Burg Hohenstein

Die Burg Hohenstein in einem alten Stich. Man beachte den Bären, der geschossen wird.
Die Burg Hohenstein in einem alten Stich. Man beachte den Bären, der geschossen wird.

Der Hohensteiner Ortsteil Burg-Hohenstein besteht aus dem Ober- und Unterdorf. Zwischen beiden liegt auf einem Felssporn 100 m über der Talsohle des Aarbaches die Burg Hohenstein. Sie ist die größte und bemerkenswerteste Burgruine im Untertaunus. Seit der hessischen Gebietsreform ist diese Burg Namensgeberin für die Gemeinde „Hohenstein“ mit ihren 7 Ortsteilen. 1990 feierte man ihren 800. Geburtstag.

Verlockend und hochinteressant ist es, alte Fotos mit der heutigen Wirklichkeit zu vergleichen, um die Veränderungen festzustellen, die in unserer Gemeinde im Laufe der Zeit vor sich gegangen sind.

Dieses historische Bauwerk bietet viele Möglichkeiten seine Geschichte nachzuempfinden. Die Burg der nassauischen Grafen von Katzenelnbogen ist der geschichtlich bedeutendste Ort und gleichzeitig Wahrzeichen der Gemeinde Hohenstein.

Seit 1190 ist die Burg Hauptsitz der „Grafen von Katzenelnbogen und Hohenstein“. 1245 wird Rheinfels Hauptsitz der Katzenelnbogener Grafschaft. Hohenstein bleibt gemeinsamer Besitz und Verwaltungszentrum. 1405 findet die einzige Zerstörung der Burg statt. 1479 geht die Burg nach dem Tode des letzten Katzenelnbogenen Grafen Philipp des Älteren an Landgraf Heinrich III. von Hessen. Nach der Erneuerung der Burg durch die Landgrafen gilt Hohenstein als uneinnehmbar. Um 1600 beginnt ihre kurze Blütezeit, nachdem Landgraf Moritz der Gelehrt von Hessen-Kassel sie durch den Baumeister Dillich zum Wohnsitz aus- und umgebaut hatte. Im Dreißigjährigen Krieg wird die Burg wegen geringer Verteidigungsbereitschaft dreimal Übergeben und blieb so größtenteils erhalten. Erst ab 1727 beginnt ihr allmählicher Verfall durch Regenwasser, nachdem das „Amt Hohenstein“ nach Langenschwalbach verlegt wurde und Reparaturen an Dächern und Gebäuden ausbleiben. 

Das Interesse an der Ruine wurde durch Kurgäste und Kurärzte in Bad Schwalbach in den 1920iger Jahren wieder geweckt. Nach Sanierungsarbeiten wurde 1968 ein Hotel- und Gaststättenbetrieb an Stelle des ehemaligen Kuhstalles errichtet. Jedes Jahr finden Theateraufführungen im Innenhof und Rittermärkte in der Burg statt.

 

Ein Gastbeitrag von Werner Diederich

www.werner-diederich.de

 

Nachfolgende Ansichtskarten stammen aus der Sammlung von Gerd Orben / Breithardt, der mir diese freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

 

Bei den Ansichtskarten von Hohenstein habe ich mich auf die Jahrgänge bis 1914 beschränkt, da sich die Motive über die Jahrzehnte wiederholen und die Karten bis 1914 für mich optisch am interessantesten sind.

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