"Hier stehe ich vor der Zinkenmühle
in StM. Die erste Mühle wurde hier

im Jahre 1514 erwähnt, nachdem der Adolfsecker Mühlenbann aufgehoben

wurde.
Hier habe ich die Geschichten der Strinzer Mühle dokumentiert.

Die Zinkenmühle

Bevor es mit der eigentlichen Geschichte der Mühle losgeht, will ich an dieser Stelle schon einmal ein wichtiges Rätsel lösen:

 

Frage: Warum heißt die Zinkenmühle eigentlich Zinkenmühle?

Antwort: Weil ein Müller im 18 Jahrhundert mit Nachname "Zink" hieß.

 

Ja, so einfach kann das sein. Welche Mühlmeister noch in der Zinkenmühle ihr Tagwerk verrichteten könnt Ihr in diesem Beitrag lesen.

Lage

Die Zinkenmühle selbst liegt ca. 500 nordwestlich von StM. Sie liegt nicht direkt am Aubach. Sie wurde deshalb über einen eigenen Mühlbach versorgt. Dieser ist heute nur noch in Teilen erkennbar. Der Mühlbach zweigte in etwa auf Höhe des Spielplatzes ab, floss an der Strasse "Am Mühlgraben" entlang, überquerte dann die Scheidertalstraße und floss dann unterhalb des "Neuer Mühlweg" bis zur Zinkenmühle und dort über das Mahlrad, welches sich innerhalb der Zinkenmühle befand, wieder in den Aubach hinein.

Der Mühlgraben ist noch heute in Google-Maps verzeichnet.
Der Mühlgraben ist noch heute in Google-Maps verzeichnet.

Der Mühlenbann

Die Adolfsecker Mühle
Die Adolfsecker Mühle

Im Mittelalter konnte nicht jeder einfach eine Mühle gründen. Es gab in der Regel einen Mühlenbann, das bedeutet, dass es Mühlen gab, die quasi ein Monopol auf ihre Tätigkeit hatten. So auch für unsere Region. Für die nassauischen Eigenleuten (Leibeigenen) galt bis 1514 der Adolfsecker Mühlenbann. Bisher dahin waren Strinzer Bürger gezwungen ihr Getreide in der Adolfsecker Mühle malen zu lassen.

Geschichte der Strinzer Mühle

Die Zinkenmühle
Die Zinkenmühle

Graf Phillpp von Idstein gestattet 1514 seinem Untersaßen Philipp zu Strinz-Margarethen an diesem Ort (StM) eine Mühle zu bauen, in welcher die Bewohner malen zu lassen verpflichtet sein sollen. Der Müller muss dafür eine jährliche Pacht von 3 Malter Korn und 50 Eier geben, aber mir Rücksicht auf die Kosten des Neubaus im ersten Jahr frei sein

Anno 1514

Nachfolgend der original Urkundentext:

Wir, Phillipp, Graf zu Nassau, Herr zu Wiesbaden und Idstein, bekennen öffentlich in diesem Brief gen allermenniglich für uns, unsere Erben und Nachkommen als zuvor unsere Angehörigen und Untersassen zu Strinz Margarethä zur Mühlen gen Adolfseck fahren müssen ins Mahlwerk, derselbst zu pflege, aber ferne des Weges, auch samt Ungeschicklichkeit halber sich oft begeben, daß den Armen nit allerwege, als ihr Notdurft erfordert gehabt hat, mögen gemahlen werden, haben wir betracht und angesehen solch Gerechtigkeit und Maller Philipsen, unseren Untersassen zu Strinz obgemelt gnädiglich vergunnt und zugelassen, eine Mühle daselbst hin gen Strinz zu bauen, dies er also vollführt und ihm dieselbige Mühle, fürder von uns, unseren Erben und Nachkommen zu Erblehen zu empfhelen, für sich und seine Erben verlehen haben  und verleihen mit Kraft dieses Briefes, also daß der genannte Phillip uns, unseren Erben und Nachkommen und solches von unseres wegen Befolch haben wird, jährlich und eines jeden Jahrs besonders von gemelter Mühlen zu Pacht und Gült liebern und bezahlen soll dry Malter Korn Limburger Maß zwischen den zweien unserer lieben Frauen Tagen, Assumptiois und Nativitatis gen Itzstein oder, wo sie von den unsern hin beschieden werden und darzu 1/2 Hundert Eier zu Ostern; auch die Mühle in ziemlichem Bau und Besserung zu halten, dargeben sollen die zu Strinz bei ihm also zu mahlen gedrungen und pflichtig sein, und inhalten, wie einem Müller gebührt.

Desgleichen soll er  die Nachbarn ihrer Gebühr anhalten, daß keine Partei die andere zu beklagen geursacht werde, und soll solche Lieferung der Pacht für das erste Ziel angehen zwischen den zweien unserer lieben Frauen Tagen obgemelt im Jahr wann man zählen wird nach Christi Geburt 1500 und im fünfzehnten aus Ursachen, daß die Mühle erst von neuem gebauen, darumb wir ihm das erste Ziel aus Gnaden nachgelassen und erstreckt haben, und damit wir unsere Erben und Nachkommen solcher Pacht und Steuern, auch die Mühle in Bau und Besserung zu haben, von gedachtem Philpsen oder seinen Erben desto sicherer sein mögen, so hat er uns für sich und seine Erben im Beiwesen des Reichen Hansen, z. Zt. unsers Schulthessen zu Strinz Margarethä und Emmerichs, Schöffen derselbst, zu rechten unverschiedlichen Unterpfändung zwentzig Wert gelegt ung gesetzt, nemlich eine Wiese in der Rypspach unter dem Schulthessen und auf Heusern Stoffeln, geschätzt für 10 Gulden, item 3 Viertel Landes im Bleidenstädter Wege, geschätzt auf 5 Gulden. Obsach wäre, daß der obgemelte Philips oder seine Erben solchen Pacht und Eier nit liefern auf Zeit und Ziele auch die Mühle in Bau und Besserung nit halten, wie obsteht, so sollen und mögen wir wir, unsere Erben und Nachkommen, solche Güter zu unseren ohne des gedachten Philipsen, seinen Erben oder männiglich von ihretwege Intrag. Wir haben uns, unsere Erben und Nachkommen herzu auch vorbehalten , solch Pacht nach Vermögen und Aufkommen der Mühlen zu mehren und zu mindern nach Gelegenheit der Sachen, ohn all Gefährte.

Des zu  Urkund haben wir unser Insiegel heran tun hencken auf Donnerstag nach St. Martinstag, als man zählt nach Christi Geburt 1500 und im 14.

Anno 1525

Im Jahre 1525 erscheint eine Mühle in einem Gemarkungsnamen:

Dieser lautet: by der moln (bei der Mühle)

(HStA: Abt. 133, Urkunden Nr. 101)

Anno 1578

In diesem Jahr wird die Mühle erblich verliehen an Philipp Müllern gegen eine Jahrespacht von 3 Limburger Malter Korn und 100 Eier.

 

Nachfolgend der original Urkundentext:

Albrecht Graf zu Nassau-Saarbrücken, Herr zu Lahr pp., Vormund für Johannes Ludwig, Graf zu Nassau, Herr zu Wiesbaden-Idstein verleiht die Mühle zu Strinz Mararethä erblich an "MalernPhilipsen" einem Untertan zu Strinz-Margarethä, gegen einen jährlichen Pacht von 3 Limburger Malter Korn und 100 Eier, solche aufzurichten und zu erbauen, die nach ihm Caspar Müller seinem Eidam Philipp Müller eingeräumet, von jedem gemahlenen Malter Mainzer Frucht für abgehend Staub und Molter 12 Pfund und mehr mitzunehmen und abzuziehen zugelassen sein, als gedungene Mahlgäste zu Strinz.

Es ist ihm auch der Handel mit Frucht und Ölfahren erlaubt. Als Unterpfand werden seine Äcker und Wiesen vorbehalten. Ein halb hundert Eier sind jährlich auf Ostern zu liefern.

 

(HStA: W 3001 / Nr. 32 Copialbuch, Mühlenbriefabschriften des Idsteiner Amtmannes Konrad Lösch)

Anno 1592

Item Strinz Margreten (von der Mühle) 3 Malter (Korn)

(HStA: W 131, R 6, Idsteiner Kellerei-Rechnungen, unter "Innahm von der Mühlenpfacht)

Anno 1619-1626

Item die Mühll zu Strinz Margarethen ist des Müller, giebt zur Pfacht 3 Malter (Korn)

(HStA: W 131, R 4, Idsteiner Kellerei-Rechnungen, unter "Innahm von der Mühlenpfacht)

Um 1634

Undig Strintz Margretha, eigent.(ümlich) 1 G. (ang).

(HStA: W 133, III, 7, Verzeichnis aller Mühlen der Herrschaft Idstein)

Anno 1653

Aus dem Jahre 1653 ist eine Caspar-Müller-Mühle überliefert.

(Nassauische Analen)

Anno 1688

Der nachfolgende Mühlenbrief aus dem Jahre 1688 verdeutlicht, dass die Mühle zu diesem Zeitpunkt leer stand. Wahrscheinlich wurde sie in den Wirren des 30jährigen Krieges verlassen.

 

Fürst Georg August von Nassau etc. hat Bernhardt Burgmann jetziger Schäffer aus Hennethal auf gnädiges Bitten um Erlaubnis auf dem untig Strinz Margarethä gelegenen verwaisten Mühlenplatz, so gnädige Herrschaft vorlängst heim gefallen wieder aufzubauen, angewiesen und überlassen worden, dergestalt, dass derselbe solchen Mühlenplatz nebst noch einem Wiesenplacken daran, so jetzo Ehren Herrn Pfarrer daselbst inne hat und ihn künftigen Müller, so es mit Stallung zu verbauen nötig hat um ein billiges cediren soll vor eigentümlich und erblich haben und behalten, die Mühle sobald aufzubauen und solche fernershin sowohl er als seine Erben und Nachkomende in gutem wesentlichen Stand und Gang erhalten und zumal in keiner Ruin kommen lassen.

Und soll derselbe an gebannten Mahlwerk dabei haben dasig von alters her dazugehöriges Dorf Strinz-Margarethä, dahingegen nun gnäd. Herrschaft er Müller an jährlicher Pacht auf Michaelis oder längstens Martini, in guter sauberer und annehmlicher Frucht anhero auf dero Speicher oder wohin er sonsten damit angewiesen werden wird 6 Mainzer Malter Korn und im übrigen aller herrschaftlichen und gemeinen Beschwerden gänzlich befreit sein, und darin gleich anderen das Mahlwerk und Mahlgäste soll er also führen und halten und dabei niemand mit unerlaubter Malter beschweren, gleichwie es die Lands- und Mühlordnung ausweiset und mit sich bringet oder dafern er oder seine Nachkommen sich der Gebühr nach nicht verhalte, und den Pacht nicht zu rechten Zeit liefern und entrichten wird, die Mühle alle Zeit zur Kaution stehen Urkunden hierbei gedruckten hochgräflichen Kanzlei-Sekret.

So geschehen Idstein, den 9.August 1688

(HStA: W 131, VIIIb, 7a, S.38 Copia Strinz Margarethä, Bernhard Burmanns Mühlenbrief)

Anno 1697

Johann Wilhelm Löhn, Müller zu Strinz mit 1 Gulden Strafe belegt, wegen unbescheidenen Redens.

(HStA. W 133, VIIIe, 1)

Anno 1704

Aus dem Jahre 1704 wird ein Müller mit dem Namen Franz Klein erwähnt.

Um 1713/14

Jacob Schichtling, hier in der Mühle zu Strinz

(HStA: W133, XVIIIb,38a, S. 658, Strinz Margarether Mühle)

Jacob Schichtling aus der Mühle von Strinz-Margarethä, ist in der Mühle 17 Jahre, hat diese von Wilhelm Lehn, und den Erbleihbrief nicht auf sich ausstellen lassen.

(HStA: W133, XVIIIb, 38a, S.658, Strinz Margarether Mühle)

Jacob Schichtling (Schichtel), Müller auf der Mühle untig Strinz-Margareth verkauft seine Mühle nebst zugehörigen Gütern an Johann Philipp Schiffmann für 600 Gulden.

(HStA: W 133, VIIIe,1)

Anno 1721

Andreas Müller, Müller zu Strinz-Margarethä, besitzt einen Mühlenbrief.

(HSTA:W133, V3; VI1)

Anno 1724

Ferner seien noch an Mühlen im Oberamt Idstein befindlich, so keine Erbleihe, sondern den Possessoriey eigentümlich zustehen:

Nr. 25

Die Strinz Margarether Mühl ist anno 1578 (Red.: richtig 1514) durch Mahlen Philips erbauet und in Erbleihe genommen worden, 1688 aber hat solche Bernhard Burgmann von neu erbauet und ist dermaliger Possessor Anreas Müller, der aber keine Erbleihe agnotiret (anerkennt), gibt Pacht 7 Mainzer Malter 5 Sömmer (Korn, jährlich).

(HStA: W 131, VIIb, 7a, S.53)

Anno 1732, 23. März

Die Mühle zu Strinz Margarethä ist eine private erb- eigentümliche Mühle, der Besitzer heißt Andreas Müller, gibt jährlich an Pachtkorn 6 Mainzer Malter, an Hundskorn 1 Mainzer Malter 5 Simmern.

(HStA: W 133, VI, 2 Renovation und Konfirmation aller in dem Oberamt Idstein mit Erbleihrecht verliehenen Mühlen und Güter, unter lfd. Nr. 35)

Die Strintz Margrether Mühle ist eine privat- eigentümliche Mühle, der Besitzer heißet Andreas Müller, gibt jährlich gnädigster Herrschaft Pachtkorn 6 Mainzer Malter und Hundskorn 1 Mainzer Malter 5 Simmer, wird zu dermaligen Renovatur nicht gezohen werden.

(HStA: W133, XVIIb, 38c, 1, Specification deren im Oberamt Idstein seyenden, sowohlen Erbley, als auch privat eigentümlichen Mühlen, welche in solcher Ordnung, wie sie in denen Gründen nacheinander gelegen, folgendermaaßen verzeichnet sind.)

Anno 1733

Andreas Müller ins Strinz Margarethä, "jetzt Philipp Horn die Mühle gelehnt, jetzt Philibus Horn die mil gelehnt, gibt Schatzung 1 alb 4 Pfg.

(HStA: W 133, VIIIc, 81)

Anno 1738, 15. November

Bericht des Schultheiß Johann Peter Ender zu Strinz-Margarethä wegen der Bechwerde sämtlicher Erbleihmühlen im Oberamt Idstein in punkto ihrer auferlegten Unterhaltung herrschaftlicher Hunde.

 

1) Andreas Müller, Müller allhier untig Strinz Margarethä, hat sein Mühlwerk allhier in dem Dorf und hat Vieh 2 Kühe und an Fuhr 2 Esel, hat etwas an Gütern bei der Mühl, an Wies 1 Sodel, an Acker 1 1/2 Morgen,

 

2) hat er noch eine Mühle in Breithardt an der Ahr, sogenannte Stützel-Mühle und hat sie verlehnet, und kriegt zur Pacht daraus 25 Gulden alle Jahre, mahlt auch in Strinz Margarethä,

 

3) hat er noch eine Mühle untig Hennethal, die Bar-Mühl genannt, welche er auch verlehnet und kriegt daraus 25 Gulden alle Jahre, was aber die Mühle zur Handhaben kostet, geht ihm als ab an dem vor er die Pachtgelt und hat daran Andreas Müller 3 Mühlen.

(HStA: W 133, XVIIb, 38-3)

Anno 1746

Jakob Dehne (Dehrn), Müller in  Strinz Margarethä

(HStA: W 133, IX, 18)

Anno unbekannt

Aus dem 18. Jahrhundert ist ein Müller mit dem Namen Zink (Zinck) bekannte. In welchem Zeitraum er die Mühle führte ist nicht überliefert.

Er müsste zwischen 1720 und 1730 geboren sein. Er starb 1796. Er hatte drei Töchter.

Seine Tochter Maria Margaretha (od. Philippina) heiratet um 1783 den Johann (Philipp?)  Ludwig Bender, der vermutlich ab 1789 als Müller in Strinz erwähnt wird.

 

Der Müller Zink ist insofern interessant, da die Mühle noch heute Zinkenmühle genannt wird.

Anno 1789

Philipp Ludwig Bender, Müller in Strinz Margarethä, Taufpate in Ketternschwalbach.

(Kirchenbuch des ev. Kirchspiels Bechtheim)

Anno 1798, 29. Oktober

Die Zinken-Mühle wird auf 400 Gulden taxiert "angeschlagen". Die Mühle nebst Scheuer und Stallung, einerseits der Mühlenteich, andererseits die Wiesen, stößt oben auf das Ackerland und unten auf den Mühlenteich.

(HStA: W244/496)

Anno 1798

Philipp Jakob Rauch (?), Müller ind Strinz Margarethä, Taufpate in Ketternschwalbach. 

(Kirchenbuch des ev. Kirchspiels Bechtheim)

Anno 1800, 11. November

Johann Philipp Pauly, Müller in der Mühle zu Strinz-Margarethä, Taufpate zu Johann Georg Müller in Görsroth.

(Kirchenbuch des ev. Kirchspiels Oberauroff)

Er führte die Mühle bis 1812

Anno 1850

Am 20.08.1850 wird die Zinkenmühle taxiert auf 2000 Gulden. Dazu 20 Morgen Feldgüter zu 2.000 Gulden auch 1 Pferd, Esel, 2 Kühe und Jungvieh gehören dazu.

(HStA: W 244/834)

Am 27.08.1850 stirbt Philipp Andreas Bender, Müller in der Zinkenmühle zu Strinz-Margarethä.

Anno 1850, 13 Februar

Wilhelm August Bender übernimmt die Zinkenmühle per Erbschaft und Erbteilung vom 13.02.1850 im Wert von 1900 Gulden. Dazu gehören:

1) Der zweistöckige Mühlenbau (40 x 26 m)

2) eine Scheuer (31 x 28)

3) einen Stall (35  x 13 m)

Belastet ist die Mühle mit einer an die Herzogliche Domänencasse zu entrichtenden jährlichen Bannpacht von 2 Malter Korn und einen an die Herzogliche Landescasse zu entrichtenden jährlichen Wasserlaufzins von fünf Malter, ein Viertel und 2 1/2 Kampf (?) Korn Mainzer Maß.

(HStA: W 250/1,  320)

Anno 1869/70

Niederschrift einer Verhandlung des Müller August Bott über die Aufhebung der Bannrechte für die Zinkenmühle.

 

Gesetz vom 17.03.1868 - Aufhebung des mit seiner Mühle verbunden gewesenen Bannrechtes.

 

Wasserlaufzins von 5 Maltern 22,9 Liter Korn Bannpacht.

Nach fürstlichem Dekret vom 5.1.1750 widerruflich gestattet wurde Bannrecht im Dorf Strinz-Margarethä nur die Folge von der Stützelsmühle gemeinschaftlich mit ausgeübt werde, mit der Verpflichtung die Übernahme einer Mühlenpacht von 2 Malter 4 Sim Korn.

 

9. Februar 1870 Aufhebung des Bannmahlrechts auf der Zinkenmühle bei Strinz-Margarethä nach welchem dem Bott für Verzichtsleistung auch jeden Anspruch aus dem Gesetz vom 17.03.1868 von seiner Abgabe 2 Malter 4 Sim = 2 Malter 94,7 ltr. neuen Maßes vom 12.04.1868 ab und für immer abgeschrieben, respektive erstattet worden.

(HStA: W444, 160)

Neuzeit

In neuerer Zeit wurde die Zinkenmühle jahrelang als Gaststätte/Biergarten "Zur Zinkenmühle" geführt.

Inhaber: G. Freyer

Geboten wurde gutbürgerliche Küche.

 

Bilder der Mühle aus dem Jahre 1995

Quelle: Wuschek/Hünstetten

Aktuell

Derzeit befindet sich die Mühle in Privatbesitz.

Danksagung

Ausdrücklich möchte ich mich an dieser Stelle bei Herrn Wuschek vom Gemeindearchiv Hünstetten bedanken, der die hier aufgeführten Gegebenheiten recherchiert und mir freundlicher Weise zur Verfügung gestellt hat.

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Die Strinzer Fahne
Die Strinzer Fahne

Lernvideo zum Umgang  
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Sebastian Vettel fährt durch StM (ab 16:05)

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