmacht am 02.05.1945 in Mölln, Kreis Lauenburg. Kam nicht in Kriegsgefangenschaft sondern wurde auf Veranlassung des englischen Oberst Kaulbach, eines Enkel des berühmten deutschen Malers Wilhelm von Kaulbach, nach Hause geschickt. Am 22. Juni 1945 kommt er nach StM.

Adolf Guckes

Geboren: 1907

Beruf: Landwirt

Eingezogen am: 22.06.1940

Einheiten: Inf. Reg. 87, Wiesbaden, Inf. Reg. 80 (34. Division)

Letzter Dienstgrad: Stabsgefreiter

Einsatzgebiete: Rußland, Italien

Erlebnisse: Als Fahrer drei Jahre in Rußland, danach in Italien im Einsatz. Kam am 02.05.1945 in amerikanische Gefangenschaft. Behandlung gut, Verpflegung ausreichend. Aus dem Lager Bad Albing bei Rosenheim am 05.07.1945 entlassen. Rückkehr nach StM am 07.07.1945.

Auszeichnung: Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit Schwerter / Ostmedaille

Karlheinz Ernst

Geboren: 1927

Eingezogen am: 11.07.1944

Letzter Dienstgrad: Keiner - gelernter Koch beim Arbeitsdienst und Hilfsausbilder.

Einheiten: Keine - Eingezogen zum Arbeitsdienst in Luxemburg

Erlebnisse: Mußte vor den Amerikanern nach Saarburg, dann nach St. Wendel und schließlich nach Aalen (Württemberg) flüchten. Kam zum Einsatz und wurde am 18.06.1945 bei Luckenwalde, in der Nähe von Treuenbietzen verwundet (Splitter im Oberschenkel). Lazarett in Magdeburg wo die Bevölkerung in der Mittagstunde den Soldaten viele Lebensmittel brachten. Flucht über die Elbe, um nicht den Russen in die Hände zu fallen.

Albert Hankammer

Geboren: 1919

Beruf: Kaufmännischer Angestellter

Eingezogen am: 15.01.1940

Einheiten: 15. Inf. Division

Einsatzgebiete: Rußland, Frankreich,

Erlebnisse: Kämpfte in Frankreich bei Kehl, in Rußland (Minsk bis vor Moskau) bei der 5. Inf. Division. Ab Mai 1942 Küstenschutz bei Bordeaux , später bei La Rochelle bis Januar 1943. Danach 2 mal nach Rußland. Am 2. Mai bei Havelberg-Perleberg Stellungskrieg . Es kamen amerikanische Panzer. Ihr Kompanieführer sagte, dass die gesamte 12. Armee kapitulierte. Die Einheiten waren auseinandergerissen, der Rest der Kompanie sollte sich bei Hamburg zum Überfahren über die Elbe und zur Weiterleitung in das Gefangenenlager melden. Nach der Überfahrt über die Elbe (Pontonbrücke) mit einem Kameraden zu Fuß abgen... Englische Truppen nahmen beide mit bis Bad Oeynhausen. Bei einem Bauern zwei Wochen lang gearbeitet. Er sollte einen Koffer aus der Lüneburger Heide abholen (durch eine Flüchtlingsfamilie dorthin gebracht). Am Tag vor Pfingsten in einem Gehöft übernachtet. Der Bauer bat, bei ihm einige Wochen zu arbeiten. Albert blieb dort bis zum 30.06.1945. In dem Dorf (Mellendorf bei Hannover) waren Engländer. Auf Anraten des Bürgermeisters schließlich bei den Engländern gemeldet, die ihm einen vorläufigen Ausweis ausstellten. Am 30 Juni 1945 von Mellendorf bis Bielefeld mit einem gekauften Fahrrad, von dort aus mit dem Zug in die Heimat. Rückkehr in Strinz am 09. Juli 1945.

Auszeichnungen: Ostmedaille, Verwundetenabzeichen

Albert Schneider

Geboren: 1908

Beruf: Landwirt

Eingezogen am: 18.05.1942

Letzter Dienstgrad: Unteroffizier

Einheiten: Krankenkraftwagen-Zug der 65. Inf. Division

Erlebnisse: Kämpfte in Italien bei Nettuno und bei Pescara (Sancro-Gebirge). Am 13.04.1945 in amerikanische Kriegsgefangenschaft geraten. Im Lager bei Florenz waren Essen und Behandlung gut. Am 09.07.1945 entlassen. Rückkehr nach StM am 11. Juli 1945. Sah die elterliche Wohnung bei der Heimkehr als Trümmerhaufen (siehe "Die letzten Tage im Dritten Reich").

Auszeichnungen: Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern

Paul May

Geboren: 12.07.1924

Eingezogen am: 14.10.42

Letzter Dienstgrad: Gefreiter

Einheiten: Inf. Regt. 697 / 79. Inf. Div.

Erlebnisse: Ausbildung beim Inf. Reg. 697 in Verdun. Nach der Ausbildung kam May im Frühjahr 1943 zur 79. Inf. Div. und damit an die Ostfront (Kubanbrückenkopf). Im Juli 1943 verwundet (Oberarmschuß und linker Unterschenkel verwundet). Daraufhin war er bis 17. Dezember 1943 im Lazarett in Tirol. Am 17. Dezember 1943 kehrte er zur 79. Inf. Div. nach Russland zurück. Wurde im Brückenkopf von Mikopol und im Kessel von Tscherkassy eingeschlossen. Bei Huni (Rumänien) wurde der größte Teil der Division von Russen gefangen genommen (7. Dezember 1944). May war hinter Moskau in einem Gefangenenlager interniert und arbeitete in einem Sägewerk und einer Flugzeugfabrik. Dort bekam er eine Lungen- und Rippenfellentzündung. Er wurde am 3. August 1946 über Frankfurt an der Oder entlassen.

Adolf Deuser

Geboren: 1909

Eingezogen am: 03.12.1942

Letzter Dienstgrad: Gefreiter

Einheiten: Infanterie-Geschütz-Kompanie 342

Erlebnisse: Eingezogen zur Inf.-Geschütz-Komp. nach Verdun. Erhielt ein Kopfverletzung. Daraufhin am 11.071945 aus der Wehrmacht entlassen. Rückkehr nach StM am 19.07.1945.

Auszeichnungen: Verwundetenabzeichen

Wilhelm Schneider

Geboren: 1907

Eingezogen am: 05.05.1941

Letzter Dienstgrad: Obergefreiter

Einheiten: unbekannt

Erlebnisse: Eingezogen zur Flugabwehr nach Gotha. Erster Einsatz in Norwegen. Danach an Kämpfen in Frankreich teilgenommen. Am 15.07.1945 bei Melldorf (Schleswig Holstein) entlassen. Rückkehr nach StM am 20.07.1945.

Richard Christmann

Geboren:1922, Sohn des Schmiedemeisters Adolf Christmann

Beruf: Schmied

Eingezogen am: 03.10.1941

Letzter Dienstgrad: Obergefreiter

Einheiten: Ersatz-Kompanie für Infanterie-Reiterzüge 112 / Volksgrenadierdivision 326

Erlebnisse: Kämpfte beim Rückzug von Cherbourg bis Belgien. Juni bis September 44 bei der engl. Fallschirmjägerlandung bei Arnheim in Holland, in der Bastogne, in der unteren Eifel, in der oberen Eifel, bis zur Verschüttung. Lazaret im April 1945, dort als Patient zur Kampftruppe eingeteilt. Nach 10 Tagen zum 2. Mal verschüttet. Am 2. Mai von Russen gefangen, nach 3 Tagen geflohen, im amerikanischem Lager bei Hegenow gestellt. Verladen in das engl. Internierungslager bei Neustadt. Von dort aus entlassen. Rückkehr nach StM am 02. August 1945.

Auszeichnungen: Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern II, Eisernes Kreuz II, Verwundetenabzeichen.

Alfred Egert

Geboren: 1907

Beruf: Landwirt

Eingezogen am: 10.01.1940

Letzter Dienstgrad: Unbekannt

Einheiten: Unbekannt

Erlebnisse: Am 10.01.1940 nach Hohensatza in Polen eingezogen. Im Mai 1941 entlassen. Am 26.11.1943 erneut nach Koblenz zur 34. Inf. Div. eingezogen. Munitionsfahrer im Kampf gegen Partisanen. 8 Wochen in amerikanischer Gefangenschaft bei guter Behandlung, Verpflegung, Theater und Kino.

Traf am 06. August 1945 zum Geburtstag seine Mutter wieder in seinem Elternhaus in StM ein.

Karl Hankammer

Geboren: 1927, Sohn des Landwirtes Reinhard Hankammer.

Beruf: Landwirt

Eingezogen am: 23. August 1944

Letzter Dienstgrad: unbekannt

Einheiten: Inf. Pionier-Ersatz-u. Ausbildungskomp. 34

Erlebnisse: Hat am 17. 03.1945 mit der Panzerfaust auf amerikanische Panzer geschossen, aber nicht getroffen. Gleich darauf wurde der gesamte Panzervernichtungstrupp (30 Mann) ohne Verluste von den Amerikanern bei Weißenturm gefangen genommen. Hankammer wurde am 7.06.1945 aus amerikanischer Gefangenschaft entlassen und gleich den Franzosen übergeben. Die Franzosen nahmen ihm die Uhr weg und auch 500 Mark, die er sich bei den Amerikanern verdient hatte. Am 08. August aus französischer Gefangenschaft entlassen. Zwei Tage vor seiner Rückkehr nach StM am 08.10.1945 verstarb seine Großmutter.

Oskar Egert

Geboren: 1923

Beruf: Landwirt

Eingezogen am: 3.10.41

Letzter Dienstgrad: Gefreiter

Einheiten: 2. Kraftfahrer-Ersatz-Abtlg 36 / 3. Panzer-Pionier Batl. 87

Erlebnisse: Im Winter 42/43 in Norwegen, dann Frankreich, imSommer 43 nach Rußland, Südabschnitt, in den Karpathen am 10.08.44 im Nahkampf verwundet. 5 Rippen zertrümmert, die linke Lunge lahmgelegt, Geschoss durch den linken Arm in die Rippen. Wog 175 Pfund, 6 Wochen nach der Verwundung 96 Pfund. Im Lazaret in der Slowakei, über Dresden (Bombenangriff miterlebt) nach Bad Schwalbach. Dort 4 Wochen im Lazaret (im März 45). Am 29. März in Steinfischbach bei Idstein gefangen genommen, nach Cherbourg gebracht, dort vom 13.04.45 bis 6.8.45 interniert. Französische Wachmannschaft unter amerikanischer Kontrolle. Kehrte am 17. August 1945 nach StM zurück.

Auszeichnungen: Keine (auch kein Verwundetenabzeichen)

Artur Heinzemann

Geboren: 13.11.22

Beruf: Landwirt

Eingezogen am: 3.10.41

Letzter Dienstgrad: Obergefreiter

Einheiten: 1 leichte Artillerie Ersatt. Abt. 33 / Heeresküstenabteilung

Erlebnisse: Nach seine Ausbildung kommt Heinzemann zur Heeresküstenabteilung auf der Insel Kreta/Griechenland. Dort erhält er das Eiserene Kreuz 2. Klasse. Danach ist er nach Deutschland gekommen und macht dort den Rückzug mit. Am 07.5.45 bei Gardeleben in Gefangenschaft geraten, dann in englischer Gefangenschaft. Kehrte am 18. August nach StM zurück und trifft dort unerwartet seine  junge, aus Sachsen stammende Frau, die er am letzten Weihnachtsfest geheiratet hatte. 

Auszeichnungen: Eisernes Kreuz 2. Klasse

Ernst Richter

Geboren: 19.04.10 / Schwiegersohn von Rektor Weisser

Beruf: ?

Eingezogen am: 3.10.41

Letzter Dienstgrad: Stabsgefreiter

Einheiten: Infanterie-Nachrichten-Ersatz-Kompanie 52 / Festungs-Nachrichtenstab 6 Kassel /Feldschalt-Abteilung zur bes. Verwendung / Marine-Artillerie-Arsenal, Kiel

Erlebnisse: Vom Marine-Artillerie-Arsenal in Kiel am 28.08.1945 aus englischer Gefangenschaft entlassen. Seine Familie wohnt sei November 1943 in StM.

Auszeichnungen: keine

Arthur Fauser

Geboren: 26.5.11 / Schwiegersohn von Rektor Weisser

Beruf: Schriftsteller

Eingezogen am: 7.4.40

Letzter Dienstgrad: Stabsgefreiter

Einheiten: 4. MG Ersatz-Kompanie, Frankfurt / Abt.-Stab eines Artillerieregiments

Erlebnisse: In Finnland verwundet. Am 29 8.1945 aus kanadischer Kriegsgefangenschaft entlassen. Kehrt am 2. September nach StM zurück. Sieht dort zum ersten Mal seinen inzwischen 13 Monate alten Sohn.

Auszeichnungen: keine

Günther Puff

Geboren: 30.10.1907

Beruf: Wagner

Eingezogen am: 1.10.40

Letzter Dienstgrad: Obergefreiter

Einheiten: Luftwaffen Baukompanie, Gießen / Fliegerhorstkompanie 210

Erlebnisse: Kämpfte in Lappland, Rückzug nach Norwegen, später zur Artillerie, kämpfte in Norddeutschland. Zuletzt in englischer dann in amerikanischer Gefangenschaft.

Kehrt am 2. September 1945 nach StM zurück.

Auszeichnungen: Ostmedaille

Otto Kögel

Geboren: 1907 in Dernbach/Pfalz, seit dem 1.5.44 mit Hewig Kugelstadt aus StM verheiratet.

Beruf: unbekannt

Eingezogen am: 31.08.40

Letzter Dienstgrad: unbekannt

Einheiten: unbekannt

Erlebnisse: Wurde in Frankreich bei einem Fliegerangriff leicht verletzt. Aus russischer Gefangenschaft am 24.08.1945 entlassen. Kehrt am 1. September 1945 nach StM zurück.

Auszeichnungen: Ostmedaille

Willi Egert

Geboren: 06.03.1909

Beruf: Landwirt

Eingezogen am: 4.9.1941

Letzter Dienstgrad: unbekannt

Einheiten: 7. Marineabteilung 

Erlebnisse: Kam am 04.09.1941 nach Kassel. Dort in einem 4wöchigen Kursus Ausbildung in langwirtschaftlichen Dingen. 2 Jahre Führungsposition in der Landwirtschaft in Rußland, dann zurück zur Truppe. Am 30.08.1945 aus dem Gefangenenlager Den Helder in Holland entlassen. Kehrt am 8. September nach StM zurück.

Auszeichnungen: keine

Otto Bender

Geboren: 11.06.1913 in Oberlibbach

Beruf: Landwirt

Eingezogen am: 21.02.40

Letzter Dienstgrad: Obergefreiter

Einheiten: Infanterie Regiment 105 / Infanterie Regiment 87 / Infanterie Regiment 732 / Infanterie Regiment 114

Erlebnisse: Kämpfte im Westen bei Verdun. An der rechten Hand verwundet. am 23.10.1940 als unabkömmlich in die Heimat entlassen. Am 29.04.1941 erneut eingezogen zum Infanterieregiment 732 nach Frankreich und Belgien. Mit dem Infanterie Regiment 114 im Osten eingesetzt. Dort an Malaria erkrankt und bei Charlow (?) am rechten Fuß verwundet. 1943 im Westen bei Caen durch Granatsplitter am Fuß und an der Schulter verwundet. Vom 22.7.1944 bis 10.09.45 im Lazarett. Aus englischer Gefangenschaft in die amerikanische übergeführt. Kehrte am 12. September nach StM zurück.

Auszeichnungen: Silbernes Verwundetenabzeichen

Ernst Schneider

Geboren: 24.08.06

Beruf: Landwirt

Eingezogen am: 25.03.43

Letzter Dienstgrad: Gefreiter

Einheiten: 2. Artillerie-Regiment (der Infanterie zugeteilt)

Erlebnisse: In Rußland am 13.03.1945 schwer verwundet (linker Fuß amputiert). Kam nach Dänemark, am 2.8.45 ins Münsterlager. Rückkehr nach Strinz am 12.09.1945.

Auszeichnungen: Silbernes Verwundetenabzeichen

Wilhelm Guckes

Geboren: 15.06.1910

Beruf: Landwirt

Eingezogen am: 29.08.1944

Letzter Dienstgrad: unbekannt

Einheiten: Res.Infanterie Reg. 116

Erlebnisse: Kam am 1.12.44 zur Unteroffizierschule in Schwering (Mecklenburg). bis 23.1.45. Dann wurde die Unteroffiziersschule aufgelöst und geschlossen. Als Kampftruppe eingesetzt bei Schneidemühl gegen die Russen. Am 08.02.1945 in russische Gefangenschaft südlich Frankfurt an der Oder. Bei der Gefangennahme fiel er in die Oder und wurde von russischen Soldaten gerettet. Lager bei Landsberg an der Warthe. Fieberkrank. Haare ausgefallen. Gute Behandlung im Lazarett. Am 20.08.1945 entlassen. In Eisenach war die Grenze gesperrt. Traf dort seinen Landsmann August Diefenbach. Beide in einem Stück über das Niemandsland von russischen Soldaten über die Grenze in das von Amerikanern besetzte Gebiet geschmuggelt. Rückkehr nach StM am 03.10.1945 gemeinsam mit August Diefenbach.

Auszeichnungen: keine

August Diefenbach

Geboren: 05.11.08

Beruf: Beifahrer beim Kraftfahrbetrieb Schneider

Eingezogen am: 21.6.1940

Letzter Dienstgrad: Obergefreiter

Einheiten: Res.Infanterie Reg. 87

Erlebnisse: Wurde in Wiesbaden, Kaiserslautern und Polen ausgebildet. Von 1942 bis 1943 bei der Kampftruppe in Rußland. Dort die Füße erfroren. Kämpfe bei Charkow. Lazarett in Kiew, dann nach Frankreich verlegt. Bei einer Panzerdivision Kämpfe in der Nähe von Lyon. Von Mühlhausen aus, wegen Krankheit, ins Lazarett nach Ulm. Danach bei Ratibor eingesetzt. Bei Neiße am 21.3.45 durch Pak schwer verwundet (linkes Bein amputiert). Traf seinen Landsmann Wilhelm Guckes in Eisennach und kehrte mit ihm am 03.10.1945 nach StM zurück.

Auszeichnungen: Eisernes Kreuz 2. Klasse

Emil Bodenheimer

Geboren: 19.04.1918

Beruf: Bäcker

Eingezogen am: 28.08.1939

Letzter Dienstgrad: Stabsgefreiter

Einheiten: Grenz-Inf. Ers. Batl. 123

Erlebnisse: Kam zu einer Veterinärkompanie im Hunsrück / Nachschubeinheit. Nach dem Frankreichfeldzug 1 Jahr bei der Besatzung von Frankreich. 4 Wochen nach dem Russenfeldzug nach Polen verlegt. In Rußland bis 25.4.1944. Dann Truppenübungsplatz Neuhammer (Quartier in Görlitz). Im Juni 44 nach Italien verlegt. Im September von der Veterinärkompanie zur Infanterie versetzt. Im Kampf gegen die Engländer am 04.11.1944 verwundet (Splitter am rechten Oberschenkel). Zu Hause als vermißt gemeldet. Am 12.12.1944 in englische Kriegsgefangenschaft. Gefangenenlager in Boreo, Arezzo, Neapel, Tarent. Am 10.10. nach München verlegt. Kam am 21.10.1945 nach StM zurück.

Auszeichnungen: Ostmedaille, Verwundeten Abz, Verdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern.

August Christmann

Geboren: 27.12.12

Beruf: Landwirt

Eingezogen am: 28.08.1939

Letzter Dienstgrad: Feldwebel

Einheiten: Inf. Reg. 87 / I. Batl. Inf. Reg. 516 / 245. Division

Erlebnisse: Kam am 27.08.39 zum Einsatz an die Westfront (Westwall). Nach dem Frankreichfeldzug beim I. Batl. Inf. Reg. 516 bis April 41 als Besatzungstruppe. Am 22. April 42 nach Polen verlegt und den Russenfeldzug bis Stalingrad mitgemacht. Wegen Urlaub (4 Tage vor der Einkesselung Stalingrades) nicht mehr zur alten Kompanie zurück. Kam im Juli 43 mit der neu aufgestellten 245. Division zur Besatzung nach Norwegen. Geriet dort am 09. Mai 1945 in engl. Gefangenschaft. Dort bis 20. August interniert. Kam dann nach Kreuznach in französische Gefangenschaft; dann nach Österreich und Württemberg. Wurde am 22. 10 1945 aus dem Gefangenenlager Tuttlingen entlassen. Kam am 25. Oktober 1945 nach StM zurück.

Auszeichnungen: Verwundeten Abz., Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse, Kraftfahrbewährabzeichen in Silber, Ostmedaille

Willi Hankammer

Geboren: 13.02.1922

Beruf: Tüncher

Eingezogen am: 06.02.41

Letzter Dienstgrad: Obergefreiter

Einheiten: Flak-Abt. 278

Erlebnisse: Eingezogen am 6.2.1941 zum Arbeitsdienst. Kam am 10.12.1941 zur Heeres-Flak Abt. 278 nach Ludwigshafen, vom 22.12.1941 bis 16.04.1942 nach Mannheim, dann zur Division Großdeutschland nach Feising bei München. Pfingsten 42 nach Rußland, Mittelabschnitt. Rückzüge über Rumänien mitgemacht. Die Division kam dann nach Lettland, Memel, Königsberg und Pillau. In Pillau am 25. April 1945 am linken Arm verwundet (Armamputation). Mit Schiff nach Kopenhagen ins Lazarett. Am 8. Mai von Engländern interniert. Kam Ende Juni 45 nach Itzehoe und wurde am 22. Oktober 45 entlassen. Kehrte am 25. Oktober 1945 nach StM zurück.

Auszeichnungen: Ostmedaille, Heeresflak-Sturmabzeichen, Eisernes Kreuz 1 und 2, Kraftfahrabzeichen

Moritz Feix

Geboren: 12.09.1906

Beruf: Landwirt

Eingezogen am: 15.01.42

Letzter Dienstgrad: Obergefreiter

Einheiten: Flak-Ersatz-Abt. 45, Flak-Ersatz-Abt. 524

Erlebnisse: Am 15.01.42 zur Flak-Ersatz-Abt. 45 in Rottweil am Neckar eingezogen. Am 17. April 1942 zur Flak-Ersatz-Abt. 524 nach Dortmund versetzt. April 44 nach Brix im Sudetengau. Im Januar 45 bei Frankfurt an der Oder gegen Russen eingesetzt. Kam dort am 29. April 45 in russische Gefangenschaft. Wurde mit einem großen Transport nach Charkow (Rußland) gebracht und kam am 20. Septemer 45 nach Frankfurt zurück. Am 12.10.45 aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. Rückkehr nach StM am 31. Oktober 45.

Auszeichnungen: keine

Adolf Christmann

Geboren: 1.11.1910

Beruf: Landwirt

Eingezogen am: 1.12.40

Letzter Dienstgrad: Obergefreiter

Einheiten: Flak-Ersatz-Abt. 66, 1. Komp. Inf. Reg. 352, 4. Komp. Inf. Reg. 516.

Erlebnisse: Eingezogen in Waggernheim zur Flak. Kam Ende 41 nach Luxemburg. Mit dem Inf. Reg. 516 im Mai 42 zur Besatzung nach Norwegen. Am 8. Mai 45 von Engländern gefangen genommen. Am 20. Oktober 1945 nach Bremerhafen, Darmstadt in amerikanische Gefangenschaft. Am 20. Dezember 45 entlassen. Rückkehr nach StM am 20. Dezember 1945.

Auszeichnungen: keine

Otto Baum

Geboren: 16.06.1927

Beruf: Landwirt

Eingezogen am: 9.12.44

Letzter Dienstgrad: Kanonier

Einheiten: Luftnachrichten

Erlebnisse: Kam in Rottweil zu Luftnachrichten, dann nach Freiburg im Breisgau. Im Februar 1945 ins Lazarett und im Juni in den Allgäu. Dort von Amerikanern am 12. April 45 gefangen genommen. Kam nach Ludwigshafen und dann nach Frankreich in die Nähe von Paris. Als Kranker am Heiligen Abend nach Heilbronn und dort entlassen. Rückkehr nach StM am 7. Januar 1946.

Auszeichnungen: Keine

Albert Mager

Geboren: 21.10.1909

Beruf: Lederzurichter

Eingezogen am: 1.9.40

Letzter Dienstgrad: Obergefreiter

Einheiten: Inf. Ers. Batl. 313, Oberquartiermeister West - Nachschubeinheit, Inf. Reg. 919 Div. 709

Erlebnisse: In Trier in 8 Wochen ausgebildet und dann nach Nordfrankreich an die Kanalküste. Dezember 40 nach Paris zum Oberquartiermeister West. 1944 in die Normandie. Bei der Landung der Allierten eingesetzt und am 1. Juli 44 von Amerikanern gefangen genommen. Im Schiffstransport, Geleitzug mit 68 Schiffen nach London und weiter nach Amerika (Virginia). Vom 27. Juli 44 - 8.12.45 in Gefangenschaft auf einer Farm gearbeitet. Essen, Trinken und Behandlung gut. Zwecks Entlassung mit dem Schiff nach Le Havre, dann nach Bad Eiblingen und dort am 23.1.45 entlassen. Rückkehr nach StM am 25.1.1945.

Auszeichnungen: Keine

Adolf Klein

Geboren: 08.03.1923

Beruf: Landwirt

Eingezogen am: 14.04.42

Letzter Dienstgrad: unbekannt

Einheiten: Flak Ers. Abt. 278, Heeres Flak Abt. 302

Erlebnisse: Am 14.04.42 eingezogen in Mannheim, dann im Juni nach Nordfrankreich versetzt. November 1942 nach Marsaille. 8 Tage später nach Italien und dann nach Afrika. Afrikafeldzug bis nach Libyen mitgemacht. Beim Rückzug bei Tunis von Engländern am 12. Mai 1943 gefangen genommen. Über Bone, Oran nach Nordamerika (Norfolk) verschifft. Dann nach Kentucky und im März 44 nach Indiana. Am 14. November 45 nach Frankreich Le Havre zur Entlassung verschifft. Dann nach Heilbronn und Gießen verlegt. Am 02. Februar 1945 krank und arbeitsunfähig entlassen. Rückkehr nach StM am 2. Februar 1946.

Auszeichnungen: Keine

Willi Fuhr

Geboren: 21.11.1912

Beruf: Wagnermeister

Eingezogen am: 29.08.1939

Letzter Dienstgrad: Feldwebel

Einheiten: Pionier Ers. Batl. 12, Pionier Batl. 73, Pionier Batl. 1, Div. Na Fü 254 I D

Erlebnisse: Eingezogen am 29.08.1939 in Bad Schwalbach. Kam dann an den Westwall. Mit dem Pionier Batl. 73 am Westfeldzug teilgenommen. Nach dem Feldzug mit einem Lehrbatl. an die holländische Küste versetzt, um Verladeübungen durchzuführen. Am 5. März 1941 nach Polen verlegt und dann den Ostfeldzug im Südabschnitt bis zum Truez mitgemacht. Januar 42 nach Straßburg zum Pionier Batl. 1 versetzt (Herausnahme aus der kämpfenden Truppe, da 2 Brüder gefallen). März 42 zum Nordabschnitt Div. Na Fü 254 I D. April 43 zur Pionierschule nach Pirna. Sollte im März 45 die Elbebrücke bei Pirna zur Sprengung vorbereiten und am 8. Mai sprengen. Sprengte sie aber nicht, da sonst die Stadt beschädigt worden wäre. Fuhr versuchte zum Amerikaner zu kommen, wurde aber in der Tschechei am 14.05. von den Tschechen geschnappt und mißhandelt. Wurde vom Russen übernommen und nach Pirna in die Kaserne zurückgebracht. Am 10 Juli Fluchtversuch unternommen. 200 Meter hinter dem Stacheldraht von Posten festgehalten. Firma Meder versuchte über Oberbürgermeister, Stadtkommandanten und Lagerkommandanten eine Beschleunigung der Entlassung durchzuführen mit der Begründung, dass Fuhr damals die Brücke nicht gesprengt hatte. Eine vorzeitige Entlassung war wegen dem Fluchtversuch und der Gesundheitsgruppe 1 leider nicht möglich. Mit Hilfe eines Arztes zur Gesundheitsgruppe 3 geschrieben. Wegen Fluchtversuchs hatte er noch ein halbes Jahr Aufbauarbeit zu leisten und sich wöchentlich bei der GPU zu melden. Am 28. Februar 46 war das halbe Jahr abgelaufen und dann wurde er endlich entlassen. Rückkehr nach StM am 11. März 1946.

Auszeichnungen: Ostmedaille, Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse, Eisernes Kreuz 1 und 2.

Karls Hanson

Geboren: 30.07.07

Beruf: Landwirt

Eingezogen am: 06.01.1945

Letzter Dienstgrad: Schütze

Einheiten: SS Rekrutendepot Kurmark in Dobernburg bei Frankfurt an der Oder

Erlebnisse: Nach einer vierwöchigen Ausbildung am 05.02.1945 zu einer kroatischen Division verlegt. Am 3.3.1945 nach Ungarn verlegt. Dort Einsatz und Rückzug bis in die Steiermark mitgemacht. Am 12. Mai in amerikanische Gefangenschaft bei Salzburg geraten. War in der Gefangenschaft als Sanitätssoldat tätig. Am 05. November Verlegung nach Tarent in Italien. Dort am 23. April 1945 entlassen. Rückkehr nach StM am 26. April 1945.

Auszeichnungen: Keine

Georg Edinger

Geboren: 10.03.1910 / Schwiegersohn des Landwirtes Hies

Beruf: Arbeiter

Eingezogen am: 02.02.42

Letzter Dienstgrad: Gefreiter

Einheiten: Infanterie Ersatz Batl. 107

Erlebnisse: Eingezogen zum Inf. Ers. Batl. 107 nach Orlon in Belgien. Am 2.8.43 nach Lothringen verlegt. Von dort in einem Transport durch Ungarn, Rumänien und endlich nach Italien. Der Transport dauerte 3 Monate, da man über den Einsatz nicht im klaren war. Nahm an vier Nahkämpfen teil. Am 28.04.1945 kapitulierte die Truppe und war dann 4 Monate in Gedy (Italien) in amerikanischer Gefangenschaft. Kam Ende August nach Frankreich als Gefangener, wo die Verpflegung und Behandlung äußerst schlecht war. Mußte beim Bauern arbeiten und unternahm 3 Fluchtversuche. Bei Ergeifung wurde er jedesmal mit 30 Tagen Arrest bestraft. Rückkehr nach StM am 10.12.1946.

Auszeichnungen: Keine

Richard Weber

Geboren: 02.12.07

Beruf: Landwirt

Eingezogen am: 17.12.43

Letzter Dienstgrad: Gefreiter

Einheiten: Pz Rgt 115 

Erlebnisse: Wurde im August 1944 nach Rußland in den Raum Witebsk verlegt. Dort im Oktober 1944 verwundet und ins Kriegslazaret nach Thorn gebracht. Am 5. Dezember 1944 zur alten Truppe zurückgekehrt, die 5 Tage später nach Ungarn verladen wurde. Kämpfte in Ungarn und zum Schluß in der Tschechoslowakei. In der Nähe von Brünn am 9. Mai 1945 in russische Gefangenschaft geraten. Wurde nach Stalino in Rußland verladen. Die Fahrt dauerte 39 Tage. Arbeitete zuerst als Handlanger beim Aufbau eines Kohlenschachtes und später als Kohlenbauer im Bergwerk. Die Behandlung war im Allgemeinen gut, nur Essen schlecht. Im Juni 1947 arbeitsunfähig und unterernährt entlassen. Rückkehr nach StM am 7.6.1947.

Auszeichnungen: Keine

Adolf Wahl

Geboren: 11.04.1914

Beruf: Kraftfahrer

Eingezogen am: 28.08.39

Letzter Dienstgrad: Uffz

Einheiten: Pz Jg Abt. 36 / Pz Jg Abt. 263 / Kraftfahr Ers. Abt. 36 /Inf. Reg. 115 / Sturmgeschützabt. Pe 2

Erlebnisse: Diente von 1936 bis 1938 aktiv bei der Pz Jg Abt. 36 in Hanau und Neustadt. Wurde am 28.08.1939 wieder eingezogen zur Pz Jg Abt. 263 nach Diez. Teilnahme am Frankreichfeldzug und am 20. Sept. 1940 entlassen. Im Dezember 1942 wieder einberufen zur Kraftfahr Ers. Abt. 36 nach Trier. Im August 1943 zum Inf. Reg. 115 nach Darmstadt verlegt und dann mit der Sturmgeschützabt. Pe 2 zur Besatzung nach Frankreich verladen. Mitte März 1944 nach Rußland in den Mittelabschnitt verlegt. Machte den Rückzug mit und kam am 9. Mai 1945 in der Nähe von Prag in russische Gefangenschaft. War bis 28. Juni 1945 im Sammellager in Tabor und kam dann nach Rußland (Stalino). Arbeitete dort beim Schachtaufbau. Verpflegung mangelhaft, Behandlung schlecht. Im Herbst 1946 wurden die Zustände in der Gefangenschaft noch schlechter. Vom 01.02.1947 bis 11.02.1947 gab es überhaupt kein Brot. Als arbeitsunfähig entlassen. Rückkehr nach StM am 08.06.1947.

Auszeichnungen: Eisernes Kreuz 2. Klasse / Kriegsverdienstkreuz

Erich Egert

Geboren: 22.07.1922

Beruf: kaufm. Angestellter

Eingezogen am: 15.12.1941

Letzter Dienstgrad: Soldat

Einheiten: Inf. Ers. Batl. Wiesbaden

Erlebnisse: Kam nach der Ausbildung nach Kaiserslautern und sollte nach Rußland verlegt werden. Das wurde aber aufgeschoben und er wurde wieder nach Wiesbaden versetzt. Meldete sich freiwillig nach Afrika. Dafür wurde er 6 Wochen in Lothringen ausgebildet. Kam dann nach Prindisi und Neapel zum Wachkommando und dann von Prindisi aus mit dem Flugzeug über Athen nach Kreta. Von dort aus mit dem Flugzeug nach Tobruk. Machte vom 14. Juli 42 die Kämpfe in Afrika mit und kam am 1. September 1942 bis Kairo. Wurde auf dem Rückzug verwundet und kam ins Lazarett nach Ingolstadt. Am 01. April zurück nach Tunis in Afrika. Mit der Kapitulation in Afrika am 13. Mai 1943 kam er in französische Gefangenschaft. Nach 3 Tagen den Engländern übergeben. Als Kriegsgefangener über Marokko und England nach Texas/USA verladen. Hat dort ständig gearbeitet (Gärtnerei, Farmer und Militärdepot). Hat Amerika im Februar 1946 über den Panamakanal verlassen und kam nach Schottland in Gefangenschaft. Arbeitet dort bei einem Großbauern und wurde am 10.09.1947 entlassen. Danach Rückkehr nach StM.

Auszeichnungen: Keine

Wilhelm Moritz Enders

Geboren: 25.10.1904

Beruf: Landwirt

Eingezogen am: 18.12.1943

Letzter Dienstgrad: unbekannt

Einheiten: Infanterie

Erlebnisse: Kam am 18.12.1943 zur Infanterie nach Diedenhofen und Nantes in Frankreich. Dort wurde er ausgebildet und hat später an den Kämpfen bei der Invasion der Allierten in der Normandie teilgenommen. Wurde am 21. August 1943 von den Kanadiern gefangen genommen. Kam dann über England nach Kanada und arbeitete dort in der Landwirtschaft. Im März 1946 wurde das Lager in Kanada aufgelöst. Nun ging es zurück nach England, wo Enders auf einem Flugplatz und später wieder in der Landwirtschaft tätig war. Anfang 1948 Heimreise zwecks Entlassung nach Deutschland. Rückkehr nach StM am 29. Januar 1948.

Auszeichnungen: Keine

Otto Ax

Geboren: 11.03.1910

Beruf: Landwirt

Eingezogen am: 02.12.1940

Letzter Dienstgrad: Obergefreiter

Einheiten: Heeres-Flak

Erlebnisse: Kam zur Heeres-Flak nach Wackernheim, wurde dort ausgebildet und nach der Ausbildung zur Besatzung von Polen abkommandiert. Lag vier Wochen im Lazaret in Warschau, kam danach zur Ersatzeinheit nach Bremen und im August an die belgische Küste. Bei der Invasion der Allierten am 12. September 1944 bei Niewport in Belgien gefangen genommen. Kam in die Gefangenschaft nach England, wo er im ersten Jahr nicht gearbeitet hatte. Dann war er in der Landwirtschaft, bis zu seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft, tätig. Traf in England in der Kriegsgefangenschaft eine frühere Bekannte aus Wiesbaden-Dotzheim, die 15 Minuten vom Lager entfernt wohnte und die ihm vieles Gutes getan hat. Rückkehr nach StM am 17.02.1948.

Auszeichnungen: Keine

Edwin Kraft

Geboren: 25.06.1920

Beruf: Arbeiter

Eingezogen am: 4.12.1940

Letzter Dienstgrad: unbekannt

Einheiten: Artillerie / 12. Infanteriedivision

Erlebnisse: Eingezogen mit 20 Jahren zur Artillerie nach Hannover. Als Ersatz nach Rußland verlegt. Im Juli 1941 dort zur 12. Infanteriedivision versetzt. Von dort ins Wolgaquellgebiet bei Demjansk. 72 Tage eingeschlossen. Im Januar 1943 an den Ilmensee verlegt. Am 4.-5.01.1943 an der Schlacht am Ilmensee teilgenommen. Dann Rückmarsch nach Nebel, anschließend Flucht nach Westpreußen. Dort neu aufgestellt und von dort in die Eifel verlegt. In der Eifel an der Schlacht im Hürtgenwald teilgenommen. Danach nach Belgien versetzt. Wurde am 5.1.1945 in Belgien verwundet und kam ins Feldlazarett, danach ins Lazarett nach Münster. Am 2. Ostertag 1945 in amerikanische Gefangenschaft geraten. Wurde Anfang Juli nach Steinau, später nach Rheinberg ins Entlassungslager verlegt. Wurde in Idstein am 25.08.1945 entlassen und kehrte am selben Tag nach StM zurück.

Auszeichnungen: Eisernes Kreuz 2. Klasse, Ostmedaille, Demjanskschild, Verwundetenabzeichen in Schwarz

Adolf Hanson

Geboren: 28.05.1921

Beruf: Landwirt

Eingezogen am: 5.2.1941

Letzter Dienstgrad: unbekannt

Einheiten: unbekannt

Erlebnisse: Kam 1941 zur Infanterie nach Koblenz. Wurde zuerst nach Frankreich verlegt, dann nach Rußland in den Mittelabschnitt. Dort war er bei der Infanterie MG-Schütze 1. Am 7.1.1943 verwundet (Armdurchschuß) ins Reservelazarett nach Marienburg (Westpreußen) gebracht. Im April 1943 wieder nach Rußland verlegt, wo er am 20. August 1943 schwer verwundet wurde. Daraufhin bis 1944 im Lazarett in Bad Schwalbach gelegen. Danach wieder zurück nach Rußland. Am 15.01.1945 nochmals schwer verwundet und wieder nach Bad Schwalbach ins Lazarett verbracht. Von dort kehrte er am 28.03.1945 (Tag des Einmarsches der Amerikaner in Strinz) nach Hause zurück.

Auszeichnungen: Eisernes Kreuz 2. Klasse, Infanterie-Sturmabzeichen, Wintermedaille, Verwundetenabzeichen, Nahkampfspange in Bronze

Karl Ernst

Geboren: 09.01.1903

Beruf: unbekannt

Eingezogen am: unbekannt

Letzter Dienstgrad: Obergefreiter

Einheiten: unbekannt

Erlebnisse: Kam mit 37 Jahren nach Kirchheimbolanden zur Luftwaffe. Von dort nach Kassel, Wetzlar und später nach Frankreich. 1944 kehrte er wieder nach Deutschland zurück. Vom Oktober 1944 bis 1945 in Eschhofen bei Limburg. Am 23. März bei Kämpfen um Aschaffenburg von den Amerikanern gefangen genommen. War vom 23.03.1945 bis 28.11.1947 in der Gefangenschaft. Wurde am 28.11.1947 entlassen und kehrte nach StM zurück.

Auszeichnungen: keine

Karl Rücker

Geboren: 25.03.1921

Beruf: Schmied

Eingezogen am: 04.02.1941

Letzter Dienstgrad: Unteroffizier

Einheiten: Ersatztruppe der Nachrichtenabteilung

Erlebnisse: Eingezogen 1941 nach Koblenz. Von dort nach Verdun in Frankreich verlegt. Von Frankreich nach Rußland verlegt. Erkrankte im Sommer 1942 an Typhus, kam im Herbst nach Elbing ins Lazarett, später nach Königsberg zur Ersatztruppe der Nachrichtenabteilung. 1943 zurückverlegt nach Frankreich in die Normandie. 1944 nach Belgien und Holland verlegt. Von Holland in die Tschechoslowakei verlegt. Später in eine Unteroffiziersschule nach Österreich gekommen. Weihnachten 1944 nach Luxemburg verlegt. Rückmarsch über die Eifel, den Westerwald und Mitteldeutschland mitgemacht. Am 17.04.1945 in amerikanische Gefangenschaft geraten und nach Wernigerode im Harz verbracht. Von dort Abtransport nach Rheinberg am Niederrhein. Im Spätsommer Abtransport nach Amiens ins französische Gefangenenlager. Dort zum Arbeitseinsatz abkommandiert. Behandlung bei den Amerikanern schlecht, bei den Franzosen gut. Nach dreijähriger Gefangenschaft am 26.02.1948 in die Heimat zurückgekehrt.

Auszeichnungen: Kriegsverdienstorden

Ernst Meyer

Geboren: unbekannt

Beruf: unbekannt

Eingezogen am: 02.09.1943

Letzter Dienstgrad: unbekannt

Einheiten: unbekannt

Erlebnisse: Meyer wurde 1943 nach Trier eingezogen. Kam dann nach Rumänien und Ungarn. Nach dem Krieg kam er in französische Gefangenschaft. Die Behandlung von der Zivilbevölkerung war gut, aber die des Bewachungspersonals sehr schlecht. Am 17.04.1948 wurde er entlassen.

Auszeichnungen: keine

Willi Petri

Geboren: unbekannt

Beruf: Landwirt und Metzger

Eingezogen am: 27.08.1939

Letzter Dienstgrad: Unteroffizier

Einheiten: unbekannt

Erlebnisse: Petri wurde 1939 nach Koblenz eingezogen. Von dort kam er nach Frankreich, Belgien, Luxemburg und dann nach Rußland. Nach Kriegsschluß kam er in russische Gefangenschaft. Dort war die Verpflegung sehr schlecht. Am 10. August 1948 wurde er entlassen und kam nach Hause zurück.

Auszeichnungen: Winterorden / Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse

Ottmar Christmann

Geboren: 12.04.1924

Beruf: unbekannt

Eingezogen am: 01.10.1942

Letzter Dienstgrad: unbekannt

Einheiten: unbekannt

Erlebnisse: Christmann wurde mit 18 Jahren 1942 nach Schneidemühl in Pommern eingezogen. Von dort kam er nach Kolberg und besuchte die Torpedoschule. Nach Abschluß der Ausbildung kam er nach Gotenhafen und von dort nach Berlin. Später war er zur Ausbildung bei den "Einmannbooten" in Eckernförde. 1945 kam er nach Italien und später nach Jugoslawien, wo er in Kriegsgefangenschaft geriet. Die Behandlung in Gefangenschaft war schlecht. Gefangenschaft vom 03.05.1945 bis 04.01.1949.

Auszeichnungen: Winterorden / Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse

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