"Auf dieser Seite habe ich Euch zwei

Mundartproben hinterlassen. Damit 

Ihr auch versteht, was Ihr dort lest,

habe ich für Euch die 1:1 Übersetzung

gegenübergestellt."

Mundartproben

De Schinnerhannes in ussem Ort

 

In fruirer Zät is de Schinnerhannes mi säner Röwerbande in Nassau erem gezue. In

usser Heimat wore ach. Se hun die

onzelliegende Mille un Heb ausgeraubt.

Aach in ussem Ort hun se en Bauer

beraubt.

Der Bauer wollt no Wißborn mer`m Gaul.

De Bauer ist möns schun frui uffgestiege,

un wiere in de Gäulsstall is, do horre uwwe

in säner Stubb Licht geseh.

Do ist de Bauer nuff gunge, un wiere in de

Stubb ku, do wor de Schinnerhannes mit säner Röwerbande do.

Se harre schun die Better un sonstige Sache

em Finster nunner geworfe. Su hot de Schinnerhannes met säner Bande alles ausgeraubt un geplünnert, bisse im Johr 1803

in Meenz met 22 säner Spießgeselle geköpt

wore is.

Überliefert von Lilli Wahl

Der Schinderhannes in unserem Ort

 

In früher Zeit ist der Schinderhannes mit seiner Räuberbande in Nassau herumgezogen. In unserer Heimat war er auch. Sie haben die einzelliegenden Mühlen und Höfe ausgeraubt.

Auch in unserem Ort haben sie einen Bauer beraubt.

Der Bauer wollte nach Wiesbaden mit dem Pferd.

Der Bauer ist morgens schon früh aufgestanden, und wie er in den Pferdestall ist, da hat er oben in seiner Stube Licht gesehen.

Da ist der Bauer hoch gegangen, und wie er in die Stube kam, da war der Schinderhannes mit seiner Räuberbande da.

Sie hatten schon die Betten und sonstige Sachen zum Fenster hinunter geworfen. So hat der Schinderhannes mit seiner Bande alles ausgeraubt und geplündert, bis er im Jahre 1803 in Mainz mit 22 seiner Spießgesellen geköpft worden ist.


Wie mer mol Schlirre gefohn sinn.

 

Die  Buwe hun die Wuch iwwer de

Schullehre gesoat, mer wolle emol Schlirre

fohrn.

Es wor ihm aach gleich recht. Um 1 Uhr senn mer mett de Schlirre von de Schul, de Schullehre

kom, un do semmer no Rembach gefohre.

Un mer sinn aach gemol newe nen gerannt.

Um 3 Uhr sin mer haam. Mer worn blutschernaß.

Als mer us Ufgowe gemacht harre, do

simmer in die Pfalz fohrn. Die Wuch

wollte mehr werre mol fohrn, es hots

awwer nit gedon.

Überliefert von Liesel Petri

Wie wir einmal Schlitten gefahren sind

 

Die Buben haben die Woche über dem Schullehrer gesagt, wir wollen einmal Schlitten fahren.

Es war ihm auch gleich recht. Um 1 Uhr sind wir mit den Schlitten vor die Schule, der Schullehrer kam, und da sind wir nach Rembach gefahren.

Und wir sind auch einmal neben raus gefahren. Um 3 Uhr sind wir heim. Wir waren durchnässt.

Als wir unsere Aufgaben gemacht hatten, da

sind wir in die Pfalzstraße gefahren. Die Woche über wollten wir wieder einmal fahren, es hatte aber nicht geklappt.


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