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"Viele glauben es erst einmal nicht,

wenn man ihnen sagt, dass man aus

Strinz-Margarethä kommt. Zu eigen-
tümlich klingt der Name wenn man
ihn zum ersten Mal hört.


Hier erzähle ich Euch, wie Strinz zu

seinem Namen kam."

Woher Strinz-Margarethä seinen Namen hat

Erstmals 1184 erwähnt

Strinz-Margarethä (StM) ist der älteste Ortsteil der Gemeinde Hohenstein im Taunus. Er wurde schon im Jahre 1184 erstmals erwähnt und zwar mit dem Ortsnamen "Strentzge Minorem".

Im Nordwesten bildete die Grenze das von der Strinzcepha durchflossene Scheiderthal, wie sein Name angibt, die Scheide (Grenze) zwischen dem Königsgau und Niederlahnau. Die Strinzcepha entsteht aus 2 Bächen beim Dorf Hennethal von denen der eine von Strinz-Margarethä, der andere aus Strinz-Trinitatis kommt.

(Geschichte und historische Topografie der Stadt Wiesbaden im Mittelalter und der Neuzeit / 1888) 

Bedeutung von Strinz

Die erste Silbe strintz, strinc, strinz - altdeutsch strine bedeutet: Öde, unbebaut, wüst (raues Klima, magerer Boden). Diese Bezeichnung ist aus der damaligen Zeit heraus zu verstehen, besonders im Vergleich zur fruchbareren Wiesbadener und Frankfurter Gegend, von der aus die Rodungen im Taunus erfolgten (Panrod, Steckenrodt, Naurod usw.)

Übrigens heißt heute noch ein Acker bei Strinz-Margarethä "Zehntfrei" - wohl wegen seiner geringen Bodengüte.

Die zweite Silbe epha = afa ist das keltische Wort für Bach. Danach bedeutet Strinzepha: eine durch eine Einöde fließender Bach.
(Ansiedlungen und Wanderungen deutscher Stämme / 1875)

Bedeutung von Margarethä

Die heilige Margaretha
Die heilige Margaretha

Der Beiname Margarethä ist kirchlichen Ursprungs. Die heilige Margaretha war eine der 14 Nothelfer. Jedenfalls war die erste Kirche unseres Dorfes der heiligen Margaretha gewidmet.

Demnach hat unser Dorf seinen Namen nach dem Gelände, das der Quellbach der Strinzepha durchfloß und der heiligen Margaretha erhalten.

 

Mehr zur Geschichte von Margaretha findet Ihr  H I E R

Weitere Ortsnamensformen

Ortseingang 1972
Ortseingang 1972

Wohl kaum ein Ortsname hat sich im Laufe der Jahrhunderte so verändert wie der von Strinz-Margarethä. Dies liegt wohl hauptsächlich daran, dass eine Unterscheidung zwischen dem gleichnamigen Strinz (später Trinitatis) her mußte.

 

Die Entwicklung des Dorfnamens zeigt folgende Aufzählung auf:

1184 - Strentzge minorem*

1300 - Strinzcepha, Strinziche, Strinzeche oder Strinzege*

1400 - in minore Strinziphi***

1442 - Knyppe Strintzige (nach dem damaligen Schultheiß Knyp)***

1444 - in Knippen Strincze***

1446 - senten Margarethen Strincze***

1449 - in Strincz Knyp***

1459 - Strincz da Knipp***

1465 - sant Margarethen Strinz

1479 - Stryntz sancte margred ******

1483 - Furderstryntz ***

1500 - Margarethenstrenz

1521 - Strintz Margarethe

1559 - Margreten Strincz

1609 - Strintz San Margarete****

1653 - Strinz Margaretha

1658 - Strenß

1669 - Strensensis Nassoico*****

1703 - Strintz - Margretha****

1898 - Strinzmargarethae

1972 - Strinzmargarethä

Aktuell - Strinz-Margarethä

 

* Die Siedlungsnamen im Taunusgebiet

** Weisthümer gesammelt von Jacob Grimm, Vierter Theil / 1863

*** Nassauische Analen

**** Siegel-Stempel

***** Album Academiae Vitebergensis / 1660-1710 / Band 2

****** Quellen zur Geschichte der Klöster und Stifte im Gebiet der mittleren Lahn bis zum Ausgang des Mittelalters

Hinter- oder Vorderstrinz?

Ehe im 15. Jahrhundert die Kirchenpatronen zur Kennzeichnung herangezogen wurden, unterscheiden sich beide Dörfer, gemeint sind Strinz-Margarethä und Strinz-Trinitatis, als major-, minor-, Hinter-, Vorder-, Ober-, Groß-, Klein- und Holenstrinz.

Das gelegentlich zusammen mit Holenstrinz auftretende Hinterstrinz ist als Strinz-Trinitatis anzusprechen, wenn auch heute die Mundart sich meist der umgekehrten Version bedient.

Von Bleidenstadt aus gesehen liegt Strinz-Margarethä vor Strinz-Trinitatis und ist das eigentliche Vorderstrinz.

Strinzer Heckeflämmser

In früheren Zeiten bezeichnete man die Strinzer Bürger auch als "Strinzer Heckeflämmser".

In der Strinzer Gemarkung gab es viele Hecken, die in regelmäßigen Abständen abgebrannt (abgeflämmst) wurden. Daher rührt die Bezeichnung "Strinzer Heckeflämmser".

(Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 171)

 


Strinzer Wachhecke

Ein anderer Spitz- oder Uzname aus alter Zeit ist der Begriff "Strinzer Wachhecke".

Dieser Begriff kommt daher, dass jene verbrannte Hecken, Wachholderhecken waren. Die Nachbardörfer hatten nur sehr wenige Wachholderhecken. Darüber haben sie sich geärgert und unserem Dorf einen solchen Namen gegeben.

(Strinzer Chronik, Teil 1, Seite 171)

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Die Strinzer Fahne
Die Strinzer Fahne

Sebastian Vettel fährt durch StM (ab 16:05)

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